Fußball – Bezirksliga: Sprakensehl hat Holzland-Pleite verarbeitet / Lütke will in Reislingens Defensive zündeln und Trainer-Freund Fiebich verlieren sehen

Rauch verzogen: Jetzt neues Feuer(werk) entfachen

Nach der Klatsche in Holzand fordert Sprakensehls Trainer Rouven Lütke gegen den SV Reislingen-Neuhaus eine kollektive Beteiligung an der Abwehrarbeit. Foto: Barrenscheen

mj Sprakensehl. Das Brett, das Rouven Lütke nach der 1:5-Abfuhr seines SV Sprakensehl in Holzland zu bohren hatte, war immer noch einige Zentimeter dick.

„Ich konnte Sonntag nicht wirklich gut schlafen, war noch geladen und musste die 90 Minuten Revue passieren lassen“, verriet der SSV-Coach.

Der Rauch hatte sich beim ersten Training dann aber verzogen, das Donnerwetter blieb aus. „Wir haben alles sachlich durchgesprochen. Jeder weiß jetzt, welchen Murks er gemacht hat“, erklärte Lütke.

Also Haken an Holzland: Der Blick geht nach vorne. Mit dem SV Reislingen-Neuhaus erwartet der hiesigen Fußball-Bezirksligist (Sonntag, 15 Uhr) eine stattlichen Brocken. „Reislingen hat einen sehr guten Kader. Ganz gleich welcher Spieler ausfällt, der SV kann immer eine Hammerriege auf den Platz bringen“, hat Lütke Respekt.

Dabei konzentriert sich das Potenzial vor allem auf die Offensive. „Sie haben bewegliche, technisch gute Spieler wie Luca Rabsahl oder Paul Krein“, warnt Lütke.

Aber es ist nicht alles Gold. Vor allem in der Reislinger Deckung will Lütke zündeln. Mit zehn Gegentoren glich dieser Verbund eher einem Reisighaufen. „Wir rechnen uns etwas aus“, hofft Sprakensehls Trainer auf ein Feuer(werk) wie beim 4:2 gegen Helmstedt.

Um Stärken wie Schwächen des Gegners angemessen bearbeiten zu können, kommt dem Angriff die Hauptlast zu. Zum einen beim Toreschießen, zum anderen in der Abwehrarbeit. „In Holzland lag es nicht nur an der Abwehr. Das Problem fing vorne an. Es kann nicht sein, dass die Gegner durchlaufen und wir defensiv Mann gegen Mann spielen“, erwartet Lütke wieder mehr Engagement seiner Offensivakteure.

Entlastung wird die Sprakensehler Defensive auch wieder durch Ole Hildebrandt erhalten. Der zuletzt überragende Abräumer ist gut erholt aus seinem Urlaub zurück und darf gegen Reislingen wieder voller Tatendrang auflaufen. „Ich bin froh, dass er wieder da ist“, atmet Lütke durch.

Übrigens nicht die einzige Wiedersehensfreude am Sonntag. In Reislingen schwingt Holger Fiebich das Trainer-Zepter. Ein guter Bekannter für Lütke. „Er war Spielertrainer in meiner Zeit in Gifhorn“, erzählt der SSV-Verantwortliche. Nach dem Spiel wollen die Freunde noch quatschen. „Über unseren Sieg“, grinst Lütke.

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