Handball – Landesliga Damen: Wittingen/Stöcken enttäuscht

Ratlosigkeit nach dem Harmlos-Rückfall

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Viel zu wenig: Lediglich Nena Zergiebel (am Ball) konnte mit 14 Treffern an die prächtige Leistung aus dem jüngsten Sieg gegen den MTV Braunschweig anknüpfen.

Bortfeld. Auch das Allheilmittel – eine Nacht drüber schlafen – hatte nicht geholfen. Wolfgang Zugier war auch am Sonntagmorgen noch zerknirscht und „ratlos“. Desillusioniert vom Rückfall der Landesliga-Handballerinnen der SG VfL Wittingen/Stöcken.

Die unnötige 21:26 (11:14)-Pleite beim Kellerkonkurrenten SG Zweidorf/Bortfeld verschärft die Abstiegssorgen.

Dabei hatte Zugier inständig gehofft, dass der jüngste Befreiungsschlag gegen den MTV Braunschweig die Fesseln lösen würde. Es entpuppte sich doch eher als Eintagsfliege. Weil weite Teile des Angriffs zum harmlosen Totalausfall wurden. Eine glorreiche Ausnahme bildete nur die 14-fache Torschützin (!) Nena Zergiebel, die sich dabei auch eiskalt vom Sieben-Meter-Punkt zeigte (neun Versuche, neun Tore). „Sie war die einzige, die im Angriffe Akzente gesetzt hat“, seufzte Zugier. Im Rückraum hingegen nur Rohrkrepierer. Anna Sauer etwa hätte „einen rabenschwarzen Tag“ erwischt. Zudem war für Annemarie Piep nach 40 Minuten wegen Meckerns mit der dritten Zeitstrafe vorzeitig Feierabend.

So musste sich Wittingen/Stöcken jeden Treffer mit enormem Aufwand erarbeiten. Zugier monierte: „Wir laufen uns vorne tot, weil wir immer wieder auf die Lücken ziehen müssen. Das macht einen kaputt irgendwann.“ Zweidorf/Bortfeld hingegen lebte von einfachen Toren seines Rückraumduos. Dieses Ungleichgewicht beim Kraftaufwand führte zu einem Abnutzungskampf, den die SG VfL verlor.

Dabei lag der zweite Sieg in Serie und damit die Big Points trotz all dieser Widrigkeiten im Bereich des Möglichen. Bis zum 20:19 (52.) waren das Tabellenschlusslicht dran, weil Zweidorf/Bortfeld seinerseits ebenfalls keine Bäume ausriss. Doch mit vier Toren binnen vier Minuten entschied die Heim-SG dann die Partie. Zurück blieb ein rätselnder Trainer. Zugier: „Ich kann nicht erklären, warum wir solche Schwankungen haben.“

Von Ingo Barrenscheen

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