Profis zeigen sich bestens gelaunt

Eishockey: „Grizzlys“ Sebastian Furchner und Dominik Bittner in Wittingen

In Redelaune: Die Grizzlys-Spieler Sebastian Furchner (Zweiter v. l.) und Dominik Bittner (Zweiter v. r.) sowie Simon Drühmel (l.) und Yannick Imler aus der Marketing-Abteilung gastierten in der Wittinger Brauerei. Fotos: Schulz
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In Redelaune: Die Grizzlys-Spieler Sebastian Furchner (Zweiter v. l.) und Dominik Bittner (Zweiter v. r.) sowie Simon Drühmel (l.) und Yannick Imler aus der Marketing-Abteilung gastierten in der Wittinger Brauerei.

Wittingen – Sie wollen in die Playoffs! Doch genau dafür brauchen die Grizzlys Wolfsburg auch die Unterstützung ihrer Fans. Werbung in eigener Sache betrieb der Eishockey-Erstligist am Mittwochabend.

Im Besucherzentrum der Privatbrauerei Wittingen – zugleich einer der bedeutendsten Sponsoren der Wolfsburger – fand ein Fanabend statt. Zu Gast waren nicht nur die beiden Profis Sebastian Furchner und Dominik Bittner, sondern auch rund 30 Anhänger aus den unterschiedlichsten Altersgruppen.

Freikarten für das Heimspiel gegen Straubing (14. Februar) gab es von Marketing-Chef Simon Drühmel.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Spieler Furchner und Bittner. Sie sprachen über sich, die laufende Spielzeit, wagten aber auch schon einen vorsichtigen Blick in die Zukunft. Dazu stellten sie sich natürlich auch den vielen Fragen der Fans und brachten erstaunlich gute Laune mit in die Brauereistadt. Auch Furchner. Nach sieben Wochen Pause wird er heute in Straubing sein Comeback geben: „Ich habe nun eine Woche trainiert, jetzt muss der Trainer entscheiden.“ Nach dem Umbruch ist es für die Wolfsburger bislang eine schwierige Saison, das weiß auch der Spielführer. „Bis zur November-Pause war es ein holpriger Weg, doch danach haben wir endlich unsere Punkte geholt“, so der 37-Jährige. Auch die 1:7-Heimpleite gegen Ingolstadt vor exakt einer Woche warf die Niedersachsen nicht um. „Hinter verschlossenen Türen hat es geraucht. Wichtig war, dass wir in Mannheim trotz der Pleite eine gute Leistung gezeigt haben“, so der Angreifer.

Gespannte Zuhörer: Rund 30 Anhänger versammelten sich im Besucherzentrum.

Sein Kollege Bittner lobte vor allem das tolle Umfeld in Wolfsburg. „Hier kann man in Ruhe arbeiten. Ich fühle mich sehr wohl und bin einfach froh, hier zu sein“, verriet der 27-Jährige. Auf die Frage eines Anhängers, ob er denn Fortschritte unter der Regie von Trainer Pat Cortina erkenne, hatte der Abwehrspieler eine klare Antwort parat: „Die Statistik belegt, dass wir als Mannschaft insgesamt besser geworden sind.“ Das Thema Cortina wurde an diesem Abend aber noch häufiger aufgegriffen. „Ist er wirklich so emotionslos, wie es immer wirkt?“, fragte ein Grizzlys-Sympathisant. Daraufhin Bittner nach kurzer Überlegung: „Er spricht eher ruhiger mit uns.“ Eine weibliche Anhängerin fragte sich, warum das Spiel der Niedersachsen oft „so passiv“ wirke, man sich streckenweise scheue, den Torabschluss zu suchen. Das ließ Furchner so nicht ganz stehen: „Ich habe noch keinen Spieler getroffen, der kein Tor schießen will. Keinem von uns ist es verboten worden, den Abschluss zu suchen.“

Der Marketing-Leiter der Wolfsburger, Simon Drühmel, war gemeinsam mit seinem Kollegen Yannick Imler ebenfalls mit nach Wittingen gereist und richtete auch noch einen Appell an die Anhänger: „Wir müssen im Verein eng zusammenstehen und brauchen euch Fans.“ Im Nachgang zeigte sich Drühmel positiv überrascht von der Resonanz. „Ich war ehrlich gesagt gespannt, bin unter dem Strich aber positiv gestimmt. Schön war es natürlich auch, dass sogar mehrere Wolfsburger mit hier waren“, so der Chef der Marketing-Abteilung, der von einer „lockeren Atmosphäre“ sprach und im Nachgang auch noch Freikarten für das Heimspiel am 14. Februar gegen die Straubing Tigers verteilte. Ob es für den DEL-Vertreter noch einmal nach Wittingen geht? „Dieser Versuch war erfolgreich. Daher schließe ich das nicht aus“, so Drühmel schmunzelnd. Wenig später wurden er, die Spieler und auch die Anhänger mit einem schmackhaften Abendmahl verwöhnt.

Auch von Seiten der Brauerei gab es viel positives Feedback. „Wir sind natürlich froh, die Grizzlys hier heute zu begrüßen. Wir stehen als Sponsor in regelmäßigem Austausch mit ihnen und sind bereits im Spätsommer des vergangenen Jahres auf die Idee gekommen, so einen Fanabend zu reaktivieren“, verriet Brauerei-Geschäftsführer Axel Schulz-Hausbrandt, der noch einmal verdeutlichte: „Die Zusammenarbeit ist wirklich sehr gut.“ Es deutet also vieles darauf hin, dass die Grizzlys Wolfsburg nicht zum letzten Mal in Wittingen Station machten.

VON FLORIAN SCHULZ

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