Fußball – Kreispokal, Finale: VfL Knesebeck fordert SV Groß Oesingen

Vom Potenzial her auf Augenhöhe

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Als Rangdritter in der Kreisliga geht der VfL Knesebeck (r. Niclas Zierenberg) in das Finale.

Brome – Vorhang auf für den letzten Akt der Saison 2018/2019! Einen großen Titel gibt es im Landkreis Gifhorn noch zu vergeben. Die Trophäe für den Wittinger Fußball-Kreispokal sucht noch einen neuen Besitzer.

Die beiden Kreisligisten VfL Knesebeck und SV Groß Oesingen stehen sich am morgigen Sonnabend ab 16 Uhr an der Steimker Straße in Brome gegenüber. Im reinen Nordkreis-Endspiel, geleitet von Schiedsrichter Michael Bahr, dürfte es ordentlich zur Sache gehen.

Heiko Dreier (links) und der SV Groß Oesingen haben in der bisherigen Pokalsaison 20 Treffer erzielt.

Mauern – das ist beim SV Groß Oesingen ein Fremdwort. Die Elf von Trainer Torben König ist von Natur aus eher offensiv ausgerichtet. „Ich bin generell kein Freund eines 0:0“, macht König deutlich. Er und seine Schützlinge freuen sich auf das große Endspiel und womöglich – mit Blick auf die Vergangenheit – auch darauf, dass selbiges an der Steimker Straße in Brome stattfindet. „Ich kann mich nicht erinnern, als Trainer dort mal verloren zu haben“, hofft Groß Oesingens Coach natürlich darauf, dass diese Serie hält. Dennoch sieht König den Kontrahenten leicht favorisiert. Hauptsächlich auch „nur“, weil dieser in der abgelaufenen Punktspielsaison etwas besser als seine Elf abschnitt.

„Wir freuen uns natürlich nicht erst seit gestern auf dieses Spiel. Es wird mit Sicherheit ein echtes Highlight“, klingt Torben König euphorisch. Er erwartet eine „enge und spannende“ Partie. Die Tagesform dürfte ein mitentscheidender Faktor sein. „Ich denke, mit kaum einer anderen Mannschaft sind wir derart auf Augenhöhe wie mit Knesebeck“, verrät König.

Er sollte es auch wissen, denn sein Vorgänger Detlef Weber steht mittlerweile an der Seitenlinie beim VfL. „Wichtig wird es sein, dass wir kompakt und im Verbund verteidigen“, weiß der SVGO-Coach. Vor allem Kreisliga-Torschützenkönig Daniel Meinecke (36 Treffer) darf nicht die Möglichkeit erhalten, sich zu entfalten. Dann dürfte es schwer für die Groß Oesinger werden, den Pokal mit auf die Heimreise zu nehmen. Dazu ist auch eine möglichst konsequente Chancenverwertung vonnöten.

In der Liga schonte König zuletzt angeschlagene Akteure, die vermutlich im Pokalfinale wieder zur Verfügung stehen. Seine Startaufstellung hat der Coach mittlerweile auch in etwa im Hinterkopf. Und er gibt sich kämpferisch: „Wir fahren da nicht hin, um am Ende Zweiter zu werden.“ Auch wenn es morgen sicherlich warm wird, können sich die Knesebecker wohl warm anziehen.

Doch der VfL scheint ebenfalls gewappnet zu sein. „Für uns ist es das Highlight der Saison. Diese ist für uns sehr gut verlaufen“, ist Knesebecks Co-Trainer Sebastian Sommer sehr zufrieden mit Platz drei in der Liga und schon allein mit dem Einzug ins Finale um den Kreispokal. „Wir haben bislang viele starke Gegner aus dem Wettbewerb geworfen. Nun werden wir natürlich alles daran setzen, den Pokal zu holen“, macht Sommer deutlich.

Doch genau dies wird kein Selbstläufer. Auch wenn mit Groß Oesingen (bislang 20 Treffer im Wettbewerb) und Knesebeck (18) zwei brandgefährliche Offensiven aufeinandertreffen, glaubt der Knesebecker Assistenzcoach nicht, dass beide Teams gleich auf „Teufel, komm raus“ nach vorn spielen werden: „In einem Endspiel möchte keiner einen Fehler machen. Daher denke ich schon, dass auf beiden Seiten zunächst etwas abwartender agiert wird.“

Auch Sommer sieht die Tagesform als einen enorm wichtigen Faktor an. Schließlich können beide Teams wohl in Bestbesetzung auflaufen und dürften somit vom Potenzial her auf Augenhöhe liegen.

„Entscheidend wird sicherlich auch die individuelle Klasse der einzelnen Spieler sein“, vermutet Sommer, auch mit Blick auf das letzte Ligaduell beider Teams, als der VfL einen späten 2:1-Erfolg („Das war für uns Schwerstarbeit“) verbuchte.

Auch der Austragungsort des Finals kommt Sommer und den Knesebeckern entgegen. „Die Anlage dort ist wirklich sehr schön. Ich denke, dass der FC Brome im Rahmen seines 100-jährigen Bestehens ein guter Gastgeber sein wird“, so der Co-Trainer der Einhörner, Der hofft, dass möglichst zahlreiche Zuschauer die Mannschaft – Ausfälle wird es aller Voraussicht nach nicht geben – im Fanbus begleiten und „zum Sieg schreien“.

VON FLORIAN SCHULZ

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