Fußball – Kreisliga: Einhörner und Groß Oesingen wollen am Sonntag nicht taktieren mit Blick auf das Saison-Highlight

Die Pokalfinal-Probe in Knesebeck: Zu früh für verdeckte Karten

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Ein erster Vorgeschmack für das Pokalfinale: Der SV Groß Oesingen (r. Niklas Müller) gastiert beim VfL Knesebeck.

Isenhagener Land – Die Spannung steigt von Woche zu Woche. Noch dürfen sich vier Clubs berechtigte Hoffnungen auf das Abenteuerland Fußball-Bezirksliga machen. Aber getreu dem Highlander-Motto kann es nur einen (Aufsteiger) in der Kreisliga geben.

Die besten Aktien hat zurzeit der VfL Ummern, der am Sonntag (15 Uhr) die Hürde Leiferde meistern muss.

In Knesebeck kommt es zum Pokal-Endspiel-Warmup gegen den SV Groß Oesingen.

Wesendorfer SC – SV Westerbeck

Eine Wundertüte trifft auf die Nächste. Die Leistungen des Wesendorfer SC und SV Westerbeck sind zurzeit schwer einzuordnen. Vor allem bei den Blau-Weißen ist vor Anpfiff nicht wirklich bekannt, welche Performance geboten wird. Jüngst wurde die SV Leiferde mit 3:1 geschlagen, in der Vorwoche kassierte der WSC noch eine 0:5-Rutsche gegen die SV Meinersen.

„Uns fehlt noch die Konstanz. Was aber auch an den vielen jungen Spielern liegt“, erklärt Co-Trainer Hans Götz, der mit der Darbietung zuletzt vollauf zufrieden war. „Wir haben Ball und Gegner ordentlich laufen lassen. So stelle ich mir das jetzt gegen Westerbeck auch wieder vor.“ Verstecken will sich der Wesendorfer SC auf keinen Fall im Heimspiel. „Wir werden wieder offensiv anfangen“, so Götz. Denn schließlich habe der WSC noch ein Ziel vor Augen. Götz: „Wir wollen unseren achten Platz halten.“

SV Leiferde – VfL Germania Ummern

No pain, no gain... Obwohl sich einige Kräfte angeschlagen mit Schmerzen durchschleppen müssen, behauptet sich Ummern beharrlich an der Spitze und wird sich, das hat Trainer Jörg Drangmeister längst bestätigt, nicht gegen den Aufstieg wehren. Aber der schmale Grat auf dem personellen Zahnfleisch sei für die Germanen derzeit „die schwierigste Situation“, meint Drangmeister. Im 20er-Kader tummeln sich neun verletzte oder zumindest gehandicapte Akteure. Auch sein Sohnemann Jannes droht nun gegen Leiferde auszufallen. Trotz aller Widrigkeiten strebt der Primus selbstverständlich den nächsten Sieg an und lässt den Blick auch nicht zum Verfolgerfeld schweifen, das sich parallel behakt. „Daran können wir nicht denken. Wir müssen erst einmal selbst die drei Punkte holen, das wird schwer genug. Wenn wir das geschafft haben, werden wir sicherlich auch mal auf die anderen Spiele gucken.“

VfL Knesebeck – SV Groß Oesingen

Einen Vorgeschmack auf das Pokalfinale Ende Juni erhalten die Zuschauer am Sonntag am Ernst-Hiestermann-Platz. Wird etwa mit Blick auf das Saison-Highlight mit verdeckten Karten gezockt? Kopfschütteln bei beiden Trainern und schlagen in die gleiche Kerbe.

„Das ist noch zu weit weg. Es macht einfach keinen Sinn, sich dafür schon etwas auszudenken“, unterstreicht Knesebecks Trainer Detlef Weber. Sein Gegenüber Torben König springt ihm zur Seite: „Die Vorzeichen für das Finale sind noch zu früh.“ Gleichwohl könnte sich Groß Oesingen nach dem starken 3:0 im Hinspiel (König: „Unsere beste Saisonleistung, alle waren auf den Punkt da“) abermals „ein gutes Feeling“ gegen die Einhörner bescheren. Damit es dann womöglich im Endspiel heißt: Aller guten Dinge sind drei... Weber persönlich hat seit seinem Fronten-Wechsel noch nicht gegen den Ex-Club aus Oesingen gewonnen, in den beiden vergangenen Duellen blieb der VfL sogar ohne Punkt und Tor.

Daher bräuchten die Gastgeber wie zuletzt beim 5:0 über Triangel „einen Sahnetag“. Immerhin: Torjäger Daniel Meinecke (21 Treffer) kehrt nach wochenlanger Pause zurück. Mit einem Erfolg wäre das „Mindestziel Platz fünf“ am Wochenende schon einmal eingetütet für Knesebeck. Diesen Rang hat aber auch der SVGO noch im Blick, pointiert König: „Platz fünf ist noch machbar und das wollen wir auch packen. Deswegen wollen wir auch in Knesebeck gewinnen.“

TSV Hillerse II – SV Meinersen

Check! Seit dem vergangenen Spieltag kann sich Hillerses Zweitvertretung entspannt zurücklehnen, hat den Klassenerhalt nun auch rein rechnerisch im Sack. Für den Neuling natürlich ein großer Erfolg. Doch die Truppe von Florian Hildebrandt wird logischerweise nicht auf Null runterfahren. Zumal der kommende Gegner Meinersen im Tableau abgefangen werden kann mit einem Dreier. Ein neues Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.  ib/jk

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