Fußball – NFV-Kreis-Gifhorn-Pokal, Achtelfinale: SVS kegelt Kästorf II raus / Auch Wahrenholz weiter

Pokal-Paukenschlag in Steinhorst!

Jubel-Selfie: In der Kabine des SV Steinhorst (r. Stefan Litau) herrschte nach dem Pokal-Coup gegen Kästorf II prima Stimmung.
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Jubel-Selfie: In der Kabine des SV Steinhorst (r. Stefan Litau) herrschte nach dem Pokal-Coup gegen Kästorf II prima Stimmung.

Immerhin die halbe Miete: Auch im NFV-Kreis-Gifhorn-Pokal steht seit gestern hinter vier von acht Spielen in der To-Do-Liste ein Haken. Der FC Oerrel und VfL Wahrenholz II überwintern im Cup und buchten das Viertelfinale.

Für den Paukenschlag schlechthin sorgte aber der SV Steinhorst.

• FC Oerrel – MTV Wasbüttel II 4:1 (0:0)

Sie hatten beim Regentanz die Nase vorn: Der FC Oerrel (l.) schlug den MTV Wasbüttel II klar mit 4:1.

Die Stimmung war ausgelassen am Samstagabend beim FC Oerrel. Kein Wunder. Denn mit einem Sieg im Rücken lässt sich eine Weihnachtsfeier dann auch noch entspannter angehen. „Wir überwintern nur selten im Viertelfinale des Pokals“, unkte Abteilungsleiter Armin Schulze nach dem 4:1-Erfolg gegen den MTV Wasbüttel II. In Halbzeit eins noch ausgeglichen, drückten die Hausherren nach dem Wechsel der Partie ihren Stempel auf. Marcel Cech (53.), Friedrich Sarschizki (60.) und Henning Holdhaus (62.) stellten die Weichen dann flott auf Sieg. Moritz Wagener markierte per Foulelfmeter den 4:1-Endstand (80.). Das zwischenzeitliche 3:1 (75.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Wir wussten nicht wirklich, was auf uns zukommt. Doch ich denke, dass wir es am Ende sehr souverän heruntergespielt haben“, freute sich Schulze über das Weiterkommen.

• VfL Wahrenholz II – TuS Müden-D. II 1:0 (0:0)

Der Eindruck täuscht: Nicht Müden-Dieckhorst II, sondern Wahrenholz II (l.) ließ den Gegner auflaufen und erreichte das Viertelfinale.

Es spielte sich wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen gestern am Taterbusch ab. „Zu dieser Jahreszeit sowieso nicht mehr“, meinte VfL-Dirigent Fabian Alpers, der den urlaubenden Trainer Ralph Meyer vertrat. Hochkaräter waren rar gesät. So fiel der goldene Treffer für die Schwarz-Gelben auch erst eine Viertelstunde vor Schluss durch einen von Timo Neumann vollendeten Konter. Die entscheidende Szene passte ins Bild: Alpers hatte seinem Team eine abwartende Haltung verordnet. Nach starker Wahrenholzer Anfangsphase verteilte sich das Geschehen. Der Sieg sei aber verdient gewesen, befand Alpers. „Ich habe in der Ansprache gesagt: Die Hinrunde vergessen wir mal, es geht nur ums Weiterkommen. Für die Köpfe war das ganz wichtig.“

• SV Steinhorst – Kästorf II  10:9 n. E. (2:2, 1:0)

Sie hatten gefühlt keine Chance – doch die haben sie genutzt! Steinhorsts Kicker kegelten doch tatsächlich den Kreisliga-Aspiranten aus Kästorf aus dem Wettbewerb. „Ich denke, wir haben das schwerste Los gehabt. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs“, schwärmte Trainer Frank Kalinowski. Der SVS bot eine vielbeinige Abwehr auf und profitierte vorne vom schnellen Solo-Stürmer Jan Möller, der zweimal eiskalt zuschlug. So hätte der David den Goliath fast schon in der regulären Spielzeit gestürzt. Nach dem 2:0 geriet Steinhorst aber „ins Schwimmen“, so Kalinowski. Kästorf glich spät aus. Im Elfmeter-Drama, bei dem Julian Lahmann zum 10:9 verwandelte, hatte der Außenseiter zwar dann Glück, doch es war der verdiente Lohn für den Einsatz.

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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