Fußball – Wittinger Kreispokal, 1. Runde: SVGO-Trainer Torben König mit Kampfansage / Zwei Kreisliga-Duelle zum Start

„Pokal ist der kürzeste Weg zum Titel“

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Der Kampf um den Ball steht auch im Pokal wieder im Vordergrund. Ob der VfL Germania Ummern (l.) dann auch wieder vorne ist?

Insgesamt 36 Mannschaften wollen sich beweisen und nicht direkt in der ersten Runde des Wittinger Kreispokals scheitern am kommenden Sonntag (15 Uhr). Dabei rechnen sich vor allem die Kreisligisten viel aus.

Am Wochenende kommt es gleich zu zwei Krachern und ligainternen Duellen.

Der FC Brome empfängt den VfL Germania Ummern und der VfL Knesebeck reist zur SV Leiferde.

SV Wagenhoff – SV Osloß

„Pflichtspiel ist Pflichtspiel. Wir nehmen das sehr ernst“, unterstreicht Wagenhoffs Trainer Karsten Scholten und will dementsprechend vollen Einsatz von seinen Jungs zum Aufgalopp gegen den künftigen Ligarivalen aus Osloß sehen. Dieser sei direkt „ein guter Gradmesser“.

TuS Ehra-Lessien – SV Westerbeck

Es gibt wahrlich einfachere Gegner zum Auftakt. Das wird sich TuS-Trainer Jürgen Schenk wohl bei der Pokalauslosung gedacht haben. Denn der SV Westerbeck ist nicht nur einer der großen Favoriten auf den Aufstieg in die Bezirksliga, sondern auch im Pokal eine große Hausnummer. „Wir haben nichts zu verlieren, der Druck liegt bei Westerbeck“, meint Schenk, der mit der Vorbereitung seiner Jungs hochzufrieden ist: „Die Trainingsbeteiligung war sehr ordentlich. Und die Testspiele sind auch sehr gut verlaufen. Wir sind bereit!“ Dennoch sieht der Trainer in einigen Bereichen noch Verbesserungsbedarf. „Manchmal haben wir keine Ruhe am Spielgerät, spielen zu hastig nach vorne. Da würde ich mir wünschen, dass wir mal auf den Ball treten und hinten rum spielen.“ Viel Ruhe braucht der Underdog auch am Sonntag gegen den SVW...

VfL Rötgesbüttel – SV Groß Oesingen

„Der Pokal ist der kürzeste Weg zum Titel“, so die Ansage von SVGO-Trainer Torben König, der beim VfL Rötgesbüttel aus dem Vollen schöpfen kann. „Einige Akteure werden in der zweiten Mannschaft antreten müssen. Aber lieber so, als andersherum.“ Beim Verein aus der 1. Kreisklasse gehen die Groß Oesinger als klarer Favorit in die Begegnung. Das weiß auch König. Der Übungsleiter sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Die Neuzugänge haben sich gut integriert und qualitativ sind wir insgesamt sehr gut aufgestellt. Jetzt wollen wir auch die nächste Runde erreichen.“

TSV Meine – VfL Vorhop

Es kommt nicht oft vor, dass der VfL Vorhop als Favorit in eine Partie geht. Denn in der Kreisliga sieht sich das gallische Dorf eher als Underdog. Das Ziel dabei ist für den Pokal klar definiert. „Wir wollen natürlich wieder von der Brauerei eingeladen werden, das ist immer ein großes Erlebnis. Dafür müssen wir mindestens ins Halbfinale kommen“, so VfL-Spartenleiter Nicky Urbanitsch mit einem zwinkernden Auge. In der Vorbereitung hatten die Rot-Weißen einen bunten Mix an Gegnern, von der Kreisliga bis zur 3. Kreisklasse war alles dabei. Urbanitsch zeigt sich zufrieden mit den Leistungen und mit dem neuen Cheftrainer: „Die Jungs folgen Walter und die neue taktische Marschroute scheint einzuschlagen. Wir gehen mit einer breiten Brust in die Begegnung.“

SV Leiferde – VfL Knesebeck

„Ein sehr kniffliges Los“, murmelt Knesebecks Co-Trainer Sebastian Sommer. „Es hätte uns auch wahrlich leichter treffen können. Doch wenn du weit kommen willst, musst du jeden schlagen.“ Die Vorbereitung lief optimal ab für die Einhörner. Laut Sommer fast schon zu gut. „Ich glaube, dass eine Niederlage uns mal ganz gutgetan hätte. Weil so haben wir unsere Fehler nicht aufgezeigt bekommen.“

FC Brome – VfL Germania Ummern

Gleich zweimal in Folge treffen Brome und Ummern aufeinander – in Pokal und Meisterschaft. Zudem ist es das absolute Top-Spiel in der ersten Runde. Dementsprechend hofft VfL-Trainer Torsten Hahn auf feinen Fußball in Brome. „Das ist ein absoluter Kracher gleich zu Beginn. Ich denke, dass es spielerisch hochklassig wird“, sagt er. Das dürfte dann auch daran liegen, dass die Germanen auf ihr neues Prunkstück, das Sturmduo vertrauen. Jannes Drangmeister und Vitalij Sterz haben in der Vorbereitung prächtig zusammen funktioniert. Das würde sich Hahn gegen die Burgherren wieder wünschen.

VfB Gravenhorst – VfL Wittingen/S.

Zweimal in Folge standen die Brauereistädter im Finale, ob auch der dritte Streich gelingt? Dafür muss zunächst einmal die Hürde Gravenhorst genommen werden. „Vom Papier her gehen wir als Kreisliga-Absteiger als Favorit in die Partie. Daher spüren wir auch einen gewissen Druck. Aber damit müssen die Jungs umgehen, wenn man weiterkommen will“, bekräftigt VfL-Coach Naim Fetahu. Laut dem Übungsleiter befinden sich seine Schützlinge auf einem guten Weg, doch es gibt auch noch einige Baustellen. „Vor allem im taktischen Bereich müssen wir uns steigern“, sagt er. Am besten sollte der Vorjahresfinalist beim VfB Gravenhorst damit anfangen...

FC Germania Parsau – TSV Brechtorf

Die Spieler des TSV mögen sich gefreut haben. Denn in der Vorbereitung hat Neu-Trainer Andre Bischoff viel mit dem Ball trainieren lassen. Im taktischen Bereich sollte Brechtorf also perfekt vorbereitet sein auf die Partie beim FC Germania Parsau. „Wir sind zwar noch nicht ganz bei 100 Prozent, aber die Grundlagen haben wir geschaffen“, betont Bischoff, der auf seinen Kapitän Eike Busch verzichten muss. Es ist die letzte Chance für seine Schützlinge, sich für einen Stammplatz zu empfehlen. Bischoff: „Es ist eine gute Standortbestimmung. Nach dem Duell wissen wir, wo wir genau stehen.“ Das weiß Niclas Pilz, Trainer der Hausherren, auch noch nicht genau. „Wir müssen noch einen Schritt nach vorne machen im Hinblick auf das Passspiel. Jeder Akteur kann sich noch mal beweisen und zeigen, dass er bereit ist für den Ligastart.“

TSV Schönewörde – TuS Müden-Dieckhorst

Mit einem neuen Trainerduo geht der TSV Schönewörde den Auftakt an. Gegen den Kreisligisten TuS Müden-Dieckhorst gehen die Blau-Weißen als klarer Underdog in die Partie. Doch bekanntlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze und darauf vertraut auch der TSV.

SV Tülau/Voitze – SV Tappenbeck

Ein Duell auf Augenhöhe, zumindest was die Klassenzugehörigkeit betrifft. Doch der SV Tappenbeck dürfte auf dem Papier trotzdem leicht die Nase vorn haben. Schließlich werden die Gäste von vielen anderen Trainern als Favorit auf den Aufstieg in die Kreisliga gehandelt.

FC Ohretal – TSV Grußendorf

Ohretals Trainer Matthias Bock kam bereits in den Genuss, im Pokalfinale zu stehen. Damit möchte er jetzt auch mit seinen Schützlingen hin. Dafür muss der FC Ohretal erst einmal die Hürde Grußendorf nehmen. Allerdings sieht der Coach seine Jungs noch nicht da, wo er sie gerne hätte. „Der Stadtpokal in Vorhop hat uns noch einige Defizite aufgezeigt, an denen wir noch dringend arbeiten müssen. Der Pflichtspiel-Auftakt kommt zwei Wochen zu früh für uns“, sagt er.

SV Hankensbüttel – SV BW Rühen

Ein erster Gradmesser für den Aufsteiger SV BW Rühen für die anstehende Kreisliga-Saison. Doch leicht dürfte es für die Gäste nicht werden, schließlich hat der SV Hankensbüttel ordentlich aufgerüstet.

Weiter spielen: TSV Fortuna Bergfeld – SV Jembke, SV Barwedel - TSV Hillerse II, SV Welat - SV Triangel, MTV Gifhorn II - FC Schwülper, TuS Seershausen/Ohof - TSV Flettmar, MTV Wasbüttel - SV Meinersen (Mi., 19 Uhr).

Von Jannis Klimburg

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