Handball – Oberliga Herren: Kämpferherz und Verstand gefragt

Pleiten-Serie: VfL aber nicht mut- und ratlos

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Spalier werden die Spieler der HSG Schaumburg-Nord für den VfL Wittingen (Arne Gades/r.) sicher nicht stehen. Aber auch bei mehr Gegenwehr müssen die Brauereistädter besser treffen.

Wittingen. Vier Spiele schon ohne Punktgewinn. Und ausgerechnet jetzt muss der VfL Wittingen in der Handball Oberliga beim Fünften HSG Schaumburg-Nord (heute, 18 Uhr) antreten. „Die nächste schwere Aufgabe“, stöhnt Trainer Axel Bühlow.

Resignation schwingt dabei, meint Wittingens Herren-Coach, allerdings nicht mit. „Ratlos oder mutlos. Das sind wir nicht“, wehrt Bühlow ab. Sein Team habe in den letzten Partien – unter anderem gegen die Topteams Vorsfelde (21:22) und Hameln (21:25) – schon gut gespielt. „Wir können mithalten“, sagt Bühlow. Wenigstens zeitweise.

Das reichte aber nicht. Der Neuling zahlte erstmals in dieser Saison über eine längere Strecke „Lehrgeld. Daran müssen wir uns gewöhnen. Uns war bewusst, dass wir nicht jedes Heimspiel gewinnen können“, sagt Bühlow.

Um die Trendwende zu schaffen, soll die Mannschaft nun wieder eine Schippe drauflegen. Eine Leistung mit „Kämpferherz und Verstand“ ist gefragt. Und zwar über 60 Minuten. Bühlow wäre mit der „Einstellung und dem Spielfluß“ aus dem Hameln-Spiel aber nicht bange.

Wichtig ist, dass der VfL seine Chancen nutzt. Durch allzu leichtfertige Spielweise hätte Wittingen Hameln zuletzt wieder ins Spiel gebracht. „Statt mit sechs oder sieben Toren führen wir zur Halbzeit nur mit zwei“, bemängelte der Wittinger Trainer. Das Ende ist bekannt. Hameln „spielte den Stiefel nur runter“, Wittingen produzierte „zuviele Fehler“ und verlor.

Das können sich die Brauereistädter in der Bad Nenndorfer Halle wahrscheinlich wieder nicht erlauben. Denn Bühlow hat bei der HSG eine überragende Offensive ausgemacht. Mit 418 Treffern steht der nächste Kontrahent auf einer Stufe mit den beiden Ersten Vorsfelde (436) und Nienburg (426).

Vor allem die Big Five der HSG werden Wittingen einiges abverlangen. Philip Reinsch (81 Tore), Julian Frädermann (65), Niko Blanke (51), Marcel Rose (43) und Lukas Reese (36) sind Bühlow „ins Auge gefallen“. Satte 276 Treffer vereinigen die fünf Spieler auf ihrem Konto.

Bühlow hofft, dass sein Team – Torben Banse und Stefan Tietz (Zwei Spiele Sperre) können nicht spielen – der HSG genügend entgegensetzen kann. Und das dann auch über die vollen 60 Minuten. „Wir müssten mal wieder gewinnen“, grinst Bühlow. Auch wenn er bei der Schwere der Aufgabe schon mit einem Punkt glücklich wäre.

Von Matthias Jansen

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