Hallenfußball: Im dritten Anlauf gewinnt Nord-Cup-Rekordhalter erstmals Pott

Platendorf kann auch Wittinger Cup

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Der Tus Neudorf-Platendorf gewinnt im dritten Anlauf erstmals den Pott beim Wittinger Cup.

Wittingen – Das Vorgänger-Modell, den Nord-Cup, hatten sie zu dessen Lebzeiten so häufig gewonnen wie kein zweiter Verein.

Umkämpft: Platendorf bezwang Rosche 2:1.

Doch beim Wittinger Cup, dem neuen Budenzauber-Stammhalter Anfang Januar, hatten die Kicker des TuS Neudorf-Platendorf bei den ersten zwei Anläufen in die Röhre geguckt. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Die Moor-Kicker behoben am gestrigen Freitagabend bei der dritten Auflage des Hallenfußball-Spektakels, veranstaltet von der Privatbrauerei Wittingen, den Makel und trugen sich mit dem 2:1-Finalsieg über den zweiten Bezirksligisten im Feld – den SV Rosche – in die noch recht jungfräulichen Annalen ein.

Dort hatte bis dato nur der Name VfL Wittingen/S. seinen Platz gefunden. Doch der Titelverteidiger verpasste die Neuauflage des Vorjahres-Finals und das Turnier-Triple, weil wie schon wenige Tage zuvor beim Volksbank-Cup Nuancen im Halbfinale fehlten. „Wir haben eigentlich mehr nach vorne versucht“, rekapitulierte Wittingens Coach Naim Fetahu die zehn Minuten in der Vorschlussrunde gegen Rosche. Doch dies war letztlich gewissermaßen für die Ka(atz). Denn SVR-Kicker Manuel Kaatz erzielte den goldenen Treffer nach einem kapitalen Fehlpass von VfL-Keeper Sven Arndt. Fetahu machte ihm keinen Vorwurf: „Er hat ein super Turnier gespielt.“ Da die Mannschaft des Ausrichters die Schlussphase auch noch in Unterzahl bestreiten musste, war keine Aufholjagd mehr drin.

Auch im zweiten Halbfinale setzte sich der Favorit durch. Hauchdünn. Denn die Überraschungs-Mannschaft des Abends, der TSV Schönewörde, machte Platendorf beim 3:2-Sieg die Hölle heiß. „Mit uns hatte keiner gerechnet. Es wäre schön gewesen, so einen Gegner zu ärgern. Wir wollten dann tatsächlich auch ins Finale“, erklärte TSV-Coach Jan Henneicke. Doch auch wenn dieser Paukenschlag nicht gelang, hätte der Underdog „teils echt einen guten Ball gespielt“, lobte Henneicke. Und als Mitglied der Top Vier gibt’s im März noch eine Brauerei-Besichtigung. „Das ist das größte Geschenk, was man uns machen kann“, grinste er.

Herausragend: Peter Herrewig (l.) und IK-Redakteur Ingo Barrenscheen (r.) mit Nikolas Müller (bester Torjäger), Vitalij Kast (bester Spieler) und Timo Dittrich (bester Keeper).

Im Nordkreis-freien Endspiel zeigte der Gifhorner Bezirksligist dann mehr Biss als Rosche. Und Nehmer-Qualitäten. „Wir sind gut zurückgekommen“, freute sich Betreuer Björn Schrader über die Wende nach schnellem 0:1-Rückstand. Eduard Sening und Vitalij Kast, dann auch zum Spieler des Turniers gekürt, bescherten Platendorf den Pott. „Endlich“, war Schrader erleichtert und ergänzte mit dem Schmunzeln eines Turniersiegers: „Man munkelt, bei Tito ist schon ein Tisch reserviert...“ Es dürfte eine rauschende Nacht geworden sein.

Von Ingo Barrenscheen

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