IK-Nachspielzeit: Rexhepi verstärkt Wittingen / Geburtstagskind Kuhnert trifft

Pikzak: 36 Jahre, 160 Minuten Vollgas

  • Ingo Barrenscheen
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Isenhagener Land – Vorhang auf für die dritte Halbzeit des vergangenen Fußball-Wochenendes im Isenhagener Land. Die IK-Nachspielzeit sorgt klassisch für Nachschlag.

Leihkraft macht Ballett

 Valentin wer!? Die Zuschauer auf dem Sportplatz in Wittingen mussten sich am Sonntag beim 7:4-Triumph über den SV BW Rühen erst einmal an ein neues Gesicht in den Reihen des VfL gewöhnen. Die Brauereistädter haben unverhofft noch nach Saisonbeginn einen weiteren (Teilzeit-)Neuzugang an Land gezogen. Valentin Rexhepi besucht in Wittingen die Müller-Schule und läuft neuerdings mit einer Doppel-Spielgenehmigung für den Aufsteiger auf.

Der Angreifer ist fußballerisch eigentlich beim TS Woltmershausen beheimatet und bestritt für den Club in seiner abgelaufenen ersten Herrensaison 14 Spiele in der Landesliga Bremen (vier Tore). Zumindest in den nächsten Wochen läuft er aber für Wittingen auf. An und für sich hätte Rexhepi schon in der Vorwoche in Triangel in der Startelf stehen sollen, kam aber bedingt durch eine Erkältung nur in der zweiten Halbzeit zum Zug und konnte dementsprechend keine Akzente setzen. Gegen Rühen aber hätte er sein großes Potenzial angedeutet, meinte Trainer Naim Fetahu. „Er hat schon sehr gut Ballett gemacht.“

Ausdauerwunder Pikzak

Als hätten sie das Trikot extra für ihn anfertigen lassen... Einen Tag nach seinem 36. Geburtstag schlüpfte Routinier Stefan Pikzak am Sonntag wieder einmal in das Trikot des Wesendorfer SC (treffenderweise mit der Rückennummer 36) und half über die volle Spielzeit in der ersten Herren aus. Dabei hatte er am Vormittag schon 70 Minuten mit den Altherren der SG Wahrenholz/Schönewörde/Vorhop/Knesebeck abgespult in Hillerse und dort doppelt getroffen.

Und auch im späteren Spiel gingen zumindest 90 Prozent des Ausgleichstreffers auf Pikzaks Kappe, meinte Trainer Matthias Hopp. Der Oldie, but goldie hätte noch die Kraft gehabt, „hinter der Mittellinie zum Solo anzusetzen, dabei kriegt er noch zweimal auf die Knochen und hat dennoch durchgezogen und für Thomas Rauhöft durchgesteckt. Schon überragend“, ging Hopps Daumen nach oben für die (Willens-)Kraft seiner wertvollen Standby-Kraft.

Riebe hat nichts verlernt

 In der Not muss man auch mal zum alten Eisen greifen. Rein vom Alter her gehört Daniel Riebe zwar sicherlich noch nicht zu diesem, doch eigentlich wollte der Defensivakteur aus beruflichen Gründen pausieren beziehungsweise gar nicht mehr für den FC Brome auflaufen. Da dem Bezirksliga-Aufsteiger am Sonntag im Auswärtsspiel in Hillerse (1:5) jedoch die Verteidiger ausgingen, wurde Riebe kurzerhand reaktiviert.

„Er hat ja früher schon in der Ersten gespielt, kennt die Truppe somit und hat direkt ein gutes Spiel gemacht“, verriet Bromes Teammanager Hendrik Joswig. Am Comebacker lag es also nicht, dass die Burgherren zum sechsten Mal in Folge als Verlierer vom Platz gingen.

Stabilisator Sterz

Eigentlich lässt er die Abwehr oft alt aussehen, aktuell aber verdient sich Vitalij Sterz selbst als Ball-Abfänger im Defensivzentrum des VfL Ummern. Bedingt durch die Personalnot hat Trainer Jörg Drangmeister seinen Goalgetter nun schon zum zweiten Mal in Serie offensiv geopfert und als Stabilisator nach hinten beordert.

Mit Erfolg. Beim 1:1 gegen den VfL Knesebeck hätte der Innenverteidiger Sterz „seine Sache wieder top gemacht“, freute sich Drangmeister. „Er war einer der Garanten, hat mit seiner fußballerischen Klasse vieles abgelaufen. Toll, dass er auch nicht sauer darüber ist.“ Dennoch dürften alle Germanen froh sein, wenn Sterz wieder seine eigentlichen Stärken einbringen kann.

Oskays Personal-Frust

Der SV Langwedel pfeift in der 2. Kreisklasse 1 momentan aus dem letzten Loch, musste so sein Auswärtsspiel bei Spitzenreiter SV Sprakensehl absagen und verlor kampflos die Punkte. Mit André Liedtke, Matthias Köllner, Florian Meyer, Martin Schmidt, Steffen Rodewald und Thomas Herrmann fielen gleich sechs Spieler aus – zu viele für den mit 16 Mann bestückten Mini-Kader des SVL. „Wir haben das dann mit dem Vorstand geregelt“, berichtet Trainer Baris Oskay den Vorgang der Spielabsage. Langwedel, so der Coach, habe nicht gewollt, sich krampfhaft eine Mannschaft zusammenzumischen. Oskay: „Ich kann niemanden zwingen, auf dem Platz zu stehen.“

Selbst beschenkt

Der Jubel beim TV Emmen war groß, bei Steve Kuhnert wohl noch größer. Der TVE-Spieler gewann mit seiner Truppe nicht nur gegen Knesebeck II (4:2), er selbst schoss mit dem zwischenzeitlichen 3:1 seine Truppe auf die Siegerstraße. Und das an seinem 26. Geburtstag! Nach einem Schuss reagierte der Jubilar am schnellsten und verwertete den Abpraller. „Das ist etwas, was mich besonders freut“, betonte Trainer Andreas Tack. Na dann mal alles Gute nachträglich vom IK-Team!

VON INGO BARRENSCHEEN, ROUVEN PETER UND FLORIAN SCHULZ

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