Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz erleidet Dämpfer gegen Hehlingen

Phlegma kostet VfL den Heimnimbus

Hängende Köpfe auf Wahrenholzer Seite: Christopher Hartmann (v. l.), Jan Reitmeier und Julian Koch ärgern sich über den Gegentreffer zum 0:1. Der VfL unterlag Hehlingen mit 1:3.
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Hängende Köpfe auf Wahrenholzer Seite: Christopher Hartmann (v. l.), Jan Reitmeier und Julian Koch ärgern sich über den Gegentreffer zum 0:1. Der VfL unterlag Hehlingen mit 1:3.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Wahrenholz – Kaum ist die Katze nicht da, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. . . Beziehungsweise im Fall des VfL Wahrenholz musste es am gestrigen Sonntag eher heißen: Kaum ist der Cheftrainer nicht da, tanzt die Mannschaft aus der Reihe. . .

Ohne den urlaubenden Thorsten Thielemann erlitt der bislang so positiv auftrumpfende Fußball-Bezirksligist vom Taterbusch einen Dämpfer in Form der ersten Heimniederlage der Saison! Beim 1:3 gegen den TSV Hehlingen erwischte Schwarz-Gelb „einen wahnsinnig schlechten Tag“, konstatierte Jan Schöbel.

Seine Premiere als Haupt-Dirigent an der Seitenlinie hatte sich der Co-Trainer ohne Frage anders vorgestellt. Wobei er die Pleite – zu Recht – nicht an seiner Person festmachen wollte: „Ich glaube nicht, dass es daran lag – das wäre schlimm. Es ist einfach alles gegen uns gelaufen.“

Wir hatten einen wahnsinnig schlechten Tag.

Co-Trainer Jan Schöbel

Die Wahrenholzer verfielen vom Anstoßpunkt weg in eine seltsame Lethargie. Nicht das erste Mal offensichtlich, wie Schöbel durchblicken ließ. „Es war keine Spannung da, schwer zu erklären. Das hatten wir schon in ein paar Spielen und es deshalb auch vorher deutlich angesprochen, dass uns das nicht wieder passieren darf.“ Doch anders als in den erfolgreichen Wochen zuvor vermochte der VfL diese Trägheit dieses Mal nicht auszubügeln, leistete sich Stockfehler, Fehlpässe, kam obendrein häufig nicht in die Zweikämpfe und fand keine spielerischen Lösungen. Hehlingen bestrafte das Wahrenholzer Phlegma mit einem Doppelschlag und hatte Oberwasser. Der Anschlusstreffer durch Lars Koch per Kopfball nach einem Freistoß erwies sich nur bedingt als Hallo-Wach-Effekt für das Heimteam. Das gab auch Schöbel zu: „Man kann nicht sagen, dass es ein Turning Point war.“

Zwar starteten die Platzherren verheißungsvoll in die zweite Hälfte, verbuchten durch Marlon Jansen und Koch (Lattenschuss) zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Doch im Gegenzug wurde Wahrenholz eiskalt zum 1:3 ausgekontert. Das raubte dem VfL den letzten Elan. „Ein richtiges Aufbäumen war nicht da“, meinte Schöbel. Vielmehr kam Hehlingen noch zu weiteren Chancen, die Torwart Marcel Horn allesamt entschärfte und noch Schlimmeres verhinderte.

VON INGO BARRENSCHEEN

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