Fußball – Wittinger Stadtpokal: Knesebeck gewinnt Elfer-Lotterie dank Torwart-Talent / Vorhop nutzt Ohretals Schläfrigkeit

Peschkas prima Premiere – Koch knallhart

Der zweite Streich: Ohretals Schlussmann Henning Gottschalk (r.) liegt geschlagen am Boden. Vorhops Felix Schweinberger staubt zum 2:0 ab.

Suderwittingen. Wer gewinnt den Fußball-Stadtpokal in Wittingen? Diese Frage muss noch geklärt werden. Verbliebene Kandidaten für die kommunale Kicker-Krone sind der VfL Knesebeck und der VfL Vorhop, die sich in den Halbfinals durchsetzten.

Das Endspiel geht am Sonnabend um 17. 30 Uhr über die Bühne. Zuvor stehen sich ab 16 Uhr der VfL Wittingen und der FC Ohretal im Spiel um Platz drei gegenüber.

VfL Knesebeck –

VfL Wittingen 2:1 n.E. (0:0)

Vor dem Anpfiff sei er noch etwas nervös gewesen. Davon war im Spiel nichts mehr zu spüren. Lukas Peschka, 17-jähriger Knesebecker Torhüter, avancierte in seinem ersten Seniorenspiel zum Mann des Tages. Spätestens mit seiner Parade im Elfmeterschießen gegen Wittingens Torjäger Patrick Gernsheimer sicherte er seinen Farben den Einzug ins Endspiel. Und auch zuvor hatte er einen „Topjob“ gemacht, wie sein Trainer Marco Lenz lobte. Titelverteidiger Wittingen begann engagiert, drängte Knesebeck anfangs in die Defensive und musste dennoch froh sein, nicht zur Pause zurückzuliegen. Francesco Natale, der mit einem Foulelfmeter an Wittingens Christoph Pörschke scheiterte, und Malte Gercke verpassten in Durchgang eins die Knesebecker Führung. Spätestens mit dem zweiten Durchgang hatten die Ausrichter die Kontrolle, vergaben aber reihenweise beste Chancen. „Wir haben gut Dampf gemacht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Tor fallen musste“, meinte Wittingens Coach Naim Fetahu. Nur es fiel nicht. Knesebeck, das selbst einige gute Konterchancen hatte, rettete sich auch dank ihres Torwarts ins Elfmeterschießen. Im Glücksspiel hatte der VfL dann Fortuna und Peschka auf seiner Seite.

Elfmeterschießen: 0:1 Arndt, Gottschalk schießt an den Pfosten, Michel schießt an den Pfosten, 1:1 Latus, Gernsheimer scheitert an Peschka, 2:1 Manuel Meinecke.

VfL Vorhop –

FC Ohretal 5:0 (4:0)

„Grauenhaft!“ Joachim Schöbel verschlug es fast die Sprache. Sein FC Ohretal brachte sich gegen Vorhop selbst um alle Chancen. „Wir haben die erste Hälfte verpennt. Vorhop war in allen Belangen cleverer“, beschwerte sich der FCO-Coach über den Auftritt seiner Riege. Den Aussetzer der Roten nutzte der Kreisligist durch Kapitän Torsten Koch knallhart aus. Mit einem Elfmeter und einem Distanzschuss sorgte die Nummer elf der Vorhoper schon vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung. Felix Schweinberger und ein Eigentor von Marcus Erxleben, der sich im zweiten Durchgang zudem ein übles Frustfoul an Maik Szillat leistete, sorgten für den Halbzeitstand. „Das geht gar nicht, dass er so ein Ding abzieht“, ärgerte sich Schöbel über das Einsteigen, das bei Szillat wohl eine Knöchelverletzung nach sich zieht. „Eigentlich war ich mit unserem Spiel zufrieden. Die Verletzung trübt den Sieg“, ärgerte sich Vorhops Coach Thorsten Thielemann.

Tore: 1:0 Koch (Foulelfmeter), 2:0 Schweinberger, 3:0 Koch, 4:0 Erxleben (Eigentor), 5:0 M. Szillat.

Von Matthias Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare