Fußball – Kreisliga: Knesebeck rennt beim 1:1 in Ummern vergeblich an

Pechvogel Meinecke: Kein Sieger im Hit

Eine von mehreren guten Gelegenheiten: Daniel Meinecke (r.) konnte nicht nur in dieser Szene Ummerns Schlussmann Dennis Berg nicht überwinden.
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Eine von mehreren guten Gelegenheiten: Daniel Meinecke (r.) konnte nicht nur in dieser Szene Ummerns Schlussmann Dennis Berg nicht überwinden.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Ummern – Da hat sie sich mal wieder bewahrheitet, die alte Fußball-Weisheit: Der Gefoulte sollte nicht selbst schießen. . . Daniel Meinecke, eigentlich die personifizierte Tormaschine, avancierte gestern im Kreisliga-Spitzenspiel zum großen Pechvogel.

Denn der Goalgetter des VfL Knesebeck schoss gegen den VfL Germania Ummern nicht nur in der 80. Minute einen Elfmeter vorbei, sondern war auch schon zuvor mehrfach verzweifelt.

So blieb es beim 1:1-Unentschieden, über das sich die gastgebenden Germanen weitaus mehr freuen konnten als die Einhörner.

In den Augen von Ummerns Coach Jörg Drangmeister war Meineckes versiebter Strafstoß „ausgleichende Gerechtigkeit“. Denn den Pfiff hatte niemand beim Heim-VfL nachvollziehen können. „Ich habe noch mit Detlef Weber darüber gesprochen: Er meinte, man kann ihn geben. Ich sage: Nie und nimmer ist das ein Elfmeter! Vitalij Sterz stellt nur seinen Körper vor den Mann, Daniel Meinecke fällt theatralisch.“ Viel Aufregung um nichts schlussendlich.

Wobei das Knesebecker 2:1 aufgrund der eindeutigen Spielanteile keineswegs ungerecht gewesen wäre. „Das war schon 90 Minuten lang ein Spiel auf ein Tor“, meinte Weber. Ummern hätte „sehr massiv“ in der Deckung gestanden und verdichtete geschickt das Zentrum. Allerdings sei der linke Flügel eine Schwachstelle gewesen, räumte Drangmeister ein. „Wir haben auch im Mittelfeld die Bälle zu schnell verloren. Dadurch hatte Knesebeck mehr Ballbesitz.“

Und gegen Ende der ersten Hälfte auch große Chancen. Doch ob mehrfach Meinecke oder Felix Weitemeier, der von einem Abpraller zu überrascht war: Die Gäste belohnten sich nicht.

Und das sollte sich in der 58. Minute rächen, als Maurice Kutz bei einer unübersichtlichen Situation im Sechzehner die etwas schmeichelhafte Führung für Ummern besorgte. Knesebeck ging fortan noch größeres Risiko und erzwang seinerseits durch „einen ausgetüftelten Freistoß“ von André Haven das 1:1.

Bekanntermaßen das Ende vom Lied, weil auch Jannes Drangmeister bei einem Konter der Platzherren knapp übers Tor lupfte. Damit ist nun keine Mannschaft in der Kreisliga mehr ohne Punktverlust.

VON INGO BARRENSCHEEN

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