Außergewöhnliche Wittinger Gruppe feiert runden Geburtstag mit einer herrlichen Harztour / Dank an die Gründerin Christa Kruse

Passion Pritschen: 40 Jahre MTV-Volleyballdamen

Herrliche Harzfahrt: Anlässlich des 40-jährigens Bestehens der Volleyball-Gruppe unternahmen die Damen des VfL Wittingen einen Wochenend-Ausflug nach Goslar. Fotos: privat

ib Wittingen. Begonnen hat alles als allenfalls akzeptiertes Anhängsel. Daraus geworden ist eine langanhaltende Leidenschaft. Die Volleyball-Damenriege des MTV Wittingen blickt 2012 auf 40 Jahre Pritschen und Baggern zurück.

Eher eine Liebe auf den zweiten Blick. Denn zunächst diente das Volleyballspiel nur als halbstündiger Ausklang der 1972 von Christa Kruse gegründeten Gymnastikgruppe. Die Begeisterung hätte sich zunächst in Grenzen gehalten, erinnert sich Zeitzeugin Gertrud Frohloff. Da aber die Turnhalle in den Ferien geschlossen war, blieb den MTV-Damen nichts anderes übrig, als auf dem Schulhof die Bälle übers Netz zu befördern. Mit steigenden Fertigkeiten wuchs auch der Spaß. Bis schließlich nur noch Volleyball gespielt wurde und sich die Gruppe praktisch neu erfand.

Auch heute noch sind die Damen immer montags mit Feuereifer dabei. Das wahrscheinliche Einmalige an der Gemeinschaft sei ihre besondere Altersstruktur, betont Edith Kaeding. Hanna Schulze stellt mit ihren 18 Jahren das Küken dar, Eleonore Zeller indes mit 80 Lenzen die Grand Dame der Wittinger Volleyballerinnen. Kaeding: „Sie ist fit und gesund, stets aktiv dabei wie eh und je.“

Genauso wie einige Gründungsmitglieder. Ein Grund, den 40. Geburtstag gebührend zu feiern. Nachdem vor fünf Jahren bereits eine herrliche Harzfahrt unternommen worden war, gab’s am vergangenen Wochenende eine Neuauflage. Am Bahnhof Wittingen warteten Waltraud und Heinrich Besenthal gleich einmal mit einem Sektempfang. 14 der 17 aktiven Sportlerinnen traten dann die Reise per Zug nach Goslar an, wo auf Anhieb bei strahlendem Sonnenschein eine zweistündige Stadtführung für Kurzweil sorgte.

Vielleicht lag es am Altweibersommer oder einfach der guten Laune, aber: Goslar erschien noch schöner als gewöhnlich, meinte Kaeding. Da störte es auch nicht weiter, dass dem goldenen Adler am Marktbrunnen der Schwanz gerupft worden war, wie der Stadtführer schmunzelnd anmerkte. Die gut erhaltenen Fachwerkhäuser, die kunstvollen Schiefereindeckungen, die Kaiserpfalz im Festtagskleid durch einige Hochzeiten: All das begeisterte die MTV-Ausflüglerinnen genauso wie das beeindruckende Stammhaus der Industriellen-Familie Siemens, die Butterhanne oder das Goslarer Glockenspiel. Ein Kegelabend im Hotel diente schließlich als perfekter Abschluss.

Auch der nächste Tag wurde von blauem Himmel und Sonne satt bei einer wundervollen Wanderung begleitet. Auch die Bade- und Saunafreunde kamen voll auf ihre Kosten. Am Abreisetag verbrachten die Wittingerinnen nochmals mehrere Stunden in Goslar – nicht, ohne ihrer Gründerin Christa Kruse einen herzlichen Gruß aus dem Harz zu schicken. Schon während der Rückfahrt wurde über neue Aktivitäten nachgedacht. Bis zum halben Jahrhundert Damenvolleyball beim MTV ist es nicht mehr so weit...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare