Hallenfußball – 7. Großer Germanen-Cup: Eintracht Nord Wolfsburg verteidigt souverän Titel / Wittingen Gruppendritter

Parsau fehlen Sekunden zum großen Coup

Enge Entscheidung: Die Lokalmatadoren vom FC Parsau (r.) setzten nicht nur dem späteren Finalisten TSV Wolfsburg mächtig zu. Zum Viertelfinal-Einzug reichte es dennoch nicht. Fotos: Gades

Rühen. Abgezockte Titel-Sammler! Die Landesliga-Fußballer des VfR Eintracht Nord Wolfsburg setzten am Sonnabend ihren Triumphzug durch die Hallen der Region fort und wiederholten ihren Vorjahreserfolg bei der siebten Auflage des Germanen-Cups in Rühen.

Fast hätte auch Veranstalter FC Parsau von sich reden gemacht.

Den blau-gelben Lokalmatadoren, als einziger Vertreter der 1. Kreisklasse klassischer David im hochkarätig besetzten Feld, fehlten nur Nuancen zur Sensation, sprich dem Viertelfinaleinzug. Im Auftaktspiel gegen den späteren Finalisten TSV Wolfsburg kassierten die Parsauer erst 20 Sekunden vor Schluss das 1:2. „Das müssen wir nach Hause bringen“, haderte FC-Trainer Andreas Triller. Doch dafür sei sein Team einfach noch zu grün gewesen. So wie auch beim 2:2 gegen den Landesligisten SSV Vorsfelde, als von der Zwölf-Minuten-Spielzeit gerade einmal noch zehn Sekündchen übrig waren... „Schade“, seufzte Triller. „Mit vier Punkten hätten wir im Viertelfinale gestanden.“ Schlussendlich hätte die Güte der Gegner bei den engen Entscheidungen den Ausschlag gegeben, bilanzierte Parsaus Personalchef. „Am Endes des Tages kann man sagen, wir haben gut mitgehalten. Aber es macht eben die Klassen-Zugehörigkeit aus, dass die individuelle Stärke einzelner zum Tragen kommt.“

Erhobenen Hauptes konnte auch Turnier-Neuling VfL Wittingen/S. den Budenzauber verlassen. Trotz der Niederlagen gegen die Bezirksligisten Reislingen-Neuhaus (0:1) und dem in der Vorrunde stark auftrumpfenden VfB Fallersleben (1:4) hätte das Team von Naim Fetahu noch in die Runde der besten Acht einziehen können. Mit einem Sieg mit vier Toren Differenz gegen den TSV Hehlingen. Das 3:1 war ein versöhnlicher Abschluss, dennoch mussten die Wittinger dem TV Jahn Wolfsburg eines von zwei Tickets für die besten Gruppendritten überlassen. „Die Chancen waren da, aber ich bin dennoch zufrieden. Wir waren nur mit der halben Truppe da“, erklärte Fetahu und hätte nichts gegen eine Zweitauflage 2014 beim Germanen-Cup. „Wenn Parsau uns einlädt, würden wir wieder hinfahren.“

Erwartungsgemäß avancierte das Turnier in der K.o.-Runde zur reinen Wolfsburger Stadtmeisterschaft. Mit Eintracht Nord als Dominator. „Der VfR hat völlig überzeugend gewonnen“, sagte Thomas Dammköhler vom FC. Das Feedback sei positiv gewesen, die Besucherzahl bezeichnete er angesichts des Spiels des VfL Wolfsburg als „zufriedenstellend“.

Torjägerkanone: Kahlid Baoussar (TSV Wolfsburg/7 Tore); bester Spieler: Christoph Gehrmann (SSV Vorsfelde); bester Torwart: Maurice Naujoks (TSV Wolfsburg).

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare