Fußball: ...Gifhorns Spielausschuss-Chef / Platzkontrolle möglich: Wer es übertreibt, dem droht Punktabzug!

Die paar Tropfen: Ausfälle irritieren...

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Die Netze hochgeklappt, der Rasen leer: So wie hier am Ernst-Hiestermann-Platz des VfL Knesebeck sah es am gestrigen Sonntag vielfach aus auf den hiesigen Fußball-Plätzen. Was den Spielausschuss-Vorsitzenden doch verwunderte. 

Gifhorn. Als das IK Timo Teichert gestern Mittag telefonisch erreichte, war er gerade von einem Schiedsrichter-Einsatz in Wahrenholz auf dem Weg nach Hause.

Sprich: Der Spielausschuss-Vorsitzende des NFV-Kreises Gifhorn hatte sich höchstpersönlich einen Eindruck von den vorherrschenden Platzbedingungen machen können. Entsprechend erstaunt reagierte Teichert auf die vielen Spielausfälle, speziell in der Fußball-Kreisliga. All das nach dem trockensten Jahr respektive Herbst seit Ewigkeiten und tagelang überschaubaren Regenfällen bis zum Anpfiff.

„Dass in der Kreisliga beim ersten Regen fünf Spiele ausfallen, verwundert mich schon. Das Wetter ist doch klasse gewesen bislang. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass nicht alle Plätze tatsächlich unbespielbar sind“, sagte Gifhorns Herr der Spiele mit unterschwelligem Argwohn. Denn die Vereine haben die Messlatte damit auf Grasnarben-Niveau angelegt... Häufig wäre das für die Clubs eine probate Ausflucht, wenn etwa (Stamm-)Spieler aus anderen Gründen fehlen. Wobei etwa beim FC Brome, der beide Herrenpartien bereits am Samstag gestrichen hatte, nichts gegangen sei, beteuerte Trainer Mark-Oliver Schmidt. „Unter der Woche waren die Plätze knüppelhart, dann kam der Regen dazu. Es war wie Schmierseife.“ In seinen Augen sei auch der Vorstand des Fußball-Kreises gefordert, sich alternative Lösungen zu überlegen. Etwa im Notfall einem Verein auch im Rückspiel das Heimrecht abzusprechen.

Die ersten Absagen vor der Winterpause müsse der Spielausschuss, insofern die obligatorischen Platzsperren-Protokolle innerhalb von zehn Tagen vorliegen würden, zunächst so hinnehmen, sagte Teichert. „Die sind für uns maßgeblich.“ Selbstverständlich sei es grundsätzlich zu aufwendig, quer durch den Kreis zu tungeln, um die Richtigkeit eines Ausfalls zu verifizieren.

Und dennoch schickte Teichert eine Warnung los. Seit zwei Jahren sei es laut Spielordnung möglich, dass der Ausschuss bei berechtigtem Zweifel die vermeintliche Platzsperre selbst unter die Lupe nehmen kann. „Wenn ein Verein es übertreibt und eine Häufung bei Nicht-Übereinstimmung des Wetters passiert, dann werden wir das kontrollieren“, versicherte Teichert. Zweimal sei es so schon zu Punkt-Abzügen (!) gekommen. „Und das tut dann weh, wenn die Vereine um Auf- oder Abstieg spielen“, betont der Spielausschuss-Vorsitzende.

Fakt ist: Wer am kommenden Sonntag nicht in einem der zwei Pokal-Wettbewerbe im Einsatz ist, bekommt die Partie direkt wieder neu angesetzt. Die übrigen Begegnungen werden am 16. Dezember nochmals terminiert.

Von Ingo Barrenscheen

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