Olympia: 3. Platz im Mixed-Team

Deutsches Judo-Team um Giovanna Scoccimarro holt Bronze im Mixed-Wettbewerb

Das deutsche Judo-Team mit der Bronzemedaille
+
Da ist das Ding! Das deutsche Judo-Team um Giovanna Scoccimarro (links, stehend) holt sich zur Premiere des Mixed-Wettkampfes die Bronzemedaille.
  • VonAron Sonderkamp
    schließen

Sie haben es geschafft! Das deutsche Judo-Team um Giovanna Scoccimarro holt sich im Mixed-Team-Wettbewerb die olympische Bronzemedaille.

Tokio/Isenhagener Land – Es ist vollbracht! Das deutsche Judoteam um die Lessienerin Giovanna Scoccimarro holt im allerersten Mixed-Wettbewerb dieser Sportart bei Olympia die Bronzemedaille. Am vergangenen Samstagmittag wurde der Traum vom Edelmetall mit einem Sieg über die Niederlande im kleinen Finale Wirklichkeit. Anschließend kullerte im Ippon Budokan die ein oder andere Freudenträne.

Das erste Match gegen das Refugee Olympic Team (olympisches Flüchtlingsteam) verfolgte Giovanna Scoccimarro noch vom Rand der Matte. Ob das weniger anstrengend war, sei mal dahingestellt. Denn auch neben der Kampffläche kamen die Judoka ordentlich ins Schwitzen. Es wurde gebrüllt, geklatscht und angefeuert, was das Zeug hielt.

Nach dem souveränen 4:0-Sieg im Auftaktkampf wartete die Heimmannschaft aus Japan. Für das Judo-Ass aus Lessien war es der Auftakt in den Wettkampftag. Es sollte allerdings kein erfolgreicher werden. Mit Ippon musste sie sich gegen Chizuro Arai geschlagen geben – wie auch schon im Einzel. Nach einer 2:4-Niederlage ging es also in die Trostrunde (Repechage).

Und hier leistete auch die hiesige Olympionikin Wiedergutmachung. Nach nur knapp anderthalb Minuten besiegte sie die Mongolin Gankhaich Bold. Das Team gewann mit 4:2. Es ging also um Bronze...

Im kleinen Finale wartete ein starkes niederländisches Team. Scoccimarro scheiterte zwar an Sanne van Dijke, doch nach hart geführten Kämpfen hieß es schlussendlich 4:2 für Deutschland. Die Medaille war sicher.

Kurz nach der Entscheidung brach der große Jubel los und die Lessienerin ließ ihren Emotionen ein Stück weit freien Lauf. Sofort flossen die ersten Tränen. Man merkte, wie viel diese Medaille bedeutete. Das bestätigte Scoccimarro später auch im Interview mit der Sportschau: „Das war sicherlich ein ganz besonders schönes Erlebnis für uns. Dieser Mixed-Wettbewerb ist toll, denn er schweißt das Männer- und Frauenteam noch einmal ganz besonders zusammen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare