Frauenfußball – Bezirksliga: SG verliert auch gegen Schlusslicht Sambleben 0:1 / Wahrenholz verpasst knapp Remis

Oje! HaMa/W. seit 550 Minuten ohne Tor

Wieder nichts! Für die harmlose SG Hagen-Mahnburg/Wittingen (r.) gab es selbst gegen Schlusslicht Sambleben kein Durchkommen und deshalb eine bittere 0:1-Pleite. Foto: Jansen

War das der Anfang vom Ende? Die Fußball-Frauen der SG Hagen-Mahnburg/W. blieben auch im Bezirksliga-Kellerduell gegen Schlusslicht Sambleben so harmlos wie Puck, die Stubenfliege, und müssen nach dem 0:1 um den Klassenerhalt zittern.

Wahrenholz scheiterte knapp beim Tabellendritten.

SG Hagen-Mahnburg/W. –

FC Sambleben 0:1 (0:1)

Olaf Fraske redete erst gar nicht um den heißen Brei herum. „Das war das sechste Spiel in Folge ohne Torerfolg! Damit sind wir nicht Bezirksliga-tauglich und haben in dieser Klasse nichts zu suchen“, stellte der Trainer von HaMa/Wittingen nüchtern und ernüchtert nach dem 0:1 im kleinen Schicksalsspiel gegen den bis dato punktlosen Letzten aus Sambleben fest.

Seit fast exakt 550 Spielminuten hat die SG nun schon kein Tor mehr erzielt. Erschreckende Harmlosigkeit. Selbst gegen die schwächste Abwehr der Liga entwickelte HaMa/Wittingen kaum Durchschlagskraft. Ein 23-Meter-Schuss von Chiara Reichert (20.), den die in dieser Szene unsichere FC-Torfrau erst im Nachfassen parierte, und zwei halbwegs vielversprechende Chancen durch Indra Dannheim und Carolin Nagel: Das war alles, was die überlegenen Gastgeberinnen in 90 Minuten offensiv zu Werke brachten. „Wir sind nicht in der Lage, Torgefahr zu entwickeln“, seufzte Fraske. Ihm tat die Schlappe besonders für Torfrau Theresa Kröger leid, die ihr Saisondebüt feierte und sich durchaus auszeichnete. „Sie hat ein halbes Jahr nur trainiert und ihre Sache hervorragend gemacht, aber es wurde nicht honoriert.“ Weil Sambleben nach einer Ecke das goldene Tor erzielte. HaMa/Wittingen sehnt nun immer stärker die Winterpause und die erhoffte Rückkehr von Torjägerin Fabienne Nagel herbei.

Tore: 0:1 (37.).

VfB Peine –

VfL Wahrenholz 3:2 (2:1)

Kurzweilen dämmerte Trainer Norbert Gans ein Déjà-Vu. Letztendlich aber schlug sich Wahrenholz beim favorisierten Tabellendritten Peine wacker, wenngleich auf der Habenseite eine Null stand.

„Die ersten 20 Minuten waren etwas holprig, weil wir auch etwas anders besetzt waren – da hatte ich Bedenken. Peine hat gut losgelegt, das erinnerte mich fast an Salzgitter“, sah Gans zunächst Parallelen zur jüngsten 3:9-Klatsche. Doch der VfL fing sich und kam mit einem herrlichen Freistoßtor durch Carmen Ball zum Ausgleich (26.). Kurz vor und nach der Pause schlug der VfB aber erneut zu. Gerade das 3:1 wurmte Gans, übernahmen die Wahrenholzerinnen doch mit der zweiten Halbzeit das Kommando. „Wir haben die Kurve gekriegt, waren dann die bessere Mannschaft. Einsatz und Wille waren da.“ Doch mehr als der Anschlusstreffer durch Torjägerin Maren Krebiel (61.) sprang nicht heraus, obwohl dem Neuling noch eine gute halbe Stunde blieb.

„Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt“, urteilte Gans. Auch wenn keine Punkte heraussprangen, so gewann Wahrenholz aber zumindest die Erkenntnis, dass Salzgitter wohl nur eine Eintagsfliege war und das Team mithalten kann.

Tore: 1:0 (12.), 1:1 Ball (26.), 2:1 (40.), 3:1 (55.), 3:2 Krebiel (61.).

Von Ingo Barrenscheen

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