Fußball – Sportwoche beim VfL Vorhop: FCO fordert heute nach 2:0 Topfavorit Wahrenholz / Ruder-Blitztor reicht HSV

Ohretals junge Wilde setzen Duftmarke

+
Komm’ in meine Arme: Vorbereiter Sebastian Seidler (r.) bejubelt mit Vollstrecker Sören Meyer das 1:0 für den FC Ohretal.

Vorhop. Gut Ding will Weile haben. Es ging etwas schleppend los am gestrigen Auftakt-Abend bei der Nummer eins der Sportwochen in Vorhop, doch so gesehen hat das VfL-Vorzeigemodell auch noch Luft nach oben in den kommenden Tagen.

Nach einem eher trostlosen 1:0-Sieg des SV Hankensbüttel über den TSV Schönewörde erhöhte zumindest der FC Ohretal beim 2:0 gegen den Wesendorfer SC die Schlagzahl und unterstrich, dass die Verantwortlichen mit den Rot-Grünen einen guten Griff getan haben als Plan B für den VfL Knesebeck.

TSV Schönewörde – SV Hankensbüttel 0:1 (0:1)

Nur selten wurde Hankensbüttels Schlussmann Malte Hundt (l.) so in Bedrängnis gebracht wie bei dieser Kopfball-Abwehr. Dem TSV Schönewörde fehlte im Auftaktspiel der Vorhoper Sportwoche die Durchschlagskraft, der HSV gewann 1:0.

Das wusste zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich noch niemand, aber: Nach zwei Minuten war bereits alles gelaufen zwischen Hankensbüttel (das ohne seine Top-Zugänge Lennard Emmermann und Ali Jfeily antrat) und Schönewörde. Ein Kopfball von Boris Ruder diente als goldenes Tor, das dem HSV alle Finalchancen wahrt. „Ein schöner Treffer, fast gar nicht zu verteidigen, erst Recht bei seiner Größe“, erkannte TSV-Spielertrainer Dennis Dornuf neidlos an. Nachdem Dennis Moor eine weitere gute Gelegenheit mit einem Kopfball für die Hankensbütteler vergeben hatte, zirkelte Dornuf selbst einen Freistoß nur haarscharf vorbei (19.). „Er hat, glaube ich, den Pfosten gestriffen“, so der Schütze. Eine weitere Standard-Situation in Hälfte zwei beschwor noch einmal ein wenig Gefahr herauf, ansonsten „war bei uns die Durchschlagskraft nicht vorhanden“, bemängelte Dornuf. In der zweiten Hälfte verstrickten sich beide Teams auch fast nur noch in Nickligkeiten. „Für ein Vorbereitungsturnier ein paar zu viele...“, kritisierte Schönewördes Schlüsselfigur. Die vielen Fouls mündeten in einer Gelb-Roten Karte gegen Hankensbüttels Florian Niedzielski (57.), die aber nicht mehr ins Gewicht fiel.

• Tor: 0:1 Ruder (2.).

Wesendorfer SC – FC Ohretal 0:2 (0:1)

Wer ist hier der Kreisligist!? Diese Frage konnte man sich im zweiten Abendduell durchaus stellen. Denn nicht etwa die klassenhöheren Wesendorfer (die zugegebenermaßen mit einer bunten Tüte aus Erster, Zweiter und A-Jugend an den Start gingen), sondern Underdog Ohretal gab den Takt vor. Das schlug sich dann auch relativ schnell in der verdienten Führung durch Youngster Sören Meyer nieder (11.), der nach einem Steilpass von Neuzugang Sebastian Seidler herrlich mit einem Schlenzer ins lange Eck vollendete. Und der FCO-Angreifer hätte in der ersten Halbzeit bei zwei weiteren Hochkarätern nachlegen können. Genauso wie nach dem Seitenwechsel Ohretals Joker Rasmus Banse. „Er hatte auch ein paar auf dem Schlappen“, meinte Turnierchef Nicky Urbanitsch. Es sei auf jeden Fall mehr Tempo in der Partie gewesen. „Ohretal konnte mehr Akzente setzen“, meinte Vorhops Vorsitzender. Es dauerte allerdings bis zur letzten Minute, ehe Hannes Plaster nach einem Spielzug durch die Mitte den Deckel drauf machte. Der FCO ist damit erster Herausforderer für den Gruppen- und Turnierfavoriten VfL Wahrenholz. Auf dieses Match können sich die Fans heute freuen.

• Tore: 0:1 S. Meyer (11.), 0:2 Plaster (60.).

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare