Fußball – 1. Kreisklasse 1: FCO erwartet „ekliges“ Grußendorf

Der FC Ohretal und das TSV-Dilemma

Beide stecken noch in Abstiegsnöten: Der TuS Ehra-Lessien (r. Thomas Feibig) ist zu Gast in Jembke, der VfL Wahrenholz II erwartet den TSV Brechtorf.
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Beide stecken noch in Abstiegsnöten: Der TuS Ehra-Lessien (r. Thomas Feibig) ist zu Gast in Jembke, der VfL Wahrenholz II erwartet den TSV Brechtorf.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Der Spitzenreiter pausiert. Erlebt die 1. Fußball-Kreisklasse 1 am Sonntag also einmal mehr ein Wechselspiel auf dem Platz an der durchdringenden Frühlingssonne? Der SV Tülau-Voitze könnte den spielfreien VfL Wittingen/S. fürs Erste wieder oben verdrängen, hat aber genau wie der dritte Aufstiegsanwärter SV Hankensbüttel eine knifflige Aufgabe zu lösen ab 15 Uhr.

Der Spieltags-Opener steigt um 13 Uhr in Wahrenholz, gefolgt von der Zwischenprüfung für den FC Ohretal um 14 Uhr.

VfL Wahrenholz II – TSV Brechtorf

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Ralph Meyer glaubt weiterhin fest an den Klassenerhalt. Zumal der Coach des Tabellenletzten Wahrenholz II eine andere Rechnung aufmacht: „Da Schönewörde schon weg ist, müssen wir ja nur noch Brome hinter uns lassen...“

Meyer spielt damit auf die bevorstehende Fusion des Nachbarn mit Vorhop an, durch die Schönewörde vermutlich seinen Platz in der 1. Kreisklasse räumen wird und dann als erster Absteiger feststünde. Doch auch ohne diese Hintertür sei die Rettung aus eigener Kraft nicht ausgeschlossen, erwidert der VfL-Coach. „Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen. Wenn sich das irgendwann bessert, werden wir auch nicht absteigen.“ Gegen Brechtorf (7.) rechnet sich Meyer wenigstens einen Punkt aus.

FC Ohretal – TSV Grußendorf

Ob es wohl am Vereinskürzel TSV liegt!? Bereits Schönewörde (0:2) sei „nicht gerade ein Lieblingsgegner“ gewesen, meint Ohretals Coach Matthias Bock. Für Grußendorf gilt, beim Blick auf die Statistik, das Gleiche. „Das Hinspiel (2:2, Anm. der Redaktion) war schon Käse.“ Vielleicht liege es an der „ekligen Spielweise“ des Tabellendrittletzten – wobei der FCO diese eigentlich auch beherrsche. Wie dem auch sei: Bock erwartet eine Trotzreaktion, immerhin schielen die Rot-Grünen noch auf den „Bereich Platz vier/fünf“. Im Gegensatz zur Vorwoche müssen die Ohretaler dafür einfach nur ihre Chancen nutzen und „abgewichster vor der Kiste sein. Eigentlich wissen wir, wo die Murmel hingehört.“

SV Jembke – TuS Ehra-Lessien

Ein Sechs-Punkte-Spiel im Boldecker Land. Um sich aus dem größten Schlamassel unten rauszuhalten, stünde sowohl Jembke (12.) als auch Tabellennachbar Ehra-Lessien (11.) ein Sieg gut zu Gesicht. Für die Gastgeber ist es das erste Kapitel in den Wochen der Wahrheit gegen die versammelte Keller-Konkurrenz. Der TuS indes blieb in den vergangenen zwei Pflichtspielen ohne eigenes Tor und wird zusehen, diese Ladehemmung abzulegen.

FC Germania Parsau – SV Tappenbeck

Was selbst mit einem Mega-Rumpfaufgebot möglich ist, demonstrierten die Überflieger vom FC Parsau zuletzt beim 8:2-Paukenschlag über Barwedel. Nun wartet mit Tappenbeck wieder „ein Brett“ laut Germanen-Coach Sören Henke. Er muss abermals extrem improvisieren. „Wir haben echt Personalnot. Aber wir werden das schon gewuppt kriegen.“ Wobei sich kein Blau-Gelber der Illusion hingeben dürfe, dass es wieder ein Schützenfest wird. Dennoch will Parsau seine „Steilkurve“ (O-Ton von Tülaus Trainer Werner Vodde) selbstverständlich fortsetzen und könnte mit einem Dreier sogar von Platz vier träumen, den derzeit Gegner Tappenbeck innehat. Henke: „Wir haben zur Winterpause gesagt: Die Rückrunde rechnen wir von Null an und wollen unter die ersten Drei der Rückrunde kommen.“

SV Tülau-Voitze – SV Barwedel

Tülau-Voitze arbeitet weiter daran, den zwei großen Aufstiegsfavoriten aus Wittingen und Hankensbüttel ausdauernd die Stirn zu bieten. Als Momentaufnahme winkt am Sonntag mal wieder die Tabellenführung. Doch Trainer Werner Vodde runzelt die Stirn beim Blick auf den Gast aus Barwedel. „Das ist immer so eine Losnummer. Sie sind unberechenbar. Mal gut drauf, aber genauso gut kann die Formkurve auch nach unten gehen.“ Zumal die eigene Vorstellung zuletzt in Wahrenholz trotz des schlussendlichen 4:1-Erfolgs „nicht überragend“ gewesen sei. Also schon ein echter Prüfstein für die Grün-Weißen.

TSV Fortuna Bergfeld – FC Brome II

„Niedergangs-Stimmung herrscht noch nicht.“ Auch Brome II liebäugelt laut Spartenleiter René Wedekind noch mit dem Rettungsanker, dass Schönewörde seinen Startplatz in der Klasse räumen könnte. Doch allein darauf kann sich das Schlusslicht freilich nicht verlassen, zumal Bergfeld (seit drei Pflichtspielen ohne Torerfolg) eines der wenigen verbliebenen Gegner aus dem unteren Tabellen-Segment darstellt. Wedekind: „Es wäre schön, wieder einen Dreier zu holen. Auch für die Stimmung.“

SV Hankensbüttel – TSV Schönewörde

Zwar geht der SV Hankensbüttel auf dem Papier als Favorit in die Partie, doch der Tabellendritte sollte gewarnt sein. Denn zuletzt präsentierte sich der TSV Schönewörde in beeindruckender Form, hat sich mit drei Siegen am Stück aus dem Abstiegskeller verabschiedet. Allerdings überzeugte die Mannschaft von HSV-Trainer Richard Matis auch jüngst beim 3:0 gegen Tappenbeck.

VON INGO BARRENSCHEEN

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