Silva und Michael Schulz feiern Geburtstag in der Wittinger Halle

Ohne starkes Ehepaar ginge nichts

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Happy Birthday: Silva (Zweite von links) und Michael Schulz (Dritter v. l.) wurden von den Spielerinnen der 1. Damen, Leonie Kochale (l.) und Anna Sauer, sowie dem SG VfL-Vorsitzenden Kai Schüttenberg (r.) geehrt.

Wittingen –- Ohne dieses Ehepaar würde sich in Wittingen kein Handball bewegen.

Der 58-jährige Michael Schulz und Frau Silva (55) bieten den Sportlern und Zuschauern in der Wittinger Realschulsporthalle nun schon seit über 20 Jahren als Hausmeister und Gastronomie-Verantwortliche beste Bedingungen.

Da wurde es doch mal Zeit für eine besondere Ehrung.

Auch beim Transport des gut gefüllten und daher ganz gewiss nicht leichten Präsent-Kartons mussten die Schulzes am Samstagabend wohl gemeinsam anpacken. Ein gutes Stichwort: Denn das Ehepaar packt auch zum Wohl der Wittinger Sporthalle an der Realschule immer wieder gemeinsam an. Wohlgemerkt jeden Tag! „Zumindest einer von uns beiden ist täglich hier in der Halle anzutreffen“, verrät Michael Schulz, um anzufügen: „Es geht auch nur zusammen.“ Die beiden Wittinger betreiben nun auch seit 20 Jahren – offiziell wurde am 1. Juni Geburtstag gefeiert – den Kiosk in der Halle und sorgen somit für das leibliche Wohl aller Gäste.

Nach dem Regionsoberliga-Duell der zweiten Handball-Herrenmannschaft der SG VfL Wittingen/Stöcken am Sonnabend erfolgte eine Würdigung („Das ist einfach schön, dass das so geschätzt wird“) der Arbeit des Ehepaars. Beispielsweise alle Erwachsenen-Teams der SG VfL oder auch die Mecker-Treppe, wie sich ein Fanclub nennt, waren vertreten. Dabei gab es als Präsente zahlreiche eingerahmte Mannschaftsfotos, Blumen oder auch Tassen. „Die Zusammenarbeit mit den beiden ist wirklich gut, man kann sich immer auf sie verlassen und findet bei kritischen Themen immer eine Lösung. Ich hoffe, dass das noch lange so weitergeht“, lobt SG VfL-Vorsitzender Kai Schüttenberg die Arbeit des Ehepaars.

Vor 22 Jahren übernahmen die Schulzes gemeinsam die Funktion des Hallenwarts von Klaus Schwiezer, der in Rente gegangen war. Zwei Jahre später sicherten sie sich dann auch noch die Verantwortung für den Hallen-Kiosk. „Unsere drei Kinder haben selbst auch Sport getrieben, also waren wir ja zwangsläufig oft genug in der Halle“, nennt Michael Schulz die Beweggründe. Die Devise des Ehepaars lautet: „Die Halle muss in einem guten Zustand sein und laufen, die Hallenordnung eingehalten werden.“

So geben die Hallen-Pächter den einzelnen Mannschaften beim Training bis 22 Uhr Zeit, bis sich der Schlüssel dreht. „Wir sind sehr erpicht darauf, dass das eingehalten wird“, verrät Michael Schulz. Doch Probleme oder gar Streitereien gibt es höchstselten. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen, der Stadtverwaltung und der Brauerei („Es geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen“) läuft gut. „Nutznießer sind unter dem Strich alle“, fügt der 58-Jährige, früher übrigens selbst mal Handball-Trainer, an. Er freut sich, ebenso wie seine Ehefrau, schon auf die nächsten Jahre. Dass es allerdings noch einmal deren 20 werden, schließen Silva und Michael Schulz aus.

VON FLORIAN SCHULZ

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