Handball – Oberliga Damen: VfL Wittingen kassiert gegen Gifhorn deutliche Niederlage / Trainer Bühlow findet klare Worte

Ohne Eschert! VfL mit Angsthasen-Handball

Im Angriff zu harmlos! Den Oberliga-Damen des VfL Wittingen (Karen Michael/m.) fehlte es im Heimspiel gegen Gifhorn nach der Verletzung von Spielmacherin Svenja Eschert an der Durschlagskraft in der Offensive. Foto: Jansen

Wittingen. Einen guten Tag hatte sich Axel Bühlow, Trainer der Wittinger Oberliga-Handballerinnen, für das Heimspiel gegen den MTV Gifhorn gewünscht. Doch daraus wurde nichts. „Für uns war es Karfreitag, der 13.

“, haderte Bühlow nach der deutlichen 28:17-Niederlage bereits mit dem Geschehen am Vorabend.

Ausgerechnet Spielmacherin Svenja Eschert hatte sich im Abschlusstraining am Freitag einen Muskelfaserriss zugezogen. „Es ist schwer zu sagen, ob mit Svenja mehr möglich gewesen wäre. Fakt ist aber, dass wir durch ihre Verletzung in der Offensive deutlich an Qualität eingebüßt haben“, analysierte Bühlow äußerst treffend.

Gegen die Gifhorner Gäste, die nach rund vier Monaten mal wieder ein Auswärtsspiel gewannen, wirkte Wittingen wie ein Auto, das nur auf drei Pötten läuft. Gewillt, aber ohne wirklich 100 Prozent Leistung.

„Der Ausfall von Svenja hat uns hart getroffen. Wir konnten an Spielzügen kaum etwas machen. Deshalb habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie es über Einlaufen versuchen soll. Das hat auch zeitweise geklappt. Warum das nicht durchgezogen wurde, kann ich mir aber nicht erklären“, stand Bühlow vor einem Rätsel. „Das war phasenweise Angsthasen-Handball“, ärgerte sich der Übungsleiter.

Immer wieder blieb die Verantwortung in der Offensive bei den A-Jugendlichen Fenja Thoelke – mit fünf Treffern erfolgreichste Wittinger Schützin – und Karen Michael kleben. „Es kann nicht sein, dass viele Spielerinnen, die zum Kader der ersten Damen-Mannschaft zählen, die Verantwortung abgeben und glauben, Fenja wird es schon richten. Da müssen sie mehr Verantwortung übernehmen und auch mal dahin gehen, wo es weh tut“, fand Bühlow deutliche Worte.

Neben den A-Juniorinnen verdiente sich auch Torfrau Mascha Betzinger ein Trainerlob. „Sie hat einige Bälle gehalten und Schlimmeres verhindert.“

Auf einen Punktgewinn konnte die Mannschaft aus der Brauereistadt nur zu Beginn der Partie hoffen. Bis zum 6:8 hielt der VfL den Rückstand in Grenzen. Danach fehlte es sowohl in Angriff wie Abwehr an Leistung, um Karfreitag den 13. wieder gutzumachen.

Von Matthias Jansen

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