Handball – Verbandsliga Herren: SG VfL trifft auf wiedererstarkte Rosdorf-Grone

Offensive Deckung als Hindernis

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Trainer Christian Gades (links) wird mit seiner SG VfL Wittingen/Stöcken einige Stunden bei der HG Rosdorf-Grone verbringen. Und das in doppelter Funktion.

Rosdorf – Verkehrte Welt für Christian Gades. Und das nur binnen weniger Stunden. Mit den Damen trifft der Trainer in Doppelfunktion (siehe Artikel unten) auf den Primus HG Rosdorf-Grone. In der Handball-Verbandsliga der Herren herrscht genau das Gegenteil.

Die SG VfL Wittingen/Stöcken rangiert auf dem zweiten Platz, ist erster Verfolger des Primus TV Jahn Duderstadt. Erneut geht es für Gades heute Abend (18 Uhr) gegen Rosdorf-Grone, die aber hier im Tabellenkeller rumkrebsen. Ein Vorteil bringt die ganze Geschichte mit sich. „Ich muss nur an einem Ort sein und nicht viel reisen“, witzelte der Übungsleiter.

Derzeit ist Gades für jeden Spaß zu haben. Kein Wunder: Seine Truppe hat sich in der Liga zu einer wahren Auswärtsmacht entwickelt. Die Brauereistädter sammelten drei Siege in Folge ein. Und die Serie soll nun auch beim Drittletzten nicht reißen. „Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst“, so Gades. Respekt ist auch angebracht, denn Rosdorf-Grone konnte die jüngsten beiden Partien für sich entscheiden. Unter anderem ein 26:25-Erfolg gegen den VfB Fallersleben. „Anscheinend haben sie sich jetzt gefangen. Ich hatte sie auch sowieso weiter oben erwartet in der Tabelle“, meint Gades, der seine Mannschaft insbesondere vor der offensiven Deckung des Gegners warnt. „Sie spielen mit einer 3:2:1-Abwehr. Und anscheinend trägt das langsam auch Früchte“, staunt der Coach nicht schlecht. „Einige Teams kamen damit wohl nicht klar. Darum müssen wir versuchen, viel Bewegung in unser Spiel zu bringen.“

Gades warnt sein Team

Er betont vor allem, dass es jetzt wichtig sei, nicht in Selbstverständnis zu verfallen aufgrund der guten Tabellenposition. „Wir müssen weiter hart arbeiten und in jedem Spiel 100 Prozent geben. Sonst kann das schnell auch wieder nach unten gehen“, mahnt Gades seine Schützlinge zur Vorsicht. Dass auf die Wittinger ein schwerer Brocken wartet, zeigt auch das Torverhältnis. Zwar stellt die HG Rosdorf-Grone mit nur 325 Toren die ungefährlichste Offensive, doch stehen auf der anderen Seite auch nur 368 Gegentreffer – für ein Kellerkind ein ordentlicher Wert. „Sie haben viele enge Pleiten kassiert. Wir sind gewarnt“, betont Gades.

Wenn alles glatt läuft, könnte es für den Trainer sogar ein Vier-Punkte-Wochenende werden. Und dafür muss sich Gades nicht einmal viel bewegen.

VON JANNIS KLIMBURG

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