Fußball – Wittinger Kreispokal, Viertelfinale: Rühen träumt von Ruhm reloaded

Oesingens letzter Saison-Rettungsanker

In der Runde der letzten Acht gastiert der SV Groß Oesingen (r. Eduard Litau) beim TuS Seershausen/Ohof.
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In der Runde der letzten Acht gastiert der SV Groß Oesingen (r. Eduard Litau) beim TuS Seershausen/Ohof.

Isenhagener Land – „Nur noch zwei Siege bis zum Endspiel!“ Diese verlockende Aussicht führten Torben König und René Boße, die Trainer des SV Groß Oesingen und SV BW Rühen, unisono ins Feld vor dem Viertelfinale im Wittinger Kreispokal am heutigen Ostersamstag.

Mit dem VfL Knesebeck (beim TuS Ehra-Lessien) liebäugelt noch ein dritter Nord-Kreisligist mit der Runde der besten Vier.

SV Barwedel – TuS Müden-Dieckhorst

In dieser Woche liefen sich Michael Goldbeck und Sven-Arne Börner bei der Arbeit nicht über den Weg. Zufall oder Vermeidungstaktik? „Man will ja den Sticheleien aus dem Weg gehen“, lachte Barwedels Co-Trainer Goldbeck vor dem Pokal-Duell gegen seinen Kollegen, der den TuS coacht. Wobei sich im Grunde ja erst im Nachgang herausstellt, wer wen piesacken kann. Die Gastgeber müssten gegen das Kreisliga-Kellerkind schon einen „Sahnetag“ erwischen fürs Weiterkommen, meint Goldbeck. Die Vorfreude auf das Highlight ist in jedem Fall „riesengroß. Ein Halbfinale wäre für Barwedel ja nichts Alltägliches. Wir spielen mit Linienrichter, das Wetter ist super, vielleicht kommen viele Zuschauer. Da freuen wir uns drauf.“

TuS Ehra-Lessien – VfL Knesebeck

In der Kreisliga hat der VfL Germania Ummern die Nase vorn. Auch deswegen nimmt der Pokal für den VfL Knesebeck mittlerweile auch einen höheren Stellenwert ein, als vorher gedacht. „Jetzt möchten wir natürlich auch ins Finale“, so die Ansage von Co-Trainer Sebastian Sommer. Zumindest die Hürde Viertelfinale scheint machbar. Denn die Einhörner treffen auf den gebeutelten TuS Ehra-Lessien. Doch Sommer warnt: „Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.“

SV Triangel – SV BW Rühen

Als der SV Rühen letztmals den Wittinger Kreispokal gewann, steckten einige Kicker der heutigen Mannschaft noch in den Kinderschuhen.

Vorrang hat die Meisterschaft, dennoch ist der SV BW Rühen (rechts) ambitioniert. Im Viertelfinale reist der Kreisliga-Zweite zum SV Triangel.

Doch die Erinnerungen an den Triumph 2010 sind durchaus noch gegenwärtig bei den Blau-Weißen, meinte Coach René Boße. „Aber Erfolge von früher bringen uns nichts.“ Im Hier und Jetzt könnte die neue Generation an frischen Meriten arbeiten. Und durch den Aufstieg in die Kreisliga und die bislang hervorragende Saison ist die Bedeutung des Cups durchaus gestiegen. „Sie ist höher als in der Vergangenheit. Auch wenn die Priorität Nummer eins immer die Liga ist“, betont Boße. Doch die Rühener verfolgen das Ziel, so weit wie möglich zu kommen. Immerhin hat der Verein in jüngerer Vergangenheit schon einige Höhepunkt vor großen Kulissen erlebt. „Das Pokal-Endspiel ist aber noch einmal eine ganz andere Stimmung.“ Mit Triangel wartet heute „schon eine schwere Nummer“, meint der Gäste-Trainer. Beim 2:1 im Punktspiel hätte sich seine Riege schwergetan. Favorit ist Rühen aber dennoch.

TuS Seershausen/Ohof – SV Groß Oesingen

„...und das ist auch gut so!“ Dieses geflügelte Wort prägte einst Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. Und wird nun von Oesingens Coach Torben König mit Blick auf den Oster-Einsatz adaptiert. „Sonst wären wir ja im Pokal nicht mehr dabei.“ Immerhin ist der Extra-Wettbewerb für den SVGO „der letzte Strohhalm, um die Saison zu retten“, unterstreicht König. In den Aufstiegskampf kann sein Team nicht mehr eingreifen, vielleicht aber eine andere Trophäe abstauben. Für das Viertelfinale beim TuS Seershausen/Ohof hat König eine klare Marschroute. Immerhin spielt der Zwölfte der 1. Kreisklasse 2 gegen den Sechsten der Kreisliga. „Wir müssen schon unseren Ansprüchen gerecht werden“, fordert Oesingens Dirigent. Wobei er sich keine sonderlichen Sorgen macht. Schon die Partie in der Runde zuvor hätte der SVGO „sehr professionell gelöst“ gegen den FC Ohretal (8:0). Wobei König auch nicht verborgen geblieben ist, dass der Gegner im Wettbewerb bereits Achtungserfolge über Wittingen und Wesendorf gelandet hat. Vorsicht ist geboten.

VON INGO BARRENSCHEEN

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