Handball – Verbandsliga: VfL vor Wochenende der Wahrheit Heute in Barsinghausen „erleben wir ein bisschen die Hölle“

Ober(liga), zwei Siege zum Mitnehmen bitte!

Wittingen. Die Finger von Kai Eschert bilden ein V. Wie Victory. Auf gut deutsch Sieg. Genau zwei davon benötigen die Handball-Herren des VfL Wittingen noch für die Verwirklichung ihres Traumes. Und so ist das Signal des Spielmachers auch als Bestellung zu verstehen.

Ober(liga), zwei Siege zum Mitnehmen bitte!.

Der VfL vor dem Wochenende der Wahrheit in der Verbandsliga! Zunächst kehren die Brauereistädter am heutigen Freitag (20 Uhr) in die Gaststätte Glück-Auf-Halle vom TSV Barsinghausen ein, am Sonntag dann bei der HSG Plesse-Hardenberg (17.15 Uhr). Zwei Nebenbuhler um den Aufstieg – Prost Mahlzeit! Nur 48 Stunden zwischen Glanz und Glorie oder Fehlschlag und Frust.

Mike Mühlenbruch betrachtet den Auswärts-Doppelpack aber nicht im Paket – er behält die Politik der kleinen Schritte bei. Fokus nur auf den heutigen Abend, auf Barsinghausen. „Wir dürfen nicht einen Schritt vor dem anderen machen. Mit dieser Devise sind wir bisher gut gefahren.“ So gut sogar, dass der VfL mit acht Siegen und 24:2-Punkten in Serie das Feld von hinten aufgerollt hat. „Es freut uns, wenn wir herhalten dürfen für solche Endspiele, wie es die Gegner nennen. Da war vor Wochen und Monaten nicht dran zu denken. Das ist ein gutes Gefühl“, ist Mühlenbruch stolz auf den zurückgelegten Weg.

Aber: Alles, was war, ist vergessen! Zurück auf Null, es zählt nur noch der Endspurt, um den zweiten Platz zu halten. Eine Saison reduziert auf die letzten drei allesentscheidenden Spieltage. Selbst die jüngste Sensation gegen Stadtoldendorf – nur die Kür. Jetzt folgt die Pflicht. „Wir dürfen jetzt nicht in ein Loch fallen, nur weil wir den Spitzenreiter geschlagen haben. Jetzt kommen die richtigen und wichtigen Aufgaben! Wir müssen noch einmal alles mobilisieren“, unterstreicht Mühlenbruch.

Er prophezeit seinem Team für das erste Schlüsselspiel teuflische Aussichten. „Wir werden ein bisschen die Hölle erleben.“ Barsinghausen hat sich rechtzeitig zur heißen Phase berappelt, seine Schwächephase abgeschüttelt. Fletschen die Barracudas, wie sie sich selbst nennen, auch gegen den VfL die Zähne? Oder präsentieren sie sich platt wie eine Flunder?

Unwahrscheinlich. Schließlich ist noch alles drin. Der TSV liegt nur zwei Zähler hinter Wittingen. Und demonstrierte seine Schlagkraft im Hinspiel (28:26). „Bemerkenswert war damals, dass Barsinghausen sehr ruhig und zielstrebig vorgegangen ist“, so Mühlenbruch.

Er selbst kann ein gewisses Kribbeln auch nach 25 Jahren im Handball-Geschäft nicht leugnen. „Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Er muss heute auf Keeper Stefan Sablottny (wird durch Enrico Gablik ersetzt) und womöglich auf Torben Hildebrandt verzichten. Auch so wollen die Wittinger die gleiche Basche-Masche heute Abend verhindern – und den TSV Barsinghausen über den Deister schicken!

Von Ingo Barrenscheen

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