Fußball – Kreisliga: Knesebeck vor WSC-Spiel ersatzgeschwächt

„Normaler Albtraum“ geht für VfL weiter

Schon das Hinspiel zwischen dem Wesendorfer SC (M.) und dem VfL Knesebeck wurde von beiden Seiten intensiv geführt. Auch am Sonntag wird kein Team zurückstecken wollen. Foto: Jansen

Knesebeck. Neues Jahr, altes Leid. Das Lazarett des VfL Knesebeck hat sich während der Winterpause nicht gelichtet. Im Gegenteil.

Vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Kreisliga gegen den Wesendorfer SC (Sonntag, 15 Uhr) erreichte Trainer Marco Lenz eine erneute Hiobsbotschaft. Kapitän Steffen Haven droht wegen Leistenbeschwerden eine längere Zwangspause.

„Das ist der ganz normale Albtraum“, flüchtet sich Lenz in Sarkasmus. Wieder muss der Knesebecker Coach das ungeliebte Personalpuzzle beginnen. Allerdings war dies in der Hinserie ein Erfolgsmodell. 22 Punkte sammelte der Aufsteiger bis zur Winterpause ein, hat sieben Punkte Vorsprung auf die – möglicherweise erweiterte – Abstiegszone.

„Wir sind da ganz entspannt, dürfen uns nicht verrückt machen lassen“, betont Lenz, der trotz des Vorsprung gerne wieder punkten würde. Die Hoffnung, dieses Mal besser aus der Pause zu starten („Wir brauchen sonst ein bis zwei Spiele, um wieder geradeaus laufen zu können“), beruht auf der Aussicht, sein Team habe im Vergleich zum schwachen Saisonbeginn dazugelernt.

„Viele haben anfangs gedacht, dass die Kreisliga ein Selbstläufer wird und es auch mit Halbgas geht. Jetzt wissen die Jungs aber, dass sie Woche für Woche alles geben müssen. Viele haben das auch schon so umgesetzt“, lobt Lenz, der hofft, so die fußballerischen Limits – bedingt durch die Verletzungen – kompensieren zu können.

Probleme mit Verletzten hat Kontrahent Wesendorfer SC derzeit nicht. Beim Test in Abbesbüttel/Rethen (6:1) konnte Trainer Jürgen Scheller weitgehend aus dem Vollen schöpfen. 14 Spieler standen im Kader, darunter auch die beiden Neuzugänge Christian Mikolajczyk (VfL Wittingen) und Michael Brendel (TSV Meine). Abzuwarten ist, ob Abwehrspieler Stefan Pikzak nun schon wieder eingreifen kann. Beim Test in Adenbüttel/Rethen fehlte er noch. Im Tor hatte Scheller Vitali Spack den Vorzug vor Stefan Will gegeben.

Von Matthias Jansen

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