Fußball – Kreisliga: Beim WSC hakt es hinten, beim HSV vorn und in Brome an Konzentrations-Kondition

Die Nordkreis-Leiden der jungen Serie

Irgendwie steht immer wer im Weg – manchmal auch die Spieler sich selbst... Dem SV Hankensbüttel (r. Jan Bührke) fehlt bisher die Durchschlagskraft in der Offensive. Foto: Barrenscheen

Die Leiden des jungen Werther? Nein, die Leiden der Nordkreis-Teams in der jungen Saison. Ob defensiv, offensiv oder mangelnde Konzentrations-Kondition: Wesendorf, Hankensbüttel und Brome haben alle so ihre eigenen Sorgen.

Die am Sonntag (15 Uhr) möglichst abgestellt werden sollen.

MTV Wasbüttel –

SV Jembke

Falscher Gegner zur falschen Zeit? Die Aussicht, nach der Wasbütteler Pleite in Wittingen (1:4) zum Top-Favoriten zu müssen, macht SVJ-Trainer Stefan Haage nicht sonderlich glücklich. „Ist gerade nicht so vorteilhaft“, gesteht Haage. Obwohl: Für Aufsteiger Jembke ist der Zeitpunkt des Zusammentreffens doch egal. „Punkte hatten wir nicht eingeplant“, meint Haage. Vielleicht kann Jembke den Frust beim MTV noch verstärken. „Wir wollen es Wasbüttel so schwer wie möglich machen.“ Aus einer sicheren Defensive soll gekontert werden. Kai-Arne Widdecke, Alexander Otto und Dirk Jacobs die Nadelstiche setzen. Pech: Neben der Kreuzbandriss-Fraktion Hendrik Kassel, Christopher Schuster und Christopher Neumann fällt auch Dennis Fricke (Knöchel) in Wasbüttel aus.

Wesendorfer SC –

SV Meinersen

Ein schnelles Wiedersehen. Schon im Wittinger Kreispokal standen sich WSC und SVM gegenüber. Mit dem besseren Ende für die Nordkreis-Mannschaft von Trainer Jürgen Fromhage. Nach Elfmeterschießen (5:4) siegte der Titelverteidiger. „Das wird wieder ein knappes Spiel“, orakelt Fromhage, dessen Team schon sechs Punkte einfuhr. Zufrieden ist der WSC-Trainer aber nicht. „Acht Gegentore sind zuviel“, ärgert sich Fromhage über einfache Fehler und mangelnde Positionstreue. Gegen Meinersen legt er für sich und seine Spieler ein Nervenschonprogramm auf. „Wir wollen gefestigter und defensiver stehen“, gibt Fromhage vor. Sicher nicht verkehrt, weil Offensiv-Allheilmittel Hikmet Ekinci noch im Urlaub ist.

TSV Meine –

SV Hankensbüttel

Ach, du meine Güte! Sven Reschke konnte nach dem 1:2 gegen Müden nur den Kopf schütteln. „Das war schon überraschend. Ich hatte mit der Niederlage nicht zwingend gerechnet“, gestand Hankensbüttels Trainer. Dabei sei die Pleite schon zwangsläufig zu Stande gekommen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr das geboten, was wir uns vorgenommen hatten“, ärgerte sich Reschke. Vor allem in der Offensive. „Uns fehlt die Durchschlagskraft, wir waren nicht zwingend genug. Daran werden wir arbeiten.“ In Meine könnte es zu überraschenden Umstellungen kommen. Ob man dem Überraschungsteam aus Meine – mit sechs Punkten aus drei Spielen – damit beikommt, bleibt abzuwarten. Eben eine Überraschung!

TuS Müden-D. –

FC Brome

Die Spionage-Tour von FCB-Trainer Thorsten Thielemann endete mit der eindeutigen Erkenntnis. Das wird schwer. „Müden spielt einen guten Fußball, ist sehr kampfstark und hat Hankensbüttel den Schneid abgekauft“, sagte Bromes Coach, der am spielfreien Wochenende am Jungbluthplatz weilte. „Wir müssen schon 150 Prozent geben, um erfolgreich zu sein“, meinte Thielemann, der wegen des Verletzungspechs den Abstiegskampf ausrief. Sorgen bereitet ihm die Konzentration seiner jungen Spieler. „Das reicht für 65 Minuten“, bilanziert Thielemann. Ein Spiel dauert nun aber etwas länger.

SV Leiferde –

VfR Wilsche-N.

Immer mal wieder etwas Neues! Mit Leiferde könnte nach dem vierten Spieltag das vierte Team die Liga anführen. Voraussetzung ist für die verlustpunktfreie SVL im Hit gegen den Dritten aus Wilsche mindestens ein Punkt. Darauf schielt Trainer Hartmut Müller aber nicht. „Platz eins wäre eine schöne Randerscheinung.“ Wichtiger sei ihm aber, dass seine Jungs Fußball spielen und den Zuschauern etwas bieten würden.“ Doch Vorsicht: „Wilsche ist torhungrig“, weiß Müller. Mit 13 Toren stellt der Neuling den treffsichersten Angriff.

SV Triangel –

SV Osloß

Kellerduell in Triangel! Beide Teams warten noch auf den ersten Sieg. Kurios: Ausgerechnet Osloß – in der letzten Saison noch mit Top-Torjäger Mario Fischer – hat Abschlusssorgen. Mit zwei Toren ist Osloß der zweitschwächste Angriff.

Von Matthias Jansen

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