Tischtennis – Bezirksoberliga Herren: Wahrenholz mit drei Spielen in 24 Stunden

Nonstop-Marathon zehrt an TTC-Substanz

Er hatte auch am Sonnabend ein schmerzverzerrtes Gesicht: Thomas Meinecke (l.) knickte um und musste am Sonntag zum Abschluss des Wahrenholzer Marathons passen. Foto: Barrenscheen
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Er hatte auch am Sonnabend ein schmerzverzerrtes Gesicht: Thomas Meinecke (l.) knickte um und musste am Sonntag zum Abschluss des Wahrenholzer Marathons passen. 

Wahrenholz. Da soll nochmal ein Fußball-Profi über die Doppelbelastung klagen. . .

Der TTC Wahrenholz riss am Wochenende drei Punktspiele in nicht einmal 24 Stunden in der Tischtennis-Bezirksoberliga ab! Ein absolutes Novum, das mächtig an die Substanz ging, räumte Teamsprecher Jens Wegmeyer ein.

Wie war es denn so mit dem Nonstop-Programm? „Ätzend“, erwidert Wegmeyer wie aus der Pistole geschossen. „Das haben wir noch nie gehabt und müssen wir auch nicht noch einmal haben.“ Denn der Match-Marathon erwies sich als äußerst kräftezehrend. Aus Termin-Not hatten die Wahrenholzer die Auswärtsspiele bei der Zweit- und Drittvertretung des SSV Neuhaus einfach direkt hintereinander gelegt am Sonnabend.

SSV Neuhaus III – TTC Wahrenholz 9:5

Die einleitende 5:9-Niederlage gegen den Tabellendritten empfand der TTC als ärgerlich. Immerhin legten die Gäste einen blitzsauberen Start in den Doppeln (3:0) hin. Wobei Burkhard Hoffmann/Jens Wegmeyer einen 0:2-Rückstand noch umbogen. Doch dann hätte seine Mannschaft „etwas den Faden verloren“, haderte der Teamsprecher. Nur noch zwei Einzelsiege – zu wenig, um den Favoriten zu Fall zu bringen. „Wir haben unglücklich verloren, da war mehr drin“, so Wegmeyer.

• Punkte: Bösche/Kuhn, Meinecke/Fromhage, Hoffmann/Wegmeyer; Wegmeyer, Hoffmann.

SSV Neuhaus II – TTC Wahrenholz 9:6

Nach fünf Minuten Atempause ging es Schlag auf Schlag weiter. Wohl gemerkt gegen den verlustpunktfreien, unangefochtenen Spitzenreiter... Es ergab sich fast eine Kopie des vorangegangenen Spiels. Wahrenholz legte wieder blendend los, auch wenn sich Wegmeyer/Hoffmann dieses Mal im fünften Satz mit 12:14 geschlagen geben mussten. Da auch die erste Einzelrunde pari-pari ablief, witterte der TTC seine Chance. Zumal Neuhaus’ Nr. 3 Fabian Beyer beide Matches verletzungsbedingt abschenken musste. Doch dieser Punkt am Grünen Tisch (oder eben nicht...) blieb der einzige im zweiten Durchlauf. So sprach Wegmeyer abermals von einer „unglücklichen Niederlage gegen einen starken Gegner.“

• Punkte: Bösche/Kuhn, Meinecke/Fromhage; Fromhage, Hoffmann (2), Kuhn.

TTC Wahrenholz – MTV Wasbüttel 9:7

Schon zwei Partien vom Vortag in den Knochen: Das merkte man dem TTC gegen das Schlusslicht an. „Wir waren alle schon ein bisschen platt, die Konzentration ließ nach“, gab Wegmeyer zu. Zu allem Überfluss war Thomas Meinecke gegen Primus Neuhaus II auch noch umgeknickt, am Morgen danach ging gar nichts mehr. Also musste kurzerhand Horst Meinecke einspringen, blieb aber chancenlos. So wurde es ein unverhofft enges Spiel. Allein sechs Duelle gingen über volle fünf Sätze. Doch dank einer kämpferisch guten Leistung tütete der TTC die Punkte ein – Uwe Bösche/Roger Kuhn machten im Entscheidungsdoppel (3:1) alles klar. „Wichtig, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten“, meinte Wegmeyer.

• Punkte: Bösche/Kuhn (2), Hoffmann/Wegmeyer; Hoffmann (2), Fromhage (2), Kuhn, Wegmeyer.

Von Ingo Barrenscheen

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