Fußball: Januar-Lockdown hat kaum Einfluss auf Re-Start im Bezirk und Kreis

„Noch nicht super-pressierend“

Noch kein Grund zur Panik: Der auf den kompletten Januar verlängerte Corona-Lockdown bringt die Saison im Fußball-Bezirk Braunschweig (hier der FC Brome/Marvin Keller und VfL Wahrenholz/r. Daniel Müller) noch nicht ins Wanken. Foto: ib

Braunschweig/Gifhorn – Auch in diesem Monat weder Training noch Spiel. Der verschärfte Corona-Lockdown bis Ende Januar hält den hiesigen Amateurfußball weiter fest im Klammergriff. Ein Szenario, das sich abgezeichnet hatte.

Allerdings: Während in anderen Regionen die Sehnsucht nach einem normalen Saisonende allmählich zu einem frommen Wunsch mutiert, löst die Pandemie-Verlängerung im Bezirk Braunschweig wie auch im NFV-Kreis Gifhorn vorerst noch keine Sorgenfalten aus.

Geht’s Ende Februar los?

Was schlicht und ergreifend mit den moderat gewählten Liga-Modellen zusammenhängt. In den meisten Fällen wurden die Staffeln halbiert, es gibt eine Hin- und Rückrunde. Im Höchstfall bedeutet dies 18 Saisonpartien für die Mannschaften, plus gegebenenfalls Auf- oder Abstiegsspiele. Ein bewusst überschaubar angelegtes Programm. Daher sagt der stellvertretende Bezirks-Spielausschussvorsitzende Klaus Henkel entspannt: „Rein theoretisch hat das erst einmal noch keinen Einfluss auf uns. Wir sind noch verhältnismäßig gut dabei, bei uns ist es noch nicht so super-pressierend.“ Prinzipiell ist zwischen Gifhorn und Göttingen der Plan angedacht, die 2020 ausgefallenen Paarungen in der Landes- und Bezirksliga vor den eigentlichen Start am 14. März zu legen und eventuell schon am 28. Februar loszulegen. Noch sei dies möglich, meint Henkel. Wohlwissend, dass die Corona-Realität auch dieses Fixdatum schnell ad absurdum führen kann. „Man kann nicht davon ausgehen, dass am 1. Februar wieder alles gut ist.“

Dass etwa in der Oberliga Niedersachsen (siehe Info-Kasten) oder auch im Bezirk Lüneburg umgedacht werden muss, läge an der anderen Herangehensweise mit Qualifikationsrunden und anschließender Aufsplittung in Meister- und Abstiegsrunden seinerzeit. Henkel: „Dort war man vielleicht etwas euphorisch seinerzeit.“

Oldie-Start wird verlegt

Zumindest marginale Auswirkungen auf eine ganz bestimmte Altersgruppe hat der komplette Januar-Lockdown auf den Kreis Gifhorn. Denn der hiesige Spielausschuss-Chef Timo Teichert hatte am ersten Februar-Wochenende Nachholspiele bei den Altherren und -senioren neu angesetzt. Diese wäre zwar theoretisch nach wie vor denkbar. Aber Teichert will den Oldies keinen Re-Start aus der kalten Hose zumuten. „Das macht keinen Sinn.“ Ergo werden diese Vorboten mit allergrößter Wahrscheinlichkeit weiter nach hinten im Jahr verlagert. Denn auch Gifhorns Spielplan-Jongleur sieht kein grünes Licht für die Kicker im kommenden Monat. „Wenn am 1. Februar die Politik die Info rausgibt, dass wir wieder trainieren und spielen dürfen, wäre das ein Wunder...“

Die Herrenteams auf Kreisebene sind zunächst noch nicht betroffen durch die jüngste Entwicklung. Wobei Teichert betont: „Wenn das auch im Februar noch so weitergeht, kommen auch wir in Schwulitäten. Dann müssen wir gucken, wo wir das alles lassen. Entweder englische Wochen oder der NFV verlängert die Saison bis zum 31. Juli.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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