Fußball – Kreisliga: Germania Ummern erwartet im Samtgemeinde-Derby Wesendorfer SC

Nicht vergessen! VfL mit offener Rechnung

Wieder eng an den Gegenspielern sein möchte der VfL Germania Ummern (l. Vitalij Sterz, r. Niklas Bartsch) auch im Derby gegen den Wesendorfer SC.
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Wieder eng an den Gegenspielern sein möchte der VfL Germania Ummern (l. Vitalij Sterz, r. Niklas Bartsch) auch im Derby gegen den Wesendorfer SC.

Ummern – Vielleicht ist es in dieser Saison doch mehr die territoriale denn die tabellarische Nähe, die das Duell in der Fußball-Kreisliga zwischen dem VfL Germania Ummern und dem Wesendorfer SC am Sonntag (14 Uhr) so brisant macht.

Doch auch wenn beide Teams im Klassement aktuell durch stattliche zwölf Punkte voneinander getrennt sind, so glauben die Verantwortlichen auf beiden Seiten an ein spannendes Einheitsgemeinde-Derby.

In selbiges gehen die Germanen nach zuletzt drei Siegen in Folge und dem Sprung auf Rang drei zwar als Favorit, doch zu sicher sein möchte sich Ummerns Trainer Jörg Drangmeister im Vorfeld nicht. „Natürlich ist es nicht vermessen, wenn ich sage, dass wir die drei Punkte daheim behalten wollen. Doch wir dürfen nicht den Fehler machen und Wesendorf unterschätzen“, ist Drangmeister beim Blick auf die letzten Resultate des Kontrahenten aufgefallen, dass dieser sich leicht im Aufwind befindet.

Das gilt allerdings auch für den VfL. Dieser ließ es zuletzt in Wittingen (5:0) richtig krachen, zeigte seine womöglich stärkste Saisonleistung. „Es wird schon verdammt schwierig, an die dortige erste Halbzeit anzuknüpfen. Doch genau das ist unser Ziel“, so Drangmeister, der aufgrund seiner OP erst einmal längerfristig auf Sebastian Kuhls verzichten muss. Doch was genau zeichnet seine Mannschaft momentan so derartig aus? „Einerseits sind die Stützpfeiler momentan fit und treiben die weiteren Akteure immer wieder erfolgreich an, dazu unterstützen sich die Jungs gegenseitig.“ Des Weiteren haben die Germanen aus der Vorsaison noch ein Hühnchen mit dem WSC zu rupfen. Damals verloren sie das Nachbarschaftsduell mit 1:3. „Das wollen wir so natürlich nicht stehen lassen“, macht Ummerns Coach deutlich, wenngleich er klarstellt: „Es wird schon ein schwieriges Spiel.“

Gern an den Sieg aus der vergangenen Spielzeit in Ummern erinnern sich natürlich die Wesendorfer zurück. „Schon damals habe ich gesagt, dass wir den Gegner erst einmal kommen lassen und ihn dann zu Fehlern zwingen wollen. Das ist auch diesmal unser Ziel“, äußert sich im Vorfeld WSC-Co-Trainer Hans Götz. Die Blau-Weißen waren in der Vorwoche nicht im Einsatz, konnten wieder neue Kräfte sammeln. „Wir dürfen Ummern natürlich nicht ins Laufen kommen lassen“, weiß Götz. Im taktischen Bereich wurde unter der Woche noch einmal intensiv im Training gearbeitet. Vor exakt einer Woche verabredete man sich zudem zu einem Mannschaftsabend. „Da haben wir mit den Spielern diskutiert und sie haben eingesehen, dass der Grund für die Misere nicht wir als Trainerteam sind, sondern die schwache Trainingsbeteiligung während der gesamten Saison“, erklärt der Assistent von Matthias Hopp.

Die wenigen Kilometer nach Ummern treten die Wesendorfer vermutlich mit einem breiten Kader an. „Ein Punkt wäre für uns sehr schön und würde uns sehr guttun“, so Götz, der sich zudem „viele Zuschauer und guten Fußball“ im Derby wünscht. Damit ist er vermutlich nicht der Einzige...

VON FLORIAN SCHULZ

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