Fußball – Kreisliga: Sebastian Linne hat sich beim VfL Vorhop zurückgekämpft

Nicht noch ein „Seuchenjahr“

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Siegerpose: Sebastian Linie hätte mit dem VfL Vorhop wieder gerne mehr Grund zum Jubeln. Vor alle, will er aber selbst nach einem "Seuchenjahr" gesund bleiben und seiner Mannschaft helfen.

Vorhop. Der VfL Vorhop alias das gallische Dorf ist im ganzen Nordkreis bekannt für seinen Kampfgeist, seine Leidenschaft und seinen Willen, keinen einzigen Zentimer Rasen zu verschenken. Das scheint in der Natur des Vereins zu liegen und überträgt sich auch auf seine Spieler.

Denn: Sebastian Linne, der vor einem Jahr vom TV Emmen zu den Rot-Weißen kam, ist eine wahre Kämpfernatur.

In der vergangenen Saison stand der 27-Jährige nur sehr sporadisch auf dem Platz. Wegen einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung absolvierte Linne nur zehn Partien in der Kreisliga. „Es war die Hölle. Solch eine Seuchensaison möchte ich nicht nochmal erleben“, betont der Defensivakteur. Doch es scheint endlich bergauf zu gehen. Die Vorbereitung konnte Linne ohne Probleme durchziehen und prompt glänzt der Staubsauger auf dem Platz. „Er hat im defensiven Mittelfeld alles abgeräumt“, lobte Trainer Walter Dürkop seinen Schützling nach der Partie gegen den SV BW Rühen (2:2).

Er ist eine wertvolle Verstärkung für den VfL Vorhop, auch weil er Bezirksliga-Erfahrung mitbringt. Denn der 27-Jährige begann seine Karriere im Herrenbereich beim SV Sprakensehl und kam dort zu einigen Einsätzen in der sechsthöchsten Spielklasse. Allerdings war beim SSV nicht alles Gold, was glänzte. „Irgendwie hat sich alles zerbrochen nach einer Zeit, weil dann auch die Rückendeckung vom Vorstand

fehlte. Viele Spieler sind abgehauen und ich dann auch gleich mit“, erzählt Linne. So fand der Mittelfeldspieler sein Glück in seiner neuen Heimat Emmen, zog aber eben nach einem halben Jahr schon weiter zum VfL Vorhop. „Es hat richtig Lust gemacht in Emmen, aber ich wollte eben nochmal höherklassiger spielen, so lange meine Knochen es noch mitmachen“, betont Linne.

Doch warum unbedingt der VfL Vorhop? Simple Antwort vom 27-Jährigen: „Nun ja, ich hatte vorher schon viele Gespräche geführt mit Nicky Urbanitsch und kannte einige Spieler schon. Das hat den Wechsel dann relativ leicht gemacht.“ Und so wurde er dann in Vorhop auch aufgenommen, mit einer gewissen Lockerheit und Freundlichkeit. „Es fühlt sich einfach so an, als hätte ich nie woanders gespielt. Der Zusammenhalt steht hier an erster Stelle und das merkt man auch bei jeder einzelnen Einheit“, sagt er.

Dabei verfolgt Linne noch hohe Ziele. Der Verein hat als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben, er selber denkt ein bisschen größer. „Ich denke, dass wir mit dem Abstieg nichts zu haben werden. Das gesicherte Mittelfeld sollte für uns keinerlei Probleme darstellen. Das Potenzial ist in der Mannschaft auf alle Fälle vorhanden. Und die Neuzugänge verstärken uns noch einmal enorm in der Breite.“

Um die gesetzten Ziele auch zu realisieren, wäre der erste Dreier am Sonntag (15 Uhr) beim FC Schwülper der erste Schritt in die richtige Richtung. Linne: „In der Vergangenheit haben wir schlecht gegen sie ausgesehen. Aber das wird sich dann jetzt wohl ändern.“

Von Jannis Klimburg

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