Fußball – Bezirksliga: Trotz Personalsorgen will VfL aus Wolfsburg Zählbares mitbringen / Fetahu zählt Gernsheimer an

Nicht nachdenken, sondern Leistung zeigen

Aus dem Tritt geraten: Von Patrick Gernsheimer, Kreisliga-Torschützenkönig der letzten Saison, erwartet Wittingens Trainer Naim Fetahu schon in Wolfsburg eine klare Leistungssteigerung. Foto: Jansen

Wittingen. Elf auf der einen Seite! Elf auf der anderen Seite? Vor dem Bezirksliga-Auswärtsspiel beim 1.  FC Wolfsburg (Sonntag, 14 Uhr) zählte Naim Fetahu schon einmal durch. Genügend Spieler für das nächste Spiel hat der Trainer des VfL Wittingen noch nicht zusammen.

Wohl aber die Erkenntnis gewonnen, dass nun schon eine komplette Bezirksliga-Mannschaft nicht spielen kann.

Mit den Einsätzen von Dennis Pavlov, Edgar Sorokin und Philipp Greve, die sich beim 1:4 gegen Reislingen-Neuhaus verletzten, rechnet Fetahu nicht. Wahrscheinlich muss er nun doch seine Schuhe für den Startelf-Einsatz schnüren. „Ich werde alles tun, um das zu verhindern“, sucht der Wittinger Übungsleiter noch dringend nach Alternativen. Diese könnten André Liedtke (heute MRT-Untersuchung) oder aber der beruflich arg beanspruchte Christoph Heinecke heißen.

Eine Mannschaft werden die Brauereistädter schon auf die Beine stellen. Und die soll sich – das Verletzungspech begleitet den VfL schon die gesamte Saison – wieder achtbar schlagen. „Wir haben schon in ein paar Spielen gut ausgesehen“,erinnert Fetahu an die bisher glänzende Bilanz trotz düsterer Personalaussichten. Sein Motto für Sonntag: „Nicht nachdenken, wer alles fehlt. Wir müssen an die Chance glauben und unsere Leistung bringen“, sagt der VfL-Coach, der aus den drei Spielen gegen den 1. FC Wolfsburg (Hin- und Rückspiel) sowie Mitaufsteiger TSV Hehlingen sechs Punkte einfahren will. Weil nach der Winterpause die Gegner SSV Kästorf und VfL Wahrenholz heißen, soll der Abstand nach unten weiter ausgebaut werden.

Und derzeit scheint der VfL gegen den eigentlichen Aufstiegsanwärter 1. FC Wolfsburg nicht chancenlos zu sein. Die Automobilstädter gewannen keines der letzten fünf Spiele. Sollte sich die Personalsituation so schlecht wie bisher angenommen darstellen, will Fetahu „zwei Busse vor unserem Tor parken“ und vorne irgendwie ein Tor erzielen.

Da auch Sven Arndt (Leiste) angeschlagen ist, ruhen Fetahus Hoffnungen auf Patrick Gernsheimer. Analog zu Bundestrainer Jogi Löw, der nun Lukas Podolski anzählte, findet auch Fetahu klare Worte für den letztjährigen Kreisliga-Torschützenkönig. „Patrick war letztes Jahr unser bester Spieler. Aber so langsam muss er auch zünden. Bisher hat er zwei gute Spiele gemacht. Der Rest war nicht auf seinem Niveau“, urteilt Fetahu. „Schließlich wissen wir ja, was er alles kann.“

Beim 1. FC Wolfsburg soll Gernsheimer wie alle seine Mitspieler nicht nachdenken, „dann wird beim ihm der Knoten schon platzen“, ist Fetahu guter Dinge.

Von Matthias Jansen

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