Fußball – 1. Kreisklasse 1: Sebastian Seidler ist der FCO-Leitwolf

Nicht nur zu Hause der Papa

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Sebastian Seidler (Mitte) ist beim FC Ohretal ein echter Leitwolf. 

Zasenbeck – Er ist zweifacher Familienvater, doch auch bei den Herren des FC Ohretal in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 muss sich Sebastian Seidler wie der „Papa“ im Team vorkommen.

Mit seinen 31 Jahren liegt der Offensivakteur weit über dem Altersdurchschnitt der Mannschaft, der wohl bei Anfang 20 liegen dürfte. Dennoch fühlt sich Seidler als eine Art Leitwolf pudelwohl in der Elf von Neutrainer Axel Krüger und fiebert dem Saisonstart am Sonntag beim FC Germania Parsau (15 Uhr) entgegen.

Der Fußball spielt schon seit jeher eine große Rolle im Leben des Sebastian Seidler. Oder besser gesagt: Er ist sein Leben. „Ich muss ehrlich zugeben, dass meine Familie da manchmal schon ein wenig zu kurz kommt. Doch ich finde es einfach nur toll, wie meine Ehefrau Mareike dahinter steht und mich unterstützt“, gilt der Dank des 31-Jährigen vor allem seiner besseren Hälfte. Ebenfalls zur in Zasenbeck wohnhaften Familie gehören die siebenjährige Tochter Mia-Sophie sowie der erst vier Monate alte Sprössling Joris.

Vor der Spielzeit 2018/2019 wechselte Seidler vom westaltmärkischen Kreisoberligisten FC Jübar/Bornsen zum FCO. „Ich habe schon in meiner Jübarer Zeit oft bei den Partien zugeschaut und mir eigentlich schon gesagt, dass ich irgendwann mal für diesen sympathischen Verein spielen möchte“, verrät der 31-Jährige. Für ihn kam auch nur der FCO in Frage: „Es war die einzige Adresse für mich.“ Seitdem spielt Seidler in einer blutjungen und „coolen“ Truppe, die in der 1. Kreisklasse in der vergangenen Spielzeit eine sehr ordentliche Rolle spielte und daran in der neuen Saison anknüpfen möchte. „Die junge Truppe hat großes Entwicklungspotenzial, der Zusammenhalt ist sehr groß“, schwärmt der Offensivspieler. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Rot-Grünen mit Axel Krüger einen neuen Trainer für sich gewannen. „Das Training unter ihm ist wirklich gut. Schade ist eigentlich nur, dass wir das momentan auf dem Platz nicht abrufen können“, so der Zasenbecker. Schon beim Stadtpokal setzte es auf eigenem Platz zwei deutliche Niederlagen, anschließend wurde auch noch das Pokalduell beim SV Welat Gifhorn mit 1:6 in den Sand gesetzt. Dennoch sieht Seidler einen Platz unter den ersten Fünf als realistisches Ziel an. „Uns fehlt allerdings noch ein wenig die Erfahrung, das merkt man schon“, erklärt der Routinier.

Seit mittlerweile zwei Jahren arbeitet Seidler auch noch als Nachwuchstrainer bei der JSG Brome/Ohretal. 2017 übernahm er die G-Junioren, die er mittlerweile in den F-Junioren-Bereich geführt hat. Zum Team zählt übrigens auch seine Tochter Mia-Sophie. Als einziger JSG-Coach besitzt Sebastian Seidler eine C- und strebt in späteren Jahren sogar die B-Lizenz an. „Schön wäre es, wenn ich die Kinder bis in den Herrenbereich führen könnte“, so der Cheftrainer, der aktuell mit drei Assistenten ganze 22 junge Kicker betreut. Zum Vergleich: In der Anfangszeit waren es deren sechs. „Man sieht, dass sie einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben“, freut sich der 31-Jährige über die Entwicklung seiner Schützlinge. Auch die Arbeit der Vorstände beim FC Brome und FC Ohretal kann Seidler nur loben: „Das ist wirklich top.“

Als Aktiver möchte der 31-Jährige am Sonntag in Parsau möglichst einen positiven Start hinlegen, weiß allerdings auch um die Schwere der Aufgabe. „Für mich ist das der Titelfavorit Nummer eins. Wir brauchen einen richtig guten Tag, um dort etwas zu holen“, weiß Seidler. Dennoch möchte der FCO alles geben und möglichst sogar mit einem Dreier starten. Dann wäre der „Papa“ stolz auf seine jungen Kollegen.

VON FLORIAN SCHULZ

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