Die anderen Pokal-Wettbewerbe sind Geschichte

Fußball-Kreis Gifhorn: Nur der Sieger im Wittinger Kreispokal wird ausgelost

Der SV Groß Oesingen (M. Niklas Dierks) wurde 2020 als Sieger des Wittinger Kreispokals ausgelost und erhält ein erneutes Startrecht für den Bezirkspokal 21/22. Womöglich mit dem VfL Wittingen/S. im Schlepptau, der noch im Lostopf für den Cup-Gewinner der auslaufenden Spielzeit ist.
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Womöglich der alte und der neue Los-Sieger des Wittinger Kreispokals auf einem Bild!? Während der SV Groß Oesingen (M. Niklas Dierks) eine Wildcard für den Bezirkspokal erhält, gehört der VfL Wittingen (l. Marcel Kerstens) zu den Nachfolge-Aspiranten.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Wittingen/Gifhorn – Es kommt, wie es kommen musste. Die noch potenziell ausstehenden Pokal-Wettbewerbe im Fußball-Kreis Gifhorn aus der Saison 2020/21 verschwinden im Corona-Nirvana, werden weder ausgespielt noch ausgelost.

Mit einer Ausnahme: Im Königs-Wettbewerb, dem Wittinger Kreispokal, wird am 24. Juni erneut ein Sieger aus dem Topf gezogen. Weil durch die Schnittmenge mit der höheren Instanz ein Teilnehmer für den Bezirkspokal gemeldet werden soll. Und: Der SV Groß Oesingen als noch amtierender Los-Gewinner des Vorjahres erhält gewissermaßen eine Wildcard. Sprich: Der NFV-Kreis Gifhorn wird für die neue Spielzeit gleich zwei ambitionierte Außenseiter in den Bezirkspokal schicken!

Groß Oesingens Trainer Torben König: „Wir wären ja schön blöd...“

Der SV Groß Oesingen, vor gut einem Jahr als Sieger des Wittinger Kreispokals aus der Lostrommel gezogen, erhielt gestern vom NFV-Kreis Gifhorn die Info, dass er für den Bezirkspokal eine zweite Chance eingeräumt bekommt. Und die will er beim Schopfe packen, wie SVGO-Coach Torben König untermauerte: „Wir wären ja schön blöd, wenn wir es nicht machen würden... Wir hatten ja letztlich gar nicht die Möglichkeit, uns auf der Ebene zu präsentieren, wenngleich wir nur durch Losglück dorthin gekommen sind. Meine Jungs werden nach einem dreiviertel Jahr Pause jedes Spiel nehmen, was sie kriegen können.“ Erst Recht gegen einen vermeintlich attraktiven Gegner.

Als der Spielausschuss in dieser Woche tagte, stand im Grunde keine Alternative für Gifhorn zur Wahl. Denn: In gut einem Monat endet die Saison offiziell. Bislang ist weder ein geregelter Trainings- geschweige denn Spielbetrieb möglich. Selbst wenn die neue Corona-Verordnung ab kommende Woche entsprechende Lockerungen mit sich bringt, müsste der Kreis den verbliebenen Vereinen für einen Cup-Re-Start wenigstens drei Wochen Vorbereitungszeit einräumen, meinte der Spielausschuss-Vorsitzende Timo Teichert. Bliebe letztlich noch rund eine Woche, um vom Achtelfinale (dort kam der Kreispokal zum Erliegen) an bis zum Endspiel alles auf dem grünen Rasen durchzuboxen. „Unlogisch“, sagt Teichert. Man könnte auch sagen praktisch unmöglich. Ergo werden die Wettbewerbe „sozusagen eingestampft“. Eben nur mit der Besonderheit im Wittinger Kreispokal.

Ausnahme: Der Wittinger Kreispokal (hier der Kreis-Spielausschuss-Chef Timo Teichert/r. und Peter Herrewig von der Privatbrauerei Wittingen bei der Auslosung 2020) muss auch am Ende der annullierten Spielzeit 2020/21 einen Sieger stellen.

Dort herrscht eben eine Notwendigkeit, Fortuna zu bemühen. In den anderen Pokal-Kategorien nicht. Kleiner, aber feiner Unterschied zur Vorsaison: Diese wurde abgebrochen. Die nun ausklingende Runde wiederum annulliert. Teichert betont: „So als ob die Saison gar nicht stattgefunden hätte. Daher gibt es auch keinen Zwang oder macht keinen Sinn, diese Pokale auszulosen, nur damit einer in den Statuten steht – zumal da eigentlich gar keiner stehen dürfte, weil die Saison annulliert wurde...“

Diese Saison wurde, anders als im Jahr zuvor, annulliert - so als ob sie gar nicht stattgefunden hätte. Daher gibt es auch keinen Zwang oder macht keinen Sinn, diese Pokale auszulosen, nur damit einer in den Statuten steht – zumal da eigentlich gar keiner stehen dürfte, weil die Saison annulliert wurde...

Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender Timo Teichert zum Grund, warum außer dem Wittinger Kreispokal kein weiterer Wettbewerb mehr ausgelost wird

Auch etwa ein Elfmeterschießen, wie in der Vergangenheit teils praktiziert als sportlich-angehauchte Abkürzung auf dem Weg zum Silberling, stellt für den Gifhorner Spielausschuss keine Option dar. Einerseits käme der „Zeitfaktor ins Spiel“, erwidert Teichert. „Das wäre ein Heiden-Aufwand.“ Immerhin stehen noch mehrere Runden mit bis zu 15 Duellen pro Pokal-Zweig aus. Und dann wären da auch noch die zu erfüllenden Hygiene-Standards. „Das kriegt man organisatorisch gar nicht hin.“

Also klingt die Spielzeit 20/21 ohne Comeback Ende nächsten Monats aus. Der Spielausschuss zieht lediglich noch in seiner nächsten Sitzung am 24. Juni den Wegbegleiter des SV Groß Oesingen. Angefangen mit den bereits feststehenden Achtelfinal-Paarungen.

Diese Teams sind im Wittinger Kreispokal noch in der Verlosung: Die Achtelfinal-Paarungen

SV Triangel - VfL Wittingen/S.

MTV Wasbüttel - FC Schwülper

Wagenhoff - VfL Knesebeck

Dannenbüttel - Hankensbüttel

FC Ohretal - TSV Hillerse II

SV Jembke - TuS Müden-D.

SV BW Rühen - SV Osloß

FC Parsau - SSV Kästorf II

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