Fußball – Bundesliga: Wölfe zum dritten Mal in Serie mit gleichem Remis-Resultat

1:1 – der neue Stillstand-Standard

Viel Kampf, manchmal auch Krampf: Der VfL Wolfsburg (links Renato Steffen) und die TSG Hoffenheim (Pavel Kaderabek) trennten sich am Ende leistungsgerecht mit einem 1:1-Unentschieden.
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Viel Kampf, manchmal auch Krampf: Der VfL Wolfsburg (links Renato Steffen) und die TSG Hoffenheim (Pavel Kaderabek) trennten sich am Ende leistungsgerecht mit einem 1:1-Unentschieden.

Wolfsburg – Positiv ausgedrückt: Die Ungeschlagen-Serie des VfL Wolfsburg hat weiterhin Bestand. Negativ ausgedrückt: Es geht nicht so recht vorwärts.

Durch das dritte 1:1-Remis in Serie in der Fußball-Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim am gestrigen Montagabend verpassten die Wölfe den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Ein neues Stillstand-Standardergebnis.

Vor den Augen des Ex-TSG-Trainers Julian Nagelsmann hatten die Kraichgauer dem VfL einen frühen Nadelstich versetzt. Sebastian Rudy traf in seinem 200. Erstliga-Spiel nach nur sechs Minuten sehenswert zur Hoffenheimer Führung. Jubelarie beim Jubilar. Doch Admir Mehmedi sicherte den Gastgebern wenigstens noch einen Punkt durch seinen ebenfalls herrlichen Ausgleichstreffer (36.).

Parallele Enttäuschung: Hoffenheims Christoph Baumgartner (links) und Wolfsburgs Yannick Gerhardt.

Beide Coaches hatten durchaus mit ihren Startaufstellungen überrascht. Gäste-Trainer Alfred Schreuder überraschte mit einem Systemwechsel, begann im 4-3-3 und setzte den als Offensivmann geholten Dänen Robert Skov ganz links in die Abwehrkette. VfL-Coach Oliver Glasner verzichtete indes zwar auf eine größere Rotation, bot im Vergleich zum Europa-League-Erfolg gegen PFK Olexandrija (3:1) aber zwei neue Außenverteidiger auf: der Brasilianer William spielte auf der rechten Seite für Kevin Mbabu. Links vertrat der Schweizer Renato Steffen den ansonsten gesetzten Franzosen Jerome Roussillon.

Die Wolfsburger taten sich lange Zeit schwer. Sie agierten zu unruhig und zu ungenau im Spiel nach vorn. Direkt mit ihrer ersten Chance kamen dann auch noch die Hoffenheimer zum 1:0 durch Rudys Außenrist-Schuss (6.). Ihlas Bebou (21.) hatte sogar die Riesen-Chance zum 2:0, scheiterte aber an VfL-Keeper Pavao Pervan.

Bis auf Wout Weghorst (22.), der im letzten Moment von Kevin Vogt gestoppt wurde, brachten die Wolfsburg nur wenig zustande. Mit der ersten gelungenen Kombination über Steffen und Weghorst gelang Mehmedi dann allerdings der Ausgleich. Initialzündung für zehn muntere Minuten: Weghorst nur eine Minute nach dem VfL-Treffer und Josip Brekalo (39.), dessen Tor wegen Handspiels nicht gewertet wurde, waren drauf und dran, die Partie zu drehen. Auf der Gegenseite knallte der Hoffenheimer Skov (42.) die Kugel Wembley-like an die Unterkante der Latte.

Nach dem Wechsel blieb die Partie intensiv. Aber sie wurde eben auch zunehmend zerfahrener. Wolfsburger Chancen? Fehlanzeige! Bei den Gästen brachten die Joker Sargis Adamyan und Christoph Baumgartner noch einmal neuen Schwung. Beide hatten sogar den Sieg noch auf den Fuß, was VfL-Coach Oliver Glasner auf die Palme brachte. Ohnehin missfiel ihm die Leistung seines Teams, speziell in der Defensivarbeit: „In einigen Bereichen entwickeln wir uns nicht nach vorne. Das geht mir zu langsam.“

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