Nervenkitzel an Tag eins, Zuschauerstrom an Tag zwei

Knapp gescheitert: Der FC Parsau I (l.) verpasste beim eigenen Germanen-Cup in Wolfsburg unglücklich das Halbfinale.

ib Wolfsburg. Das Zuschauerinteresse war am eigentlichen Haupttag niedriger als 2010. Die Spannung allerdings ungemein hoch. Das große Turnier beim zweiteiligen Germanen-Cup in Wolfsburg sorgte für Nervenkitzel. Die kleine Variante des FC Parsau am gestrigen Sonntag zog dann auch die erhofften Schaulustigen an.

Vom ersten Gruppenspiel bis zum Finale lieferten sich die zehn teilnehmenden Teams am Sonnabend beim großen Germanen-Cup enge Duelle. „Da war jede Menge Spannung drin. Die Konstellation in der Vorrunde war so, dass bis zu den letzten Spielen noch alles drin war“, erläuterte Ingo Müller vom ausrichtenden FC. Pech hatten die Germanen selbst: Sie verloren ihre Abschluss-Partie gegen den SV Sandkamp nach 9-Meter-Schießen, das bei Unentschieden griff. Der Sieger erhielt zwei, der Verlierer einen Zähler. So fehlte den Parsauern in der Endabrechnung eben jener eine Punkt fürs Halbfinale.

Das Ticket als Zweiter der Gruppe B ergatterte stattdessen der FSV Wespe Wolfsburg. „Wie vorher von mir angekündigt, hat Wespe für eine Überraschung gesorgt“, sah sich Müller in seiner Prognose bestätigt. Der Kreisklassist entpuppte sich einmal mehr als starke Hallen-Riege und wurde Dritter. Den Germanen-Cup 2011 verleibte sich Landesligist SSV Vorsfelde ein. Im Endspiel gegen Vorjahressieger TSV Wolfsburg fielen in der regulären Spielzeit keine Tore, die Eberstädter sicherten sich vom Punkt den Pott. Ausdruck der Ausgeglichenheit im Feld: „Ab dem Halbfinale wurden alle Spiele im 9-Meter-Schießen entschieden“, so Müller. Vorsfelde stellte für ihn den verdienten Sieger. „Sie waren äußerst effektiv in der Gruppe, ihr Standard-Ergebnis war 1:0. Aber sie waren auch vom technischen Niveau die Besten.“

Was zum vollendeten Glück am Sonnabend nur fehlte, war eine volle Tribüne. „Es waren nicht so viele Zuschauer wie im Vorjahr. Der VfL Wolfsburg hat uns doch einige Leute weggezogen, die sich vielleicht hinterher geärgert haben...“, sagte Müller augenzwinkernd angesichts des 0:3 des Bundesligisten.

Dafür sollte am gestrigen Sonntag beim kleinen Germanen-Cup mit zwölf unterklassigen Teams umso mehr los sein. „Die BBS I-Halle hat 390 Sitzschalen. Mit den Teams war die Hütte voll“, rekapitulierte der FC-Vorsitzende Jürgen-Werner Becke hochzufrieden. Der TV Jahn Wolfsburg verteidigte durch ein 3:2 im Endspiel gegen den Hoitlinger SV den Titel.

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