Fußball – 3. Kreisklasse 1: Emmen spricht aber noch nicht von Entscheidung im Aufstiegsrennen

„Nasenspitze vorn“: TVE-Triumph im Topspiel

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Mit Haken und Ösen: Der TV Emmen (M. Steve Kuhnert) rang den SV Sprakensehl im gefühlten Aufstiegs-Endspiel mit 3:1 in die Knie. 

Isenhagener Land – Von einer Vorentscheidung wollte Trainer Andreas Tack noch nicht sprechen. Dennoch: Der TV Emmen hat durch den 3:1-Triumph im Gipfeltreffen der 3.

Fußball-Kreisklasse 1 gegen den SV Sprakensehl nunmehr alle Trümpfe für die Meisterschaft und den Aufstieg in der Hand.

TV Emmen – SV Sprakensehl 3:1 (0:0)

War das schon der Titel? Dank der Big Points im gefühlten Aufstiegs-Endspiel hat Emmen nun alles selbst in der Hand. Doch TVE-Coach Andreas Tack wiegelte (noch) ab: „Gefühlt sind wir jetzt eine Nasenspitze vorn. Aber entschieden ist noch nichts. Die vergangene Fußball-Woche hat gezeigt, dass alles passieren kann.“ Immerhin haben die Rot-Blauen direkt den nächsten Derby-Kracher gegen Hankensbüttel II vor der Brust. Dafür braucht der designierte Wiederaufsteiger erneut die totale Fokussierung, die er gegen den Nebenbuhler Sprakensehl an den Tag legte. Bereits in der torlosen ersten Hälfte hatten die beiden Topteams jeweils eine Topchance besessen – der SSV traf nur die Latte. Doch es war Emmen, das nach einem Sahne-Spielzug vorlegte durch Björn Grote. Der gleiche Spieler erzielte, nach dem Blitz-Ausgleich, auch das 2:1 per Strafstoß. Diesen empfand Sprakensehls Spielertrainer Joseph Glassmann als „Frechheit. Unser Torwart spielt klar den Ball.“ Unmut, den sein Gegenüber Tack nicht nachvollziehen konnte: „Sicher spielt er auch den Ball, aber wie er da reingeht und unseren Spieler umhaut – in der Bundesliga wäre spätestens aus dem Keller der Hinweis gekommen... Das war hart an der Schmerzgrenze.“ Im Anschluss hätten sich die Gäste zu sehr in Nickligkeiten verstrickt und fingen sich in einem emotionalen Spiel vor großer Kulisse schließlich hinein in die letzte Schlussoffensive per Konter das 3:1.

Tore: 1:0, 2:1 Grote (57., 75./FE), 1:1 Meyer (64.), 3:1 Kuhnert (90.+2).

Gelb-Rote Karte: Sprakensehl (90.).

SG Ohretal II/Tesch.-S. – Hankensbüttel II 1:4 (1:1)

Bedingt durch ein ersatzgeschwächtes Team verlegte sich Ohretal II/Teschendorf-Schneflingen zuhause auf eine defensive Kontertaktik und hatte damit nach neun Minuten auch Erfolg. Bis zur Pause verteidigte der Außenseiter immerhin ein 1:1-Unentschieden, doch im Anschluss ließen peu à peu die Kräfte nach und Hankensbüttel kam doch noch zum verdienten 4:1-Erfolg. SG-Coach Henning Gottschalk: „Dass der Sieg nicht höher ausgefallen ist, lag an einem guten kämpferischen und mannschaftlich geschlossenen Auftritt.“

Tore: 1:0 Bromann-Behrens (9.), 1:1 Linsel (36.), 1:2 Körner (57.), 1:3, 1:4 Feuerhahn (63., 90.).

TuS Ehra-Lessien II – FC Oerrel II 3:1 (2:0)

Oerrels Reserve stolperte über die Ausfälle in seiner Defensive. „Wir hatten auch gerade deswegen in der ersten Hälfte ziemlich viele Unstimmigkeiten drin“, konstatierte FCO-Trainer Armin Schulze. Eine führte zur Führung für Ehra per Foulelfmeter. Nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ leisteten sich die Gäste einen verhängnisvollen Ballverlust. Kurz danach noch ein Luftloch eines Verteidigers – schon stand es 2:0. Quasi vorbereitet durch die Blau-Gelben, denen auch die Struktur im Spiel fehlte... Das funktionierte nach Wiederbeginn deutlich besser. So fiel auch folgerichtig der Anschlusstreffer per Foulelfmeter durch Jonas Heidkamp. „Danach haben wir noch alles versucht, um einen Punkt einzufahren“, schilderte Schulze. Ohne Fortune: Stattdessen traf der TuS aus „leicht abseitsverdächtiger“ Position“ zum K.o.-Schlag. Schulze: „Der Sieg geht in Ordnung, Ehra war die bessere Mannschaft. Allerdings wäre wegen unserer unnötigen Paddeligkeit in Halbzeit eins und dem unglücklichen 3:1 kurz vor Schluss mehr für uns drin gewesen.“

Tore: 1:0 Eder (14., FE), 2:0 Balde (38.), 2:1 Heidkamp (76., FE), 3:1 Baldeh (90.).

SV Barwedel II – VfL Vorhop II 4:1 (1:0)

„Wir kämpfen weiter...“ Vorhops Coach Christian Kasten gibt die Hoffnung nicht auf, dass am Saisonende mehr als die bislang drei Pünktchen auf dem Konto stehen werden. Barwedels Erfolg sei „um zwei Tore zu hoch ausgefallen“. Entscheidend der Doppelschlag der Gastgeber in Hälfte zwei: „Wir mussten zweimal wechseln und das Durcheinander hat Barwedel ausgenutzt“, so Kasten. Nach dem 3:1 (77.) hatte der VfL sogar noch Chancen zum Ausgleich, lief letztlich aber in der Nachspielzeit ins offene Messer.

Tore: 1:0 Lange (22.), 2:0, 3:0 Dekoning (65., 70.), 3:1 Meyer (77.), 4:1 Hanke (90.+2).

VON INGO BARRENSCHEEN

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