Fußball: NFV-Kreis Gifhorn gibt Staffeleinteilung bekannt / Freude in Hankensbüttel

Nanu! HSV II geht als Dritter noch hoch

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Hochgefühle in Hankensbüttel: Die HSV-Reserve darf sich als Zusatz-Aufsteiger weiter auf Derbys gegen Emmen freuen, wie die frische Staffeleinteilung zeigt. 

Gifhorn – Nanu! Die Saison(abschlussfeier) war schon gut eine Woche rum, da stolperte der SV Hankensbüttel II beim Blick auf die Tabelle der 3. Kreisklasse 1 unter fussball. de plötzlich über die grüne Markierung. Die da signalisiert: Aufstiegsplatz.

Unverhofft kommt oft: Als Tabellendritter der abgelaufenen Serie ist die HSV-Reserve durch die Hinter-Hinter-Tür tatsächlich doch noch in die 2. Kreisklasse geklettert. Das geht aus der Staffeleinteilung für die Spielzeit 2019/20 hervor, die der NFV-Kreis Gifhorn am gestrigen Freitag preisgegeben hat.

Am Jungbluth-Platz freut man sich also weiterhin auf Derbys gegen den TV Emmen und SV Sprakensehl, die als Meister und Vizemeister hochgegangen waren. Als die HSV-Zweitvertretung am 16. Juni ihr letztes Spiel bestritten hatte und vereinsintern die Saison ausklingen ließ, sei von diesem Glücksfall noch nichts bekannt gewesen, erklärte der bisherige Coach Dieter Krzykowski (wird von Andreas Knigge abgelöst) und fügte schmunzelnd hinzu: „Sonst hätten wir eine rauschende Ballnacht gemacht...“ Für ihn war es nachträglich aber auch so ein schönes Abschiedsgeschenk. Krzykowski: „Es war ja eigentlich ohnehin unser Ziel und kann uns nur zum Vorteil gereichen. So ist die Diskrepanz zur ersten Mannschaft nicht so groß.“

Aber wie kam es eigentlich zu diesem überraschenden Happy End? Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender Timo Teichert klärt auf. Durch den Rückzug des SV Westerbeck II von der 1. in die 3. Kreisklasse wurde in der Liga dazwischen ein weiterer Platz frei, der turnusgemäß mit dem Drittplatzierten der 3. Kreisklasse 3, in diesem Fall dem SV Abbesbüttel, nachbesetzt wurde. Da ja bekanntlich durch den neuen Fusions-Verein FSV Vorhop/Schönewörde noch eine Position frei wurde, musste ein weiteres Füllsel her. Und an dieser Stelle kam die HSV-Reserve ins Spiel, die als Dritter der Staffel 1 als nächstes an der Reihe war. Dass so letztlich sage und schreibe acht Teams aus der 3. Kreisklasse aufgestiegen sind, „kenne ich so auch nicht“, unterstreicht Teichert.

Weitere Folge: Durch den großen Aderlass wird der Spielbetrieb auf der untersten Ebene künftig nur noch in zwei – und nicht wie bisher drei – Staffeln vonstattengehen. Jeweils mit einer Zehnerstärke. Eigentlich wären es 21 Teams gewesen, doch der VfL Wettmershagen zog seine ursprünglich gemeldete Riege zum 1. Juli doch wieder zurück, weil es personell Engpässe gegeben hätte.

Ansonsten bleibt alles nahezu beim Alten. Teicherts Zirkel auf der Landkarte hat keine Umsiedlung einer Mannschaft nach sich gezogen. Das hätte anders ausgesehen, wenn nicht der SV Osloß, sondern der SV Tülau-Voitze als Sieger der Kreisliga-Relegation hervorgegangen wäre. „Für die Landkarte war dieser Ausgang besser. Wenn ich es lassen kann, schiebe ich auch nicht. Sonst geht meist das Genöle los“, unterstreicht Teichert. Immerhin gäbe es immer „zwei, drei Kandidaten, die direkt an der Grenze liegen“. Etwa den SV Wagenhoff, der aber weiterhin in der 1. Kreisklasse 2 auf Torejagd geht. Absteiger VfL Ummern II wurde derweil in die Südstaffel der 3. Kreisklasse gesteckt.

VON INGO BARRENSCHEEN

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