Hallenfußball – Kreismeisterschaft der Herren: Vier Regionsvertreter am Start

Nachfolger des FC Brome gesucht

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Freude und Enttäuschung: Im Vorjahr schlug der FC Brome (Riaan-Philipp Schmidt) den VfL Ummern im Finale. Letzterer ist auch 2020 wieder ein Aspirant auf die Hallen-Krone.

Gifhorn – Die Events geben sich dieser Tage fleißig die Klinke in die Hand. Das Gros der teilnehmenden Teams hat beim Volksbank- oder Wittinger-Cup bereits erste Bekanntschaften mit der Halle gemacht, dürfte also eingespielt sein.

Am morgigen Sonntag gibt es den nächsten wichtigen Titel zu gewinnen, in Gifhorn wird ab 14.15 Uhr der neue Hallenkreismeister der Herren und damit Nachfolger des FC Brome gesucht.

Insgesamt sind zehn Teams vertreten – darunter mit dem VfL Germania Ummern, dem VfL Wittingen/Suderwittingen, dem FSV Vorhop-Schönewörde und dem VfL Knesebeck auch vier Nordkreis-Teams. Sie alle wollen zumindest ins Halbfinale, das planmäßig um 18 Uhr beginnen soll. Anschließend stehen das Duell um Rang drei (18.30 Uhr) und das große Endspiel (18.45 Uhr) auf dem Plan.

Besonders für den VfL Wittingen/Suderwittingen wird es ein hartes Wochenende. Es ist das dritte Turnier, das die Brauereistädter binnen weniger Tage bestreiten. Dementsprechend weiß Trainer Naim Fetahu, der sich im Urlaub befindet und von Bernd Herzberg und Christoph Pörschke vertreten wird, auch um die hohe Belastung für seine Schützlinge: „Das wird schon hart für die Jungs. Aber das hat man bei Groß Oesingen beim Volksbank-Cup auch gedacht und sie haben gut durchgehalten. Wir sind eingespielt. Ich finde die andere Gruppe etwas leichter, aber da muss man durch.“ Der VfL misst sich in Staffel A mit Ummern, dem FC Schwülper, dem SV Westerbeck und Vorhop-Schönewörde. Mindestens Rang zwei ist nötig, um die Vorschlussrunde zu erreichen. Gleiches Ziel verfolgen auch die weiteren beiden Nordkreisler.

Die Germanen schafften es 2019 sogar bis ins Endspiel, in dem sie Brome erst nach Neunmeterschießen unterlagen. „In der Halle ist alles möglich. Da ist es egal, in welcher Liga man spielt und auf welchem Platz man steht“, weiß VfL-Coach Jörg Drangmeister, dass Rang eins in der Kreisliga für sein Team nichts zu heißen hat. „Ich werde vor allem junge Spieler mitnehmen und muss schauen, ob ich noch neun Akteure zusammenbekomme“, fügt er an. Die Ummeraner haben bislang noch nicht einmal in der Halle trainiert.

Daher weiß Drangmeister: „Die anderen Teams haben uns gegenüber den Vorteil, dass sie eingespielter sind. Dennoch werden wir versuchen, zumindest das Halbfinale zu erreichen. Wenn das nicht klappt, ist das aber auch kein Beinbruch.“ Als Herbstmeister der 1. Kreisklasse geht Vorhop-Schönewörde gegen die höherklassige Konkurrenz ins Rennen. „Das sind alles schwierige Aufgaben, doch für uns ist es eine schöne Belohnung für die starke Hinrunde. Wir nehmen das gern mit und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen“, äußert sich im Vorfeld FSV-Trainer Arne Hoffart. Der Underdog setzt sich, auch wenn Hoffart eine „schlagkräftige Truppe“ auf die Platte schicken wird, keine großen Ziele: „Das wäre sonst zu vermessen.“

Etwas anders sieht es beim VfL Knesebeck aus, der sich in Gruppe B mit dem SV Triangel, SSV Kästorf II, TuS Müden-Dieckhorst und TSV Meine auseinandersetzen muss. Ein Vorrunden-Aus ist bei den Einhörnern nicht eingeplant. Dennoch gehen die Blau-Weißen laut Kapitän André Haven „locker“ in den Wettkampf: „Wir müssen erst einmal sehen, wer überhaupt für uns aufläuft. Wir haben keine hohen Erwartungen und schauen mal, wie weit wir kommen können.“ Den Termin sieht Haven als ungünstig an, spielen die Einhörner doch tags zuvor noch um den Wittinger Cup.

VON FLORIAN SCHULZ

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