Fußball – Kreisliga: Germanen nach Pause wie verwandelt

3:2 nach 0:2 – Ummern mit Derby-Kehrtwende

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Die Lufthoheit geht in dieser Szene an den VfL Germania Ummern (l. Andre Sterz). Am Ende zog der SV Groß Oesingen auch den Kürzeren, weil Kapitän Marvin Eilmus (r.) verletzt runter musste.

Groß Oesingen. Was war nur im Pausentee!? Beim VfL Germania Ummern offenbar ein Energie-Drink, beim SV Groß Oesingen hingegen Baldrian-Tropfen. . . Die Zuschauer erlebten am gestrigen Sonntag im Derby der Fußball-Kreisliga zwei völlig verschiedene Halbzeiten.

Dabei stiegen die Germanen nach einem 0:2-Rückstand wie Phönix aus der Asche und legten noch eine krasse Kehrtwende zum letztlich verdienten 3:2-Sieg hin.

Ein Ergebnis, auf das kurz vor Ende der ersten Halbzeit wohl selbst kühnste Optimisten kaum noch gesetzt hätten. Denn bis dato war Ummern praktisch nicht existent gewesen. „Ich habe noch nie so viele Fehlpässe von uns gesehen. Ein Fiasko. Das war eine völlig verhunzte erste Halbzeit“, war VfL-Trainer Thorsten Hahn relativ fassungslos ob des völlig eingeschüchterten Auftretens seiner Elf. Oesingen störte früh, erzwang immer wieder Ballverluste, war absolut Herr der Lage. „Eindrucksvoll“ in den Augen seines Trainerkollegen Torben König. Dementsprechend fiel auch Hahns Kabinenpredigt aus. Immerhin hatte Edeljoker Vitali Sterz bei den Gästen mit dem Anschlusstreffer direkt mit dem Pausenpfiff die Hoffnung genährt.

Und Tatsache! „Wir kamen wie verwandelt aus der Kabine“, regisrierte Hahn mit Genugtuung. Das Entsetzen wechselte nun die Seitenlinie. „Das war dann gar nichts mehr von uns – Null“, zeigte sich Torben König bitter enttäuscht über den unerklärlichen Leistungs-Abfall seiner Schützlinge. Der Ausfall von Kapitän Marvin Eilmus hätte ein wenig Unruhe entstehen lassen. „Aber daran will ich die Niederlage nicht festmachen.“ Vielmehr bekamen die Gastgeber überhaupt keinen Zugriff mehr. Nur noch Ummern wirbelte. Der Ausgleich durch Melvin Grabert ließ nicht lange auf sich warten, doch damit gaben sich die Germanen nicht zufrieden. Jannes Drangmeister schnürte den Derby-Dreier (75.). Und weil Niklas Müller sein persönlicher Dreierpack mit einem Flugkopfball verwehrt blieb, blieb es dabei.

Von Ingo Barrenscheen

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