Eishockey – Playoff-Viertelfinale, 4. Spiel: Wolfsburgs aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt

1:3 nach 1:3 – Grizzlys vor dem Aus

Wolfsburgs Keeper Jerry Kuhn (l.) vereitelte mehrfach Berliner Topchancen, konnte das 1:3 aber nicht verhindern. Foto: Gades
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Wolfsburgs Keeper Jerry Kuhn (l.) vereitelte mehrfach Berliner Topchancen, konnte das 1:3 aber nicht verhindern.
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Wolfsburg. Der Endstand lautete 1:3. Der Zwischenstand im Playoff-Viertelfinale nunmehr auch. Die Grizzlys Wolfsburg stehen vor dem Aus, absolvierten gestern Abend vor 4122 Zuschauern gegen die Eisbären Berlin womöglich ihr letztes Heimspiel in dieser Saison.

Denn der Hauptstadt-Club hat nun Matchball in der Best-of-seven-Serie, kann am morgigen Freitag zuhause den Halbfinal-Sack vorzeitig zumachen.

Bitter für den noch-amtierenden deutschen Vizemeister, der dem Favoriten aufopferungsvoll die Stirn geboten hatte. Anders als drei Tage zuvor beim 1:8-Debakel in Berlin. Doch es fehlte der Funken Fortune. Personell waren die nicht auf Rosen gebetteten Grizzlys dieses Mal wieder etwas besser besattelt, konnten dank Kris Foucault wieder drei vollzählige Sturmreihen und mit Robbie Bina auch vier Verteidiger-Pärchen auffahren.

Wolfsburg begann dementsprechend engagiert, musste aber zunächst den frühen Rückstand durch Bukarts verdauen, der den Puck unhaltbar für Jerry Kuhn abfälschte (4.). Von Schockstarre keine Spur, die Gastgeber suchten weiterhin mutig den Weg nach vorne. Nachdem ein vermeintliches Tor von Alexander Weiss nach Videobeweis (das Tor war zuvor verschoben) nicht gegeben wurde (9.), glich Christoph Höhenleitner in der zweiten Überzahl-Situation dann ebenfalls per abgefälschter Scheibe doch aus (16.). Hochverdient nach einem ersten Drittel mit den besseren Chancen für die Truppe von Pavel Gross.

Doch die Hausherren sollten ein zweites Mal ein unglückliches Gegentor schlucken müssen (27.). Andre Rankel traf im Nachfassen. Fast noch schlimmer: Der zuletzt blendend aufgelegte Stephen Dixon musste nach einem Foul vorzeitig unter die Dusche (28.) und kassierte obendrein fünf Minuten Zeitstrafe. Wenig später ging auch Philip Riefers in die Kühlbox. Fast zweieinhalb Minuten 3:5 aus Wolfsburger Sicht. Doch diese heikle Situation überstand das Team mit Bravour.

Und auch die Berliner Drangperiode zu Beginn des Schlussabschnitts. Conor Allen avancierte dann zur tragischen Figur der Grizzlys, vergab gleich mehrfach die Ausgleichschance. Und so kam es, wie es kommen musste: Gross nahm kurz vor Ultimo Kuhn vom Eis, Louis-Marc Aubry traf ins leere Tor.

Von Ingo Barrenscheen

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