Fußball – Bezirkspokal, 2. Runde: Wahrenholz holt 0:2-Rückstand gegen Fallersleben auf und verliert am Ende doch 2:4

Nach Flipper-Freistoß: VfL raus mit Applaus

Karambolage: Der Wahrenholzer Timo Neumann (M.) prallt in dieser Szene mit Fallerslebens Keeper Jacques Morawietz zusammen. Der VfB verhinderte aber einen Totalschaden. Foto: Barrenscheen

Wahrenholz. Der gesegnete Appetit ging den Fußballern vom VfL Wahrenholz – im Gegensatz zum Zweitrunden-Spiel im Bezirkspokal – nicht verloren.

Warum auch!? Das Taterbusch-Team hatte beim 2:4 gegen den favorisierten Landesliga-Aufsteiger VfB Fallersleben über weite Strecken eine gute Partie abgeliefert. „Von daher können wir es uns auch schmecken lassen“, sah Trainer Torben Gryglewski beim anschließenden Mannschafts-Meeting kein Grund für einen Diät-Plan.

Magerkost hatten die Schwarz-Gelben ihren Fans allenfalls in den ersten 20 Minuten gegen den guten alten Bekannten aus der Hoffmannstadt aufgetischt. Doch gerade, als die Platzherren auf den Geschmack kamen, servierte ihnen Fallersleben einen eiskalten ersten Gang. Auch das 0:2 wenig später wurde durch ein „unglückliches Abwehrverhalten“ (Gryglewski) begünstigt. Wahrenholz pappsatt? Nein! Im direkten Gegenzug löste Marcell Meyer mit dem Anschlusstreffer neuen Heißhunger beim Underdog aus – Patrick Speckhahn hatte vorbereitet. „Ein sehr wichtiges Tor“, wusste auch Gryglewski um den wertvollen psychologischen Moment.

Ein Appetitanreger auch für die zweite Hälfte. Wahrenholz nun mit Kohl- respektive Volldampf und dem verdienten Ausgleich durch Jan-Patrick Schön per Foulelfmeter (69.). Der Dreifach-Torschütze vom Wochenpokal-Finale in Vorhop hätte auch gestern Heldenstatus erlangen können, wenn er im Anschluss abgekocht agiert hätte. Zweimal eröffnete sich die dicke Konterchance, doch vertan. „Dann fällt aus dem Nichts das 2:3“, haderte Gryglewski. Fallerslebens Phil-Olaf Schröder trat einen Freistoß, „der aussah, als wenn er anderthalb Meter vorbeigeht“, so der VfL-Coach. Doch die Kugel drehte sich an den Innenpfosten, von dort einmal quer rüber zum anderen Senkrecht-Gestänge und dann rein (77.). Ein Flippertor.

Wahrenholz, das die letzten zehn Minuten verletzungsbedingt zu zehnt bestreiten musste, aber durchaus raus mit Applaus. Das sah auch Gryglewski so. „Wir gehen einigermaßen gerüstet ins erste Punktspiel.“

Von Ingo Barrenscheen

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