2. eFootball-Kreismeisterschaft im NFV-Kreis Gifhorn: 1. FC Wedelheine siegt

SSV nach Doppel-Drama wieder Vize

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Stadtderby auf dem virtuellen grünen Rasen: Der FC Ohretal gegen den VfL Wittingen/S.

Isenbüttel – Scheinbar haben sie ein Vize-Abo: Schon im Februar bei der ersten eFootball-Kreismeisterschaft des NFV-Kreises Gifhorn hatten Daniel Camehl und Michel Lüning vom SV Sprakensehl knapp den Titel verpasst.

Bei der Zweitauflage am Freitagabend im Seehotel am Tankumsee drang das Duo abermals bis ins Finale vor – und zog erneut haarscharf im Elfmeterschießen den Kürzeren. Dieses Mal gegen den neuen Champion 1. FC Wedelheine.

In der Vorrunde hatten sich die Sprakensehler gegen den TuS Ehra-Lessien und TSV Grußendorf durchgesetzt, unterlagen lediglich dem SV Triangel II. Ohne Folgen, denn der SSV-Siegesmarsch ging weiter. Vorjahresfinalist VfR Wilsche-Neubokel wurde beim 6:0 förmlich pulverisiert, im Viertelfinale schalteten Camehl/Lüning dann den VfL Knesebeck mit 2:1 aus. Dramatik dann im Halbfinale gegen den MTV Wasbüttel: In der Verlängerung fingen sich die Sprakensehler in der 118. Minute das 1:2 und standen vor dem Aus, doch in der dritten Minute der Nachspielzeit gelang noch der Ausgleich und schließlich der Einzug ins Endspiel.

Die drei Siegerteams (hier mit Christian Benecke/l. und Steven Melzian/r.) starten bei der Niedersachsenmeisterschaft.

Dort warteten Ken-Adrian Konnegen und Yannik Porada vom 1. FC Wedelheine. Und die schrieben Geschichte, wie der stellvertretende Chef des NFV-Kreises, Christian Benecke, bei der Siegerehrung betonte. „Sie haben den ersten und wichtigsten Titel in ihrer Vereinshistorie überhaupt geholt.“ Denn der 1. FCW hatte sich erst 2018 gegründet und kann nun einen exklusiven Kickertisch für das Vereinsheim sein Eigen nennen.

Ein wenig enttäuscht nahmen Camehl und Lüning die Preise für den zweiten Platz in Empfang. Doch sind sie ebenso wie die Drittplatzierten vom VfL Rötgesbüttel für die Niedersachsenmeisterschaften im Januar in Hannover qualifiziert. Bei 32 NFV-Verbänden und jeweils drei Teams treten dann fast 100 Konsolen-Könige gegeneinander an.

„Wir wollen die Kreismeisterschaft jedes Jahr ausspielen, voraussichtlich im Herbst“, erklärte Benecke und ergänzte: „Uns ist wichtig, dass der eFootball als zusätzliches Angebot an die Vereine verstanden wird. Wir schaffen die Rahmenbedingungen für einen organisierten Spielbetrieb auf Kreisebene und geben den Vereinen so die Möglichkeit, neue Mitglieder anzusprechen und bestehende an sich zu binden.“ Das Teilnehmerfeld unter der Obhut von Steven Melzian war mit 32 Mannschaften ausgebucht.

Nebenbei wurde bei dem virtuellen Turnier für die Kinderkrebshilfe gesammelt. „Die Spendendose fühlte sich nach Turnierende gut gefüllt an“, freute sich Melzian.

Mehr zur 2. eFootball-Kreismeisterschaft, speziell aus Nordkreis-Sicht, lesen sie morgen im IK.

VON BURKHARD OHSE

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