Fußball – Kreisliga: Blau-Weiß siegt 8:0 im Aufsteigerduell / Vorhop verlässt dank Big Points gegen Brome die Abstiegsplätze

Nach Abbruch in Knesebeck: Rühen an Spitze

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Aus dieser Szene entsteht der 0:1-Rückstand für den SV Groß Oesingen (l. Kilian Erm, r. Torwart Emanuel Münker) gegen den SV Westerbeck. Doch die König-Kicker drehten die Partie noch. 

Ein tragischer Unfall in Knesebeck hat am gestrigen Sonntag in der Fußball-Kreisliga für einen Spielabbruch gesorgt. Nutznießer war der SV BW Rühen, der durch den 8:0-Kantersieg über den MTV Gifhorn II zurück an die Tabellenspitze kletterte.

Jubel auch beim VfL Vorhop nach dem Verlassen der Abstiegsplätze.

VfL Knesebeck – SV Triangel (Spielabbruch)

Da rückt das Geschehen auf dem Rasen dann doch in den Hintergrund. Es waren 60 Minuten gespielt, als VfL-Keeper Felix Garms mit einem Offensivakteur des SV Triangel zusammenprallte und ein lauter Knall auf dem Vereinsgelände zu hören war. Es ist noch nicht offiziell, aber es besteht der Verdacht, dass sich Garms das Schienbein gebrochen hat. „Wir können es aber noch nicht genau sagen“, meint VfL-Trainer Detlef Weber. Beim Stand von 1:1 wurde die Partie in Folge abgebrochen. Die gesamte Mannschaft sei mental nicht mehr in der Lage gewesen, weiter zu spielen, so Weber. „Daher auch ein riesen Dank an den SV Triangel, der das sofort akzeptiert hat.“

SV Groß Oesingen – SV Westerbeck 2:1 (1:1)

Vor einigen Wochen ist der SV Groß Oesingen auf eine Euphoriewelle aufgestiegen, die er seitdem nicht mehr verlassen hat. Mit dem 2:1-Erfolg gegen den SV Westerbeck landete die Mannschaft von Trainer Torben König den vierten Sieg in Folge und macht somit weiter Boden gut in der Tabelle. Dabei sah es zunächst nicht nach einem Erfolgserlebnis aus. Denn nach nur elf Minuten gerieten die Hausherren ins Hintertreffen, weil Daniel Eliseev einen Fauxpas der SVGO-Hintermannschaft eiskalt ausnutzte – 0:1. Doch in Folge hatte der Gastgeber das Geschehen im Griff, rehabiltierte sich flott. In erster Linie Eduar Litau, der nach präzisem Zuspiel von Heiko Dreier zum 1:1 vollstreckte (30.). Diese Wucht nahmen die König-Schützlinge mit in Halbzeit zwei und belohnten sich mit dem 2:1 durch Niklas Dierks, der erneut von der Vorlage von Dreier profitierte (52.). Nur verpasste es der SVGO danach, den Deckel draufzumachen. Mehrere Hochkaräter wurden liegen gelassen. „Das Ding wollte einfach nicht mehr rein“, seufzte König. Doch eine im Endeffekt durchschnittliche Leistung reichte aus, um die drei Punkte in Oesingen zu behalten. „Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber dennoch müssen wir weiter an unserer Chancenverwertung arbeiten“, sagt König, dessen Blick schon in Richtung nächster Woche geht: „Das dürfen und können wir uns gegen Knesebeck nicht erlauben.“

SV Leiferde – Wesendorfer SC 1:3 (1:1)

Es dauerte eine halbe Stunde, bis der Wesendorfer SC auch geistig in der Partie angekommen war. Denn in der Anfangphase leisteten sich die Gäste zu viele Fehler. Einer dieser Patzer verschuldete dann auch den Rückstand. Über Außen tankte sich die SV Leiferde durch und in der Mitte schob dann Christian Reich zum 1:0 ein (29.). „Wir waren nicht wirklich griffig, kaum existent“, schüttelte WSC-Coach Matthias Hopp mit dem Kopf. Aber anstatt sich im Schneckenhaus zu verstecken, spielte der WSC nach dem Gegentor mutig nach vorne. „Zum Glück sind wir nicht eingebrochen“, so Hopp. Im Gegenteil: Goalgetter Waldemar Bier tanzte nach feinem Zuspiel von Justus Kelm den gegnerischen Keeper aus – 1:1 (42.). Nach dem Seitentausch kamen die Gäste dann besser aus den Startlöchern. „Vor allem über unsere schnellen Flügelspieler haben wir immer wieder Dampf gemacht“, erläuterte der WSC-Coach. Das sollte sich dann auch bezahlt machen. Mit den vielen Diagonalbällen kam Leiferde nicht wirklich zurecht und Bier zeigte sich gleich zweimal eiskalt. Erst zum 2:1 (70.) und kurz vor Abpfiff dann der Gnadenstoß zum 3:1-Endstand (87.). „Wir nehmen die Punkte verdient mit nach Wesendorf, weil wir einfach konsequenter im Abschluss waren“, freute sich Hopp.

SV Meinersen – VfL Ummern 2:3 (1:1)

Jörg Drangmeister kann erfolgreich auf sein Debüt als Cheftrainer beim VfL Germania Ummern zurückblicken. Seine Truppe erwischte einen Blitzstart, ging nach einem Konter durch Sohnemann Jannes in Front (3.). Immer wieder versuchte die SV Meinersen, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Und einer von diesen fand mit Ahmet Fazliu einen Abnehmer, der zum 1:1 vollendete (39.). Auch in Hälfte zwei blieben die Gäste ihrer Linie treu: hinten nichts zulassen und weiter auf Konter lauern. Das Mittel schien zu fruchten. Diesmal präsentierte sich Drangmeister als Vorlagengeber für Vitalij Sterz, der zum 1:2 einschob (61.). Doch erneut der Rückschlag: VfL-Keeper Dennis Berg stand etwas zu weit vor seinem Kasten, was Adrian Wagner mit Adleraugen bemerkte und per Heber zum 2:2 traf (80.). Das war aber noch nicht das Ende vom Lied. Erneut stand Sterz kurz vor Schluss im Mittelpunkt. Der Torjäger legte quer auf Tristan Kuhls, der nur noch den Fuß hinhalten musste (90.+2). „Am Ende nehmen wir die drei Punkte wohl etwas glücklich mit. Über ein Remis hätten wir uns auch nicht beschweren können“, gab Drangmeister zu.

SV BW Rühen – MTV Gifhorn II 8:0 (3:0)

Viel mehr als ein lockeres Trainingsspiel dürfte das nicht gewesen sein für den SV BW Rühen. Trainer André Thiele erklärt auch warum: „Zum ersten Mal sind die Gifhorner mit der kompletten zweiten Mannschaft aufgeschlagen, ohne Verstärkung aus der Jugend oder ersten Herren.“ Dennoch gab der Übungsleiter zu: „Spielerisch waren sie wahrlich nicht schlecht. Nur die Kondition hat am Ende dann gefehlt.“ Zum Spiel: Kevin Rusch eröffnete den Torreigen nach 33 Minuten und nur Momente später erhöhte Christopher Ramolla auf 2:0. Robin Magnus machte mit dem 3:0 bereits den Deckel drauf. „Danach lief alles wie von selbst“, unkte Thiele. In Fakten: Fünf weitere Treffer ließen die Gastgeber folgen. Robin Harms avancierte dabei mit drei Toren zum Spieler des Tages.

VfL Vorhop – FC Brome 1:0 (1:0)

Augen zu und ab durch die Mitte... Der VfL Vorhop (M. Mohammad Allah Moradi) setzte sich zuhause mit 1:0 gegen den FC Brome (r. Ahmed Chabaan, l. Michael März) durch und verließ damit die Abstiegsplätze. 

Durchpusten beim VfL Vorhop! Dank des „extrem wichtigen“ (Trainer Walter Dürkop) Sieges über den ambitionierten FC Brome sprangen die Gallier nach längerer Zeit erstmals wieder über die rote Linie in der Tabelle. Das Tor des Tages fiel bereits in der 4. Minute durch Andre Helms. Nach einem Eckball ergab sich eine wahre Flipper-Einlage: Latte, Pfosten und dann rein ins Glück.... Die Gastgeber empfingen den FCB in der Folge kompakt an der Mittellinie und nahmen Brome die spielerische Luft zum Atmen. „Mit Glück hätte es zur Pause nach Kontern auch schon 2:0 stehen können“, meinte Dürkop. In Halbzeit zwei setzten die Gäste den VfL enorm unter Druck, doch die Rot-Weißen standen hinten sattelfest. „Wir haben ihnen nicht eine Sekunde Entfaltung gewährt, das mochten sie gar nicht“, frohlockte Dürkop. Der Sieg sei durchaus „glücklich, aber nicht unverdient“ gewesen.“ Die Vorhoper profitierten auch davon, dass der FCB beim Freitagabendspiel in Knesebeck drei Akteure eingebüßt hatte.

Von Jannis Klimburg und Ingo Barrenscheen

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