Fußball – 1. Kreisklasse 1: Showdown zwischen Osloß und Rühen

Die Mutter aller Titel-Endspiele!

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Augen zu und durch! Der SV BW Rühen (l.) sitzt dem SV Osloß vor dem Titel-Endspiel am Sonntag ganz dicht im Nacken und ist aufgrund des schlechteren Torverhältnisses zum Siegen verdammt, um nicht im vierten Jahr in Folge mit der Vizemeisterschaft leben zu müssen. Es steht ein packender Showdown bevor für die Zuschauer.

Osloß/Rühen. Der Spielplan-Gestalter der 1. Fußball-Kreisklasse 1 muss ein Visionär gewesen sein, als er die Paarung SV Osloß vs. SV BW Rühen ganz ans Ende der Saison setzte.

DAS Giganten-Duell! DAS Titel-Endspiel! „Der liebe Fußballgott wollte es so“, schmunzelt SVO-Coach Pascal Kahlert mit Blick auf den seit Wochen prognostizierten und nun real eingetretenen Mega-Showdown um die Meisterschaft am Sonntag (15 Uhr) im Boldecker Land.

Mit jeweils 70 Zählern thronen die beiden Topteams weit über dem Rest der Staffel. „Ein deutliches Signal, dass die zwei Mannschaften die Liga dominiert haben“, meint Rühens Trainer Sören Henke. Doch es kann nur einen Direkt-Aufsteiger geben. Mit dem sicherlich nicht zu missachtenden Trostpflaster Relegation will sich vor dem Schlager-Schlussakt niemand gedanklich beschäftigen. Es zählt nur der jetzige Sonntag. „Kahlert: „Wir wollen den ersten Schritt gehen, es soll unser letztes Saisonspiel sein.“ Konter von Henke: „Osloß wird sich freuen, noch eine zweite Chance zu haben...“ Hüben wie drüben herrscht die klare Leitlinie: Wir wollen gewinnen. Wobei den Gastgebern dank des besseren Torverhältnisses ja sogar ein Remis reichen würde. Doch Kahlert betont: „Darauf brauchen wir nicht zu spielen.“

Aber was wird den Ausschlag geben? Einerseits die Tagesform, bekräftigt der Osloßer Dirigent. Ohne Frage aber auch das Nervenkostüm. „Es kommt darauf an: Wie viel wird drumherum los sein und welche Spieler können das besser verarbeiten“, so Kahlert. Das sieht Henke genauso: „Ein paar hundert Zuschauer werden sicherlich da sein. Dann die Bedeutung des Spiels und die lange Saison: Das wird Einfluss nehmen.“ Der Gegner hätte die erfahreneren Einzelkräfte (und ohne Frage auch eine brachiale Offensivgewalt) in seinen Reihen – doch die Blau-Weißen können sich auf die Erfahrung gleich gelagerter Alles-oder-nichts-Spiele stützen. Wie etwa die Relegation 2016 gegen Ummern.

Ob glücklich oder nicht: Ein Last Minute-Sieg wie im Hinspiel (2:1) in der vierten Minute der Nachspielzeit würden die Rühener mit Kusshand nehmen, um endlich den Titel des ewigen Vizemeisters abzustreifen. Besondere Maßnahmen wird Henke vorab nicht initiieren, das sei auch der Wunsch der Spieler gewesen. „Die Anspannung ist auch so schon groß – sie soll pünktlich zum Anpfiff da sein.“ Womöglich muss Blau-Weiß auf seinen Kapitän Fynn Jennerich (Zehenbruch) verzichten, bei Osloß wackelt Björn Beith. Aber egal, welche Protagonisten auf dem Platz stehen: Es wird kriminell spannend!

Von Ingo Barrenscheen

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