Fußball: Knesebecker Manfred Siegmund liebt Zusammenarbeit mit Spielern

„Muss versuchen, alle zu erreichen“

Immer an Detlef Webers Seite: Manfred Siegmund kümmert sich als Betreuer beim VfL Knesebeck um die Versorgung und behandelt verletzte Spieler.
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Immer an Detlef Webers Seite: Manfred Siegmund kümmert sich als Betreuer beim VfL Knesebeck um die Versorgung und behandelt verletzte Spieler.

Knesebeck – Wo auch immer Detlef Weber gerade ist, da kann Manfred Siegmund nicht weit entfernt sein. Siegmund schätzt die (Trainer-)Arbeit von Weber sehr und weicht ihm als Betreuer nicht von der Seite.

Aktuell ist das fast unzertrennliche Duo für die erste Herrenvertretung des VfL Knesebeck in der Fußball-Kreisliga zuständig. Zuvor assistierte der 51-Jährige Weber bereits im Knesebecker Nachwuchs.

Geboren ist Manfred Siegmund in Rumänien, lebt aber bereits seit 1978 in Deutschland. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er mit zehn Jahren im Frankenland. Anschließend zog es Siegmund mitsamt Familie nach Gifhorn. Im Männerbereich ging er zunächst für den SSV Kästorf auf Punkte- und Torejagd. Seit 1994 wohnt der Fußballenthusiast nicht nur in Knesebeck, sondern gehört seitdem auch dem ortsansässigen VfL an.

Ab 2013 fungierte Siegmund als Betreuer der Knesebecker A-Junioren – natürlich unter Coach Detlef Weber. „An sich arbeite ich gern mit Leuten zusammen. Jeder ist ein anderer Typ und man muss versuchen, sie alle zu erreichen“, erklärt der 51-Jährige, was ihn besonders an seiner Aufgabe reizt. Dazu ist er ein großer Fan von Weber: „Er hat großes Fachwissen. Dazu ist es bemerkenswert, wie Detlef mit den Leuten umgeht und sie immer wieder motiviert.“ Somit stellte er sich seinem „Vorbild“ immer wieder als Betreuer zur Verfügung. Nur ein Jahr – als Weber beim SV Groß Oesingen anheuerte – pausierte Siegmund. Mit der Rückkehr Webers zu den Einhörnern vor drei Jahren stieg dann auch dessen treuer Weggefährte („Detlef hat mich immer wieder gefragt, dazu macht es ja auch Spaß“) wieder bei den Herren mit ein.

Manfred Siegmunds Arbeit beim VfL wird anerkannt – von den Spielern sowie auch den weiteren Funktionären. Der 51-Jährige kümmert sich beispielsweise um die Getränke, Eis und behandelt verletzte Akteure auf dem Platz. Er ist also zweifelsohne das „Mädchen für alles“. Doch er wirkt des Öfteren auch psychologisch auf die Spieler ein. „Wenn der Trainer vielleicht mal ein bisschen hart war, versuche ich sie aufzubauen“, verrät der gebürtige Rumäne. Der Maschinenführer lobt beim VfL den tollen Zusammenhalt: „Hier ist alles sehr familiär.“ Dazu ist es die Lust am Spiel an sich, die den 51-Jährigen an jedem Wochenende auf den Platz treibt. „Einen Sonntag ohne Fußball kann ich mir gar nicht mehr vorstellen“, gibt er zu, um anzufügen: „Das ist wie auf dem Dorfplatz. Da kommen die Leute aus dem Ort zusammen.“ Auch in der ersten Herrenmannschaft der Einhörner geht es laut Aussage des Betreuers sehr harmonisch zu. „Sowohl sportlich als auch charakterlich ist das eine tolle Truppe. Jeder kämpft für jeden“, schwärmt Siegmund, der jedoch die immer wiederkehrenden Verletzungssorgen bedauert.

Einen anderen Verein als den VfL kann sich Manfred Siegmund mittlerweile auch nicht mehr vorstellen. Allerdings schließt der 51-Jährige eine Trainer-Tätigkeit komplett aus. „Da muss man so viel beachten. Ich stehe lieber an der Seitenlinie und betreue die Jungs“, verdeutlicht Siegmund, der noch so lange weitermachen möchte, wie es die Gesundheit zulässt. Er hofft, dass die momentan verletzten Akteure schnell auf den Rasen zurückkehren. Schließlich hat der Betreuer einen großen Wunsch: „Die Jungs sollen in die Bezirksliga aufsteigen.“ Vielleicht klappt genau dies schneller als gedacht und Manfred Siegmund darf die Spieler vom VfL Knesebeck in der Bezirksliga versorgen und verarzten.

VON FLORIAN SCHULZ

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