Handball – Verbandsliga Herren: Wittingen/Stöcken darf Rosdorf-Grones Jungspunde morgen nicht unterschätzen

Sie müssen der Versuchung widerstehen...

Vom siegreichen Nienburg-Kader wird der SG VfL Wittingen/Stöcken morgen höchstwahrscheinlich nur Peter Schultze (M.) fehlen. Aber auch ohne ihn stellte der Verbandsligist in der zweiten Halbzeit eine stabile Deckung.

Wittingen. Teil zwei der Heimspiel-Trilogie steht an – allerdings zur ungewohnten Prime Time: Die Handball-Herren der SG VfL Wittingen/Stöcken legen in der Verbandsliga ausnahmsweise eine Sonntagsschicht ein, empfangen morgen um 17 Uhr die HG Rosdorf-Grone.

Ein Oberliga-Absteiger, der einen massiven Umbruch hinter sich hat und zum Saisonstart in Fallersleben (14:24) „ganz schön einen draufgekriegt hat“, sagt SG-Trainer Christian Gades. Und genau in dieser Klatsche lauert eine Gefahrenquelle.

...denn die Wittingen/Stöckener könnten der Versuchung erliegen, dem Rosdorfer Resultat zu viel Bedeutung beizumessen. Stichwort: Überheblichkeit. „Das wäre ein großer Fehler“, mahnt Gades. „Wenn wir sagen: Die haben mit zehn Toren verloren, das machen wir mit Vorbeigehen oder Halbgas am Sonntagabend, dann wird es schwer.“ Denn er rechnet fest damit, dass das blutjunge Gästeteam (durch die Abgänge erfahrener Kräfte und ausnahmslos Grünschnäbeln als Neuzugängen liegt Rosdorfs Durchschnittsalter bei etwa 22 Jahren!) auf Wiedergutmachung in Wittingen aus sein wird. „Ob sie das schaffen, wird an uns liegen“, unterstreicht Gades.

Ganz logisch: Der SG VfL-Übungsleiter will nach dem gelungenen Start gegen die HSG Nienburg II (26:21) das Konto auf 4:0-Punkte schrauben. Dafür müsste seine Riege an die Abwehr-Arbeit der zweiten Halbzeit anknüpfen. „Den jüngeren Gegenspielern so gleich den Schneid abzukaufen, muss die Maßgabe sein.“ Seine Schützlinge hätten schon während der Partie gegen Nienburg die Selbstreflexion walten lassen, dass die Deckung sich steigern müsse. Vermutlich kommt auf Wittingen/Stöcken morgen aber noch eine neue Aufgabe zu. Die HG ließ in Fallersleben offensiv decken, Gades rechnet erneut mit dieser Variante. „Da brauchen wir viel Bewegung ohne Ball.“

Dabei müssen die Hausherren aller Voraussicht nach auf Peter Schultze (Arbeit) verzichten. Gades: „Er meinte, wir sollen nicht mit ihm rechnen.“ Bleiben also noch zwölf Akteure. Ein glorreiches Dutzend!?

Von Ingo Barrenscheen

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