Handball – Landesliga Lüneburg Herren: Harte Nuss für SG VfL gegen Clenze

„Müssen an unsere Grenzen gehen“

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Nicht nur Wittingen/Stöckens Schlussmann Maverick Paulsen wird gegen die SG Südkreis Clenze alles in die Waagschale werfen müssen für einen weiteren Sieg.

Wittingen – Der Adrenalin-Level bei den Handball-Herren der SG VfL Wittingen/Stöcken ist nach dem 34:33-Krimisieg gegen Wietzendorf noch nicht ganz abgesackt, da kündigt sich auch schon das nächste hart umkämpfte Nervenspiel an.

Wenn der hiesige Landesligist bei seiner famosen Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze nicht ausgebremst werden will, muss er auch die Herkulesaufgabe am morgigen Sonntag (17 Uhr) beim Verfolger SG Südkreis Clenze bestehen.

Und in Lüchow (dorthin muss der Gegner in dieser Saison aufgrund von Umbaumaßnahmen der eigenen Halle ausweichen) wartet womöglich nicht weniger als das „vielleicht schwerste Auswärtsspiel der Saison“ auf die SG VfL, glaubt Trainer Christian Gades. Auch in seiner Exil-Heimspielstätte hat Clenze erst drei Punkte abgegeben. Wenngleich die Südkreisler zuletzt einen unverhofften Dämpfer (wie schon im Hinspiel gegen Uelzen) erhielten, hat Wittingen/Stöcken ein hartes Brett zu bohren. Schon das Hinspiel (35:31) sei ein „enges Ding“ gewesen, betont Gades. „Davon gehe ich wieder aus. Wir werden voll an unsere Grenzen gehen müssen.“ Um den aufgekeimten Titel-Traum zu wahren, „musst du diese Spiele bestehen – auch in Clenze, egal wie schwer es wird.“

Das Selbstvertrauen jedenfalls haben die Brauereistädter, dürfen weder überpacen noch sich nervös machen lassen, wenn sie in Rückstand geraten sollten. Auffällig sei, so der SG VfL-Coach, dass Clenze von den Teams aus der oberen Tabellenhälfte die meisten Gegentore geschluckt hätte. „Da müssen wir angreifen.“ Gleichwohl muss Wittingen/Stöcken die Angriffs-Kreise des Kontrahenten um den Ex-Teamkollegen Torsten Meyer (zehn Tore im Hinspiel) einengen. „Er ist schon in der Lage, Mannschaften zu Siegen zu führen“, weiß Gades um die Qualität seines früheren Schützlings. Aber auch Akteure wie Moritz Höbermann oder Jannes Ahrens seien gefährlich. Übrigens hätte der jüngste Matchwinner Mick Hentschke unter der Woche kurz Kontakt zu seinem guten Kumpel Meyer aufgenommen. Morgen allerdings wird die Freundschaft „für 60 Minuten ruhen – hoffentlich zu unseren Gunsten“, meint Gades.

Kleine Sorgenfalten bereiten ihm nur die personellen Voraussetzungen. Neben Simon Bartel und Jannes Hillebrand fällt auch Torben Banse weiterhin aus, zudem fehlt Malte Drangmeister. Dafür kehrt Christian Breustedt in den Kader zurück.

VON INGO BARRENSCHEEN

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