Tennis: 15-jährige Tiddischerin landet ersten internationalen Erfolg ihrer Karriere

Es müllert im Inselparadies Curacao

Das bringt Weltranglistenpunkte: Die Tiddischerin Mia-Sophie Müller trumpfte auf Curacao groß auf.
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Das bringt Weltranglistenpunkte: Die Tiddischerin Mia-Sophie Müller trumpfte auf Curacao groß auf.

Tiddische – Die Karibik-Insel Curacao verbinden die meisten Menschen mit Sonne, Palmen und türkisfarbenem, kristallblauem Wasser. Sprich eine Traumurlaub-Destination.

Nun ja, auch Mia-Sophie Müller konnte sich fernab ihres Heimatortes Tiddische gewissermaßen sonnen – im Glanz ihres bislang größten Erfolges auf der internationalen Tournee. Denn das Tennis-Talent triumphierte bei den Curacao Open, einem ITF-Nachwuchsturnier, im Doppelwettbewerb und zog obendrein im Einzel bis ins Viertelfinale ein.

Über 8.000 Kilometer entfernt jenseits des großen Ozeans setzte die ambitionierte 15-Jährige ein Ausrufezeichen. Insgesamt vier Mädchen und vier Jungen der Tennis-Akademie Peine, an der Müller trainiert, haben den weiten Weg auf sich genommen, um möglichst viele Punkte für die Junioren-Weltrangliste zu sammeln. Die Gruppe geht in dieser Woche direkt noch bei einem weiteren Wettbewerb auf der Nachbarinsel Aruba an den Start.

Für die Tiddischerin, die dem TC Gifhorn angehört und für Hannover in der Regionalliga-Mannschaft spielt, hat sich der Trip schon jetzt gelohnt. An der Seite ihrer Akademie-Kollegin Amelie-Christin Janssen rauschte Müller durch die Doppelkonkurrenz, schaltete erst die an Position eins gesetzten Cadence Brace/Ana Paula Jimenez Coello (Kanada/Ecuador) mit 7:6, 6:4 aus und bezwangen dann im Endspiel das Nummer zwei-Duo Adele Marie Fernandez Lecoraz/Artemis Pados (Puerto Rico/USA) nach hartem Kampf mit 4:6, 7:5 und 10:7. Der erste internationale Titel für die Tiddischerin. „Natürlich war sie happy. Für Mia war es schon ein Erlebnis, bei der Siegerehrung dabei zu sein“, schilderte ihr Vater Matthias Müller.

Mia-Sophie Müller feierte mit Doppel-Partnerin Amelie-Christin Janssen ihren ersten internationalen Erfolg. 

Auch der Sprung unter die letzten Acht im Einzel brachte ihr Weltranglistenpunkte ein. Nach zwei unangefochtenen Siegen war die topgesetzte Ana Paula Jimenez Coello, die im Doppel noch bezwungen wurde, beim 3:6, 1:6 eine Nummer zu groß. Wobei die einzelnen Spiele enger verliefen, als es das Gesamtergebnis ausdrückt.

Nachdem sie in den Wochen zuvor auf Sand ein kleines Formtief durchlaufen hätte und bei drei Turnieren direkt in der ersten Runde ausgeschieden war, hofft Matthias Müller, dass dieses Positiv-Erlebnis seine Tochter nun wieder „einen kleinen Schub“ gibt. Vielleicht macht sie ja direkt in Aruba nochmals von sich reden. Es ist der Abschluss der ITF-Serie für dieses Jahr.

VON INGO BARRENSCHEEN

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