Handball – Verbandsliga Herren: Trainer reist mit Wittingen zum persönlichen Angstgegner MTV Eyendorf

Mühlenbruch gewarnt – und lieber getarnt...

Am liebsten würde VfL-Coach Mike Mühlenbruch heute untertauchen – Eyendorf ist für ihn ein schlechtes Pflaster. Foto: ib

ib Wittingen. Als Braunschweiger dürfte Mike Mühlenbruch an und für sich ein Karnevalskostüm im Schrank hängen haben. Vielleicht sollte der Trainer des VfL Wittingen für das heutige Gastspiel in der Verbandsliga (19. 15 Uhr) hineinschlüpfen, um getarnt zu bleiben.

Denn die Halle des MTV Eyendorf sollte ihren Lieblingsgast lieber nicht erkennen.

„Als Trainer habe ich noch nie in Eyendorf gewonnen. Und als Spieler auch nur ein einziges Mal in der Vorbereitung“, erklärt Mühlenbruch. Eyendorf – für ihn ein rotes Tuch! Sollte der Unglücksrabe da nicht lieber fernbleiben? Wittingens Coach grinst: „Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Vielleicht klebe ich mir einen Bart an, damit der Gegner und die Halle mich nicht erkennen...“

Aber Scherz beiseite. Für den VfL ist es ein ernstes Anliegen, heute von Mühlenbruchs Angstgegner zwei Zähler zu entführen. Dafür gibt’s gleich mehrere gute Gründe. Der schwerwiegendste: Die Wittinger haben noch immer Nachholbedarf auf dem Konto, sind eines von zwei Teams mit schon zehn Minuspunkten. „Wir hinken immer noch hinterher. Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, dort zu gewinnen“, betont der Coach. Deshalb gäbe es trotz zweier Siege in Serie für den VfL auch keinen Anlass, „überschwänglich zu sein“. Weiter mit Konzentration die Hausaufgaben erledigen und Schritt für Schritt dem positiven Bereich annähern, lautet das Credo. Freilich wäre es Mühlenbruch selbst auch lieb, den persönlichen MTV-Makel loszuwerden.

Außerdem würden die Brauereistädter Eyendorf mit einem Erfolg im Tabellenkeller verankern. Das Schlusslicht ist mit 0:8-Punkten gestartet, hat erst halb so viele Spiele wie Wittingen bestritten. Folge des versprengten Spielplans. Insofern treffen die zwei Extreme der Verbandsliga aufeinander. Eyendorf spielte allerdings dreimal auswärts – im einzigen Heimspiel glückte gegen Spitzenreiter Braunschweig (35:36) fast eine Überraschung. „Wir sind gewarnt genug“, so Mühlenbruch. „Für Eyendorf hat die Saison noch nicht richtig begonnen, die Tabelle ist verzehrt. Die werden sich mit allen Kräften wehren.“

Personell sieht’s beim VfL suboptimal aus. Mit Arne Gades und Lars Schulz bricht die rechte Achse weg. Dafür feiert Christian Gades nach drei Einsätzen in der Zweiten sein Debüt.

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